2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv am Arbeitgeber ist, dass die Arbeit besonders für diejenigen geeignet ist, die gern Kleinteile kommissionieren und ihren Körper schonen möchten. Im Vergleich zu anderen Lagern fällt körperlich weniger schweres Heben an. Allerdings muss man sich sehr lange beweisen, um diesen Ruf zu genießen.
Negativ fällt vor allem der Betriebsleiter auf: Als Chef des gesamten Standorts verprellt er sowohl die Mitarbeiter in den Läden als auch im Lager durch seine unprofessionelle Art im Umgang mit Menschen. Das führt meiner Meinung nach zu dem ständigen Personalwechsel, den man dort beobachten kann.
Ich würde mir eine freundlichere und klarere Kommunikation wünschen sowie geregelte Pausen im Team. Grundsätzlich war ein klarer Ablauf vorhanden. Meiner Erfahrung im Lager nach hätte man viele Prozesse jedoch deutlich vereinfachen können, doch daran wollte kein Vorgesetzter wirklich etwas ändern. Man musste unter hohem Tempo arbeiten. Wer nicht schnell genug war, bekam sofort Druck zu spüren – das könnte man deutlich verbessern.
Die Arbeitsatmosphäre im Chillhouse war extrem stressig. Man wurde ständig unter Druck gesetzt, fast so, als müsste man auf Speed funktionieren. Beim Kommissionieren wurde jede Sekunde gestoppt, was den Druck zusätzlich erhöhte und das Arbeiten sehr unangenehm machte.
Das Image nach außen zur Kundschaft wurde gut gepflegt und professionell dargestellt. Intern sah es jedoch anders aus: Der Umgang mit Kollegen, die hohen Arbeitserwartungen und die wenigen Urlaubstage machten das Arbeiten für viele Mitarbeiter belastend. Man hatte den Eindruck, dass man den Job entweder komplett lebt oder sonst schlechte Karten hat – das trübt das interne Bild deutlich.
Die Work-Life-Balance war so gut wie nicht vorhanden. Die Arbeitszeiten im Lager von 9 bis 18 Uhr haben dazu geführt, dass vom Privatleben kaum noch etwas übrig blieb. Mit einer Schicht von 7 bis 16 Uhr hätte man den Tag wesentlich besser nutzen können.
Obwohl ich über 10 Jahre Erfahrung im Lager habe, wurde mir zunächst kaum Vertrauen entgegengebracht. Ich musste meine Fähigkeiten erst unter Beweis stellen und hatte oft das Gefühl, wie ein Mitarbeiter behandelt zu werden, der zum ersten Mal kommissioniert.
Das Grundgehalt war in Ordnung. Prämien habe ich in meiner Anwesenheit jedoch nie gesehen, und meinen letzten Lohn musste ich nach Aufforderung einfordern. Das trübt den Gesamteindruck dieses Punktes leider deutlich.
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein war in Ordnung. Es wurde viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit gelegt, auch außerhalb des Betriebsgeländes. Man hat darauf geachtet, dass kein Müll herumliegt oder durch den Wind verweht wird – dieser Punkt war insgesamt positiv.
Der Kollegenzusammenhalt war für mich nur dank meinem direkten Kollegen, der zur selben Zeit wie ich angefangen hat, wirklich positiv. Mit ihm hat die Zusammenarbeit super funktioniert und das hat die Arbeit für mich deutlich angenehmer gemacht. Ohne ihn wäre meine Erfahrung wahrscheinlich nur 1–2 Sterne wert gewesen, aber so vergebe ich insgesamt 4 Sterne.
Zum Umgang mit älteren Kollegen kann ich wenig sagen, da das Team überwiegend aus jüngeren Mitarbeitern bestand. In den Verkaufsfilialen wurde vor allem eine gewisse Grundkenntnis über die Produkte erwartet. Im Lager hingegen lagen die Ansprüche höher – dort sollte man sich sehr gut auskennen und im besten Fall keinerlei Konsum haben, was in dieser Branche nicht unbedingt leicht zu finden ist.
Das Vorgesetztenverhalten war mir gegenüber soweit in Ordnung – vermutlich, weil ich über 10 Jahre Erfahrung in der Logistik mitbringe. Bei Mitarbeitern ohne Erfahrung sah das jedoch ganz anders aus: Diese wurden häufig mit Beleidigungen herabgesetzt und es gab sogar Forderungen, was man in seinem Privatleben konsumieren darf oder besser lassen sollte. Das fand ich absolut unangebracht.
Die Arbeitsbedingungen waren teilweise in Ordnung. Es gab regelmäßige Unterweisungen, wie man sich zu verhalten hat, und man merkte, dass der Betriebsleiter Angst hatte, dass jemand ausfällt – da das Personal sehr knapp gehalten wurde, wäre ein Krankheitsfall kaum zu kompensieren gewesen. Trotzdem musste man sich oft auf die letzte Sprosse der Leiter stellen, um Ware einzulagern oder Produkte zu kommissionieren. Für mich ein klarer Zwiespalt zwischen Sicherheitsanspruch und Realität.
Die Kommunikation im Chillhouse war mangelhaft. Es gab zwar klare Anweisungen, was zu schaffen ist, aber oft wusste man nicht, ob man pünktlich Feierabend hat oder ob man gerade sinnlose Aufgaben erledigt, die man mit besserer Planung hätte vermeiden können. Dadurch herrschte viel Unsicherheit und Frust.
Zur Gleichberechtigung kann ich nur eingeschränkt etwas sagen, da wir ein reines Männerteam waren. Aus Erzählungen habe ich jedoch mitbekommen, dass Frauen oder auch Männer mit homosexueller Neigung dort nicht besonders willkommen waren. Das wirft leider ein negatives Bild auf das Thema Gleichbehandlung.
Die Aufgaben waren größtenteils normale Lagerarbeit mit zusätzlichen Etikettierungen. Teilweise wirkten diese überflüssig, mussten aber trotzdem erledigt werden, weil es in den Filialen kaum erfahrene Mitarbeiter gab. Durch den ständigen Personalwechsel in den Verkaufsfilialen – musste alles korrekt verpackt und belabelt werden, um Fehler zu vermeiden. Dadurch entstand leider viel unnötige Arbeit für das Lagerteam.
Zusätzliche Arbeit vor und nach der regulären Arbeitszeit ohne Entlohnung
Keinerlei Benefits für Arbeitnehmer
Herablassende Art gegenüber Mitarbeiter sein lassen
Bessere Personalstruktur und Organisation verbessern