Außen stark positioniert – intern nicht immer konsistent
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Internationale Ausrichtung
• Spannende Kunden und Märkte
• Kollegialer Umgang im direkten Team
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Mangelnde Transparenz bei strategischen Entscheidungen
• Hoher Leistungsdruck
• Wenig nachhaltige Personalstrategie
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz in der Kommunikation, realistische Ressourcenplanung und stärkere Berücksichtigung der Mitarbeitergesundheit würden das Unternehmen deutlich verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war stark abhängig vom jeweiligen Team und von der Führungskraft. Phasenweise war die Stimmung konstruktiv, insgesamt jedoch eher von Druck und Unsicherheit geprägt. Transparenz bei Entscheidungen fehlte häufig.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen sehr professionell und global stark positioniert.
Intern erlebte ich jedoch teilweise andere Strukturen als die, die das Markenbild nach außen vermittelt.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung war dauerhaft hoch. Erwartungshaltungen hinsichtlich Erreichbarkeit und Flexibilität waren groß. Eine nachhaltige Balance war für mich persönlich schwer umsetzbar.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten waren grundsätzlich vorhanden, aber stark abhängig von Budget und Führungskraft. Klare Karrierepfade fehlten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war marktüblich, jedoch aus meiner Sicht nicht angemessen zur tatsächlichen Arbeitsbelastung. Entwicklungsperspektiven waren begrenzt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen bietet regelmäßig CSR-Initiativen an, beispielsweise einen „CSR Day“, an dem Mitarbeitende sich sozial engagieren können.
Unter anderem gab es organisierte Einsätze bei der Tafel, an denen Mitarbeitende freiwillig teilnehmen konnten.
Solche Programme zeigen grundsätzlich ein Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung und bieten die Möglichkeit, sich außerhalb des Tagesgeschäfts einzubringen.
Allerdings wäre es wünschenswert, wenn Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung noch stärker in die täglichen Geschäftsprozesse integriert würden – nicht nur punktuell im Rahmen einzelner Aktionstage.
Kollegenzusammenhalt
Auf kollegialer Ebene gab es grundsätzlich respektvollen Umgang. Viele Kolleg:innen waren hilfsbereit. Allerdings war die Zusammenarbeit durch hohe Arbeitsbelastung und interne Umstrukturierungen erschwert.
Umgang mit älteren Kollegen
In meiner Wahrnehmung war der Umgang mit langjährigen und älteren Mitarbeitenden nicht immer wertschätzend.
Es gab Situationen, in denen erfahrene Kolleg:innen nach internen Gesprächen oder strukturellen Veränderungen das Unternehmen relativ kurzfristig verlassen haben.
Für Außenstehende wirkte der Prozess wenig transparent und hinterließ bei mir den Eindruck, dass Erfahrung und institutionelles Wissen nicht ausreichend geschützt oder eingebunden wurden.
Eine offenere Kommunikation und ein respektvollerer Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden würden hier Vertrauen schaffen.
Vorgesetztenverhalten
Führung war stark zahlen- und performanceorientiert. Individuelle Belastungssituationen wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt. Wertschätzung wurde selten aktiv kommuniziert.
Arbeitsbedingungen
Technisch gut ausgestattet, jedoch organisatorisch häufig unklar. Prozesse waren teilweise ineffizient oder mehrfach abgestimmt.
Kommunikation
Informationen wurden oft sehr kurzfristig oder gar nicht transparent kommuniziert. Besonders bei organisatorischen oder strukturellen Veränderungen fehlte eine klare und frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden. Das führte zu Unsicherheit.
Gleichberechtigung
Nach außen wird Diversität betont. In der Praxis habe ich jedoch wenig strukturelle Unterstützung oder Sensibilität für individuelle Situationen erlebt.
Interessante Aufgaben
Inhaltlich gab es durchaus spannende Projekte und internationale Einblicke. Allerdings waren operative Aufgaben oft sehr repetitiv und stark durch KPI-Druck bestimmt.