Außen hui - innen naja
Gut am Arbeitgeber finde ich
* pünktliche Gehaltszahlung
* sehr gute Gehaltszahlung (bei einer 33 Std Woche hatte man mehr, wie jemand, der in anderen Berufen 40 Std geht)
* freie Gestaltungsmöglichkeiten und Ideenreichtum umsetzbar, soweit die Voraussetzungen gegeben sind
* Arbeitsplätze liegen zentral und sind somit gut erreichbar
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie oben geschrieben, dass Gehör nur einseitig stattfindet, keine Augenhöhe bei diversen Gesprächen, fehlende Wertschätzung,...
Verbesserungsvorschläge
* Fachbereichsleitung war einseitig orientiert - ich hätte gern Gehör gefunden
* Leitung sollte sich ebenfalls beide Seiten anhören und nicht subjektiv Gerüchte Glauben schenken und falsch beurteilen
* Supervision fehlte - da wurde an falscher Stelle gespart
* Interesse an den Teams war nur in Brennpunktsituationen gegeben - aber da war es meist zu spät. Tägliches Interesse wäre wünschenswert gewesen
* Arbeitszeugnisse sind Standardisiert und bringen wichtige Aspekte nicht zum Vorschein, alles mit Zeugnisnote zwei oberflächlich und allgemein gehalten obwohl viele Schwerpunkte in der täglichen Arbeit übertroffen wurden.
Arbeitsatmosphäre
Arbeiten unter verhärteten Bedingungen, dh. Unterbesetzung, Mobbing, üble Nachreden, Unterstellungen
Image
Außen hui - innen naja. Als christlicher Träger, der Menschen mit christlichen Werten einstellen möchte, diese aber selbst nicht vertritt und auch nicht bei seinen Angestellten überprüft, finde ich etwas schwach
Work-Life-Balance
Die Filetstückchen an Dienstzeiten werden unter den Kollegen ausgehandelt. Dabei kommt es oft vor, dass man die Zeiten der Kollegen deckt, die pünktlich zum Mittag oder frühen Nachmittag nach Hause gehen wollen. Summierende Überstunden sind keine Häufigkeit, für die man sich noch rechtfertigen muss, obwohl man sie in der Dienstplanung aufgebrummt bekommen hat
Karriere/Weiterbildung
Hausinterne Weiterbildungen sind Pflichtveranstaltungen, deren Kosten der Angestellte nicht trägt. Hätte es diese nicht gegeben, hätte man so gut wie keine Weiterbildungen erhalten, denn ständig hieß es: abgelehnt obwohl diese für den Fachbereich thematisiert und besonders hervorzuheben gewesen wären. In unserem Bereich fehlte ein Praxisanleiter und nach mehrmaligen Anfragen und Hoffnung machen, wurde auch dieser abgelehnt obwohl ich den notfalls selbst gezahlt hätte.
Gehalt/Sozialleistungen
Über das Gehalt kann keiner meckern, ein 13. Monatsgehalt gab es nicht, Weihnachtsgeld wurde einmal auf November und einmal auf den Sommer gesplittet, die Summe ist auch keiner Rede wert aber das monatliche Gehalt stimmte meines Erachtens und kontinuierliche Tarifsteigerungen waren regelmäßig zu erwarten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit Papier musste sparsam umgegangen werden, aber manchmal musste man an falschen Ecken sparen und so ging viel Privatpapier drauf
Licht brannte ganztägig, auch wenn es nicht von Nöten war, aber wer einen gesunden Menschenverstand hat, machte es aus
Soziale Gleichstellung habe ich sehr vermisst
Kollegenzusammenhalt
Vereinzelte Kollegen, die im selben Boot sitzen, halten zusammen. Andere Gruppen sehen die Zusammenarbeit allerdings als Konkurrenzarbeit
Umgang mit älteren Kollegen
Respektvollen Umgang hab es minimal, man merkte, wer länger dabei war und ist
Vorgesetztenverhalten
Man merkt, welcher Angestellte gemocht wird und wer nicht. Lügen werden geglaubt und man wird zur Unterzeichnung gezwungen, obwohl man sich nichts zu Schulden kommen ließ.
Arbeitsbedingungen
Oft unter schwierigen Bedingungen, wenig Work-Live-Balance, bei Festen und Höhepunkte und gleichzeitigen langem Dienst kein Wasser für Angestellte zur Verfügung gestellt, kein Hitzeschutz (außer Außenmarkiesen, aber Ventilatoren und ausreichend Sonnenschutz wurde oft gewünscht)
Kommunikation
Wichtige Informationen dringen nicht immer durch, Gerüchte werden allerdings schnell und intensiv verbreitet
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gegenüber den Angestellten gab es nicht. Allerdings gab es vereinzelte Kollegen, die gleichberechtigt einander behandelten.
Interessante Aufgaben
Seine zusätzlichen Aufgaben wählt man selbst, soweit man dazu kommt, daher wurde es nie langweilig. Kam es zur Unterbesetzung, konnte man nur das Nötigste verrichten, aber auch da war man gut gefordert.


