Claranet verliert meiner Meinung nach den Anschluss
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegenzusammenhalt im direkten technischen Umfeld.
Teilweise spannende Kundenprojekte.
Flexible Arbeitszeiten und Remote-Arbeit möglich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende klare Führung und Strategie.
Starkes Silodenken im Management.
Zu wenig Investition in Innovation und Personalentwicklung.
Kommunikationsdefizite auf allen Ebenen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Fokus auf echte Zusammenarbeit statt Abteilungsdenken.
Klare Strategie und transparente Kommunikation von oben.
In Mitarbeitende und Technologie investieren anstatt nur Kosten zu sparen.
Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, besonders für technische Rollen.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht war die Stimmung stark abhängig vom jeweiligen Team. Im direkten Kollegenkreis war es meist angenehm, aber übergreifend wirkte das Arbeitsklima eher angespannt. Viele Mitarbeitende hatten das Gefühl, dass wichtige Entscheidungen ohne Rücksicht auf die technische Realität getroffen werden.
Image
Nach außen versucht man, modern und kundenorientiert zu wirken. Intern hatte ich oft das Gefühl, dass dieses Bild mit der Realität nicht ganz übereinstimmt. Viele gute Leute haben das Unternehmen verlassen, was das Image im Team weiter geschwächt hat.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht war die Work-Life-Balance in Ordnung. Homeoffice war grundsätzlich möglich, und man konnte seine Aufgaben flexibel erledigen. Allerdings war der Arbeitsdruck teilweise hoch, weil Ressourcen knapp waren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dazu habe ich keinen besonders ausgeprägten Eindruck gewonnen. Nachhaltigkeit oder soziale Projekte spielten im Alltag aus meiner Wahrnehmung kaum eine Rolle.
Karriere/Weiterbildung
In meiner Zeit war Weiterbildung kaum ein Thema. Es gab wenig Budget und selten klare Entwicklungspfade. Wer sich weiterentwickeln wollte, musste das aus meiner Sicht größtenteils selbst organisieren.
Kollegenzusammenhalt
Im technischen Bereich war der Zusammenhalt meistens gut. Unter den Engineers hat man sich unterstützt und pragmatisch zusammengearbeitet. Zwischen den Abteilungen war es dagegen oft schwierig – da gab es deutlich Silodenken und wenig Austausch.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Vorgesetzten hing stark von der jeweiligen Person ab. Meine persönlichen Erfahrungen waren gemischt – manche Teamleiter waren sehr bemüht, andere wirkten eher machtlos, weil viele Entscheidungen ohnehin „von oben“ kamen. Seit 2025, mit dem neuen Geschäftsführer, hat sich das meiner Meinung nach sogar noch verschlechtert, da vieles unklarer wurde.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung und Tools waren grundsätzlich in Ordnung, aber teilweise veraltet. Prozesse wirkten kompliziert, was die tägliche Arbeit unnötig erschwert hat.
Kommunikation
Die interne Kommunikation empfand ich als schwierig. Informationen kamen oft sehr spät oder gar nicht an, besonders wenn es um strategische Themen oder organisatorische Änderungen ging. Häufig wusste man erst durch Zufall, was gerade passiert.
Gehalt/Benefits
Meiner Meinung nach ist das Gehalt durchschnittlich und für den Aufwand eher im unteren Bereich. Sozialleistungen sind vorhanden, aber nichts Besonderes.
Interessante Aufgaben
Technisch gab es durchaus spannende Themen, besonders in komplexen Kundenumgebungen. Leider fehlte oft die Zeit oder Unterstützung, um wirklich Neues auszuprobieren oder Projekte weiterzuentwickeln.

