Am Ende sind alle nur die Geldmaschine der Chefin, ohne echte Kompetenzentwicklung, ohne Perspektive, ohne Zukunft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man dringend einen Übergangsjob braucht, findet man hier zumindest einen kurzfristigen Platz zum Durchatmen. Mehr aber auch nicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Liste ist lang. Eine toxische Führungskultur, fehlende Perspektiven, unterdurchschnittliche Bezahlung, keinerlei Weiterbildung, eine Arbeitsatmosphäre ohne Wertschätzung, Micromanagement, PUA‑Verhalten, eine Fluktuation, die für sich spricht, und ein Unternehmensimage, das intern wie extern kaum schlechter sein könnte. Mitarbeitende gelten als austauschbare Ressourcen, nicht als Menschen. Entwicklung findet weder auf persönlicher noch auf unternehmerischer Ebene statt.
Verbesserungsvorschläge
Es ist schwierig, echte Verbesserungsvorschläge zu machen, denn in einem Unternehmen dieser Größe bestimmt der Chef allein über die Entwicklung von Mitarbeitenden und Firma. Und wie man so schön sagt: „Der Charakter ist das Schicksal.“ Solange sich an der Führung nichts ändert, wird sich auch an den Problemen nichts ändern.
Arbeitsatmosphäre
Standardbüro, mit dem Unterschied, dass jeder Mitarbeitende zusätzlich als Putzkraft fungieren muss.
Image
Das Außenbild ist miserabel. Intern sucht praktisch jede*r aktiv nach einem neuen Job, was viel über die tatsächlichen Zustände aussagt. Nach außen wird Professionalität inszeniert, doch hinter den Kulissen herrscht permanente Unzufriedenheit und extreme Fluktuation.
Work-Life-Balance
Für die Chefin ist dieses Wort ein Vergehen. Pünktliches Feierabendmachen wird als mangelnde Leistungsbereitschaft ausgelegt.
Karriere/Weiterbildung
Nicht vorhanden. Es gibt keinerlei strukturierte Entwicklung, keine Weiterbildung, keine Perspektive. Stillstand ist hier der Normalzustand.
Gehalt/Benefits
Deutlich unter dem Marktstandard. Jeder Euro wird als großzügige Geste des Chefs dargestellt, für die man dankbar sein und im Gegenzug grenzenlose Loyalität und Einsatz zeigen soll.
Kollegenzusammenhalt
Der einzige Lichtblick. Trotzdem liegt die jährliche Fluktuation gefühlt bei 800 %.
Vorgesetztenverhalten
PUA-Methoden, Micromanagement und ein Führungsstil, der das Unternehmen systematisch ausbremst. In einer so kleinen Firma prägt die Kompetenz des Chefs das gesamte Unternehmens-DNA und genau diese begrenzt jede Form von Entwicklung.
Kommunikation
In einem Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitenden ist der direkte Draht zur Geschäftsführung theoretisch möglich, praktisch jedoch nutzlos. Der Chef hört ausschließlich das, was in sein eigenes Weltbild passt.
Gleichberechtigung
Wenn du Deutscher bist, bekommst du mehr Benefits, aber null Vertrauen Wenn du Chinesein bist: null Benefits, dafür 100 % Ausbeutung.
Interessante Aufgaben
Alles wird als „spannend“ verkauft, selbst Routinearbeiten. Wer pünktlich geht, gilt sofort als unfähig oder als jemand ohne Neugier und Einsatz. Aufgabenbeschreibung und Realität klaffen weit auseinander.