Erst hui, dann nicht mehr. Klare Enttäuschung. Keine Empfehlung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
k.A.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die folgende Bewertung spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen und subjektiven Empfindungen während meiner Beschäftigung wider. Es handelt sich um meine individuelle Sichtweise und mein persönliches Erleben, das naturgemäß von den Erfahrungen anderer abweichen kann.
Meine persönlichen Erfahrungen waren für mich enttäuschend. Bereits in den Bewerbungsgesprächen hatte ich subjektiv den Eindruck, dass die angebotene Vergütung meinen Erwartungen nicht entsprach. Die mir später zugewiesenen Aufgaben empfand ich persönlich als nicht zeitgemäß. Aus meiner subjektiven Sicht war es für mich unangenehm, dass Fotos von mir gemacht werden sollten und Veranstaltungen in der Freizeit stattfanden. Ich hatte den Eindruck, dass ich während des Bewerbungs- und Onboardingprozesses wiederholt zu Kununu-Bewertungen ermutigt im wurde, was für mich persönlich befremdlich wirkte.
Als Person mit gesundheitlichen Einschränkungen hatte ich das subjektive Gefühl, dass die Unternehmenskultur für meine individuellen Bedürfnisse weniger geeignet war.
Mein Arbeitsverhältnis endete etwa zwei Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen. Ich persönlich hätte mir gewünscht, die vollen sechs Monate Probezeit nutzen zu können, besonders da ich mich in einer Phase befand, in der ich mit Medikamentennebenwirkungen umgehen musste. Während des Abschlussgespräches bemerkte ich, dass mein Zugang zum privaten OneDrive nicht mehr funktionierte, was es mir unmöglich machte, persönliche Daten zu sichern.
Was mich besonders irritierte, war die für mich ungewöhnliche Bitte der Personalabteilung: Ich wurde gebeten, ein Foto der Unterschrift auf dem Kündigungsschreiben zu erstellen, das mir per Boten zugestellt worden war. Als ich mein Unbehagen darüber zum Ausdruck brachte, empfand ich die Reaktion so, als würde mir vermittelt, dass nur ich ein Problem damit hätte. Gleichzeitig wurde mir versichert, dass man mir nicht zu nahe treten wollte, was für mich persönlich widersprüchlich wirkte.
In meinem Verständnis gibt es hier verschiedene Aspekte zu bedenken:
Aus meiner persönlichen Sicht fühlte sich die Anforderung eines Fotos der Unterschrift wie eine zusätzliche Belastung an, die über den üblichen Zustellungsprozess hinausging. Nach meinem laienhaften Verständnis ist ein per Boten zugestelltes Schreiben bereits rechtswirksam.
Ich empfand in dieser Situation ein Ungleichgewicht und massive Übergriffigkeit, das bei mir persönlich Unbehagen auslöste. Als ehemaliger Mitarbeiter befand ich mich subjektiv in einer verletzlichen Position, da ich möglicherweise noch auf Arbeitszeugnisse oder Referenzen angewiesen war. Die erbetene zusätzliche Bestätigung erzeugte bei mir ein Gefühl des Drucks und vermittelte mir persönlich den Eindruck einer fortdauernden Verbindung, die ich als belastend empfand.
Die Anfertigung und Übermittlung eines solchen Fotos erschien mir persönlich unnötig und potenziell problematisch.
Aus meiner subjektiven Perspektive überschritt diese Anfrage mehrere persönliche Grenzen:
Sie fühlte sich für mich wie eine Einschränkung meiner Selbstbestimmung an
Sie erschien mir abweichend von üblichen Prozessen
Sie vermittelte mir ein Gefühl fortbestehender Abhängigkeit
Sie erweckte bei mir den Eindruck von Misstrauen gegenüber standardisierten Zustellungsmethoden
Letztendlich bin ich persönlich erleichtert, nicht mehr in diesem Unternehmen tätig zu sein und nicht mehr in der Hotelunterkunft übernachten zu müssen, die ich als wenig komfortabel empfand.
Verbesserungsvorschläge
Nicht zur Weihnachtszeit kündigen.
Arbeitsatmosphäre
Für mich ganz o.k.
Kommunikation
Wenn Zeit ist, findet sie statt, nach meinem Verständnis.
Kollegenzusammenhalt
Es wird in meinen Augen sehr viel Wert auf private Verbindungen außerhalb der Arbeitszeit gelegt. In der Probezeit traue ich mich
auch nicht zu sagen: "nö", ich mag das nicht.
Work-Life-Balance
Für mich ganz furchtbar. Es gab ein Kontingent von 20 h, was man pro Jahr nehmen konnte, um zwischen den Kernarbeitszeiten etwas zu machen wie Arztbesuche, Vorsorge, Physio etc. Kaum vorstellbar als Mensch mit Einschränkungen im Leben, da nun auch nicht alle Termine frei verfügbar sind für alle Menschen ab X Uhr, inkl. Fahrtzeit. Moderne Konzepte, dass solche Unterbrechungen gesund sind, scheinen nicht verstanden.
Vorgesetztenverhalten
Eine saubere Einarbeitung fand praktisch kaum statt, wie Tools etc. dort eingesetzt wurden aufgrund der Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden, wie das Jira richtig sauber funktioniert, erst zum Ende. Zeiten konnte/durfte ich teilweise nicht auf Kundenprojekte verschreiben, so wie ich das System verstanden habe.
Interessante Aufgaben
Für mein Verständnis waren es teils Aufgaben, die ich persönlich nicht mal einer studentischen Hilfskraft gegeben hätte: Daten beliebiger Art zwischen Excel-Tabellen kopieren oder zusammenfügen, die im Grunde schon seit X Jahren eine API und ein Script hätten machen sollen. Dieses Copy-and-paste führte zu stetigen Überlastungen bei mir, die eigentlich ein Computer deutlich schneller und fehlerfreier machen sollte. Es gab auch andere Aufgaben wie Analysen, die aber nur einen kleinen Teil der Arbeit ausmachte nach meinem Verständnis.
Gleichberechtigung
Als Mensch mit GdB würde ich niemandem raten, hier jemals anzufangen. Und zwar in der Hinsicht, dass, wenn ich in der Tablettenumstellung bin und schwere Nebenwirkungen habe, ich nicht gleich behandelt werde wie ein Mensch ohne diese schweren Einschränkungen. Hinzu kommen noch Physio und Arzttermine, die dann in Zeiten verlegt werden müssen, wo auch viele andere Menschen nur können.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es theoretisch nicht. Ich war offenbar unter den Älteren.
Arbeitsbedingungen
Der PC war überhaupt nicht gemacht für diese riesigen Excel-Tabellen.
Gehalt/Benefits
Es wurde eine Stelle SEO-Manager / Senior-SEO-Manager ausgeschrieben für 60 K, darauf habe ich mich beworben. Dann fing das „Herunterhandeln“ von Senior auf SEO-Manager an (trotz 10 Jahre Erfahrung) und dann standen auch keine 60 K mehr im Raum. Mein Gefühl war, dass ich hier als Mensch und in der Jobsuche einfach menschlich überrumpelt wurde. Am Ende für mich unterdurchschnittlich, mit faden Beigeschmack.