Auf den ersten Blick familiär, freundschaftlich. Bei näherem Betrachten konservativ, patriarchisch, verwerflich.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolles Team, guter Zusammenhalt. Große Büroräume.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Konservativ, patriarchisch und keine(n) Ambitionen/Willen dies zu ändern.
Erwirtschaftung von Gewinnen rutscht so sehr in den Fokus, dass andere wichtige Aspekte gar keinen Platz mehr finden. Kritik ist nicht gern gesehen. MItarbeitendenmitbestimmung ist Mangelware. Der Rest wurde schon genannt.
Verbesserungsvorschläge
Moderneres Denken. Input und Konstruktive Kritik zulassen und verarbeiten. Von der Konkurrenz abheben und marktfähiger werden und bleiben.
Mitarbeitende müssen angehört und verstanden werden anstatt sie zu belächeln.
Diesem Unternehmen fehlt ein BETRIEBSRAT! Seid cool und innovativ und tut nicht nur so!
Arbeitsatmosphäre
Schwankend. Teilweise empfindet man das Klima als angenehm, vor allem innerhalb der Teams. Jedoch trübt der große Schatten der obersten Führungsetage nicht selten das Gesamtbild. Angespanntheit und Druck von oben dringen nicht nur in den Bereich des Außendienstes, sondern beeinträchtigen auch das Arbeitsklima in der Verwaltung. Latente Kontrolle ist allgegenwärtig.
Image
Lest hier oder benutzt Google. Das reicht als Eindruck. Leider wird jedoch nicht für ein besseres Image gearbeitet. Man ruht sich auf erwirtschafteten Erfolgen und Gewinnen aus. Kritik wird häufig als Lug und Trug abgetan. Dem Unternehmen fehlt eine (ausgebildete) Marketingabteilung und vor allem ein gesundes Beschwerdemanagement.
Work-Life-Balance
Individuell! Jede/r Mitarbeitende hat hier eigene Möglichkeiten und Einschränkungen. Pro: feste Arbeitszeiten, Mo-Fr, Contra: FESTE Arbeitszeiten, Abweichungen werden zwar kurzweilig geduldet, aber auch häufig komisch von ganz oben beäugt. Tele-Arbeit/Home-Office, etc. nur möglich, wenn es für das Unternehmen vorteilhaft ist, bspw. während der Corona-Pandemie. Ansonsten ist Flexibilität seitens des Arbeitgebers gering. Man hat hier oft das Gefühl, dass man für den Rest seines Lebens Dankbarkeit versprühen müsse, wenn einem mal was zugestanden wird.
Kritisch wird es bei privaten Problemen, die sich nicht innerhalb eines Tages lösen lassen. Dort erntet man von seitens der Geschäftsführung kein Verständnis. Schnell wittert man hier, dass es ausschließlich und nur um das Erwirtschaften von Gewinnen geht und die familiäre Fassade des Unternehmens bröckelt.
Karriere/Weiterbildung
Nur Angebote, die dem Unternehmen direkt dienen, aber in der weiteren freien Wirtschaft für Mitarbeitende nutzlos sind, wie intern genutzte, individuelle Software.
Gehalt/Benefits
Sozialleistungen sind als solche nicht vorhanden. Die Bezahlung ist teilweise unterirdisch. Erst nach vielen Jahren und einer Menge unangenehmer Verhandlungsarbeit erwirtschaftet man sich "etwas". Man fühlt sich fast, als würde man im Restaurant sitzen und der alte Bekannte mit dem man isst springt auf, um zur Toilette zu gehen, während der Kellner mit der Rechnung den Tisch ansteuert.
Eigenbemühungen seitens des Arbeitgebers sind insgesamt verschwindend gering. Nachtrag: Offensichtlich bemüht sich das Unternehmen negative Bewertungen löschen zu lassen. Von daher sind die Bewertungen auf Google und Kununu nicht mehr repräsentativ. Die Hürden zur erneuten Freischaltung nach Meldung sind für viele zu hoch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viel viel Papierkram, der bereits lange hätte digital sein können. Hier sträubt man sich vor Veränderungen und vor den Kosten. Altbacken!
Kollegenzusammenhalt
Gut! Es gibt immer schwarze Schafe, aber durch das kleine Team in der Verwaltung ziehen meistens alle an einem Strang. Einzig das Abdecken von Spitzen führt zu Meinungsverschiedenheiten. Aber auch hier spielt die Geschäftsführung durch unnötige Vorgaben und Regeln eine wesentliche Rolle.
Umgang mit älteren Kollegen
In der Verwaltung okay, im Außendienst teilweise sehr fragwürdig aufgrund der körperlich anstrengenden Arbeit.
Vorgesetztenverhalten
Oft empfindet man Entscheidungen als zu emotional und zu wenig pragmatisch. Entscheidungen werden auch leider häufig verschleppt. Kritik darf zwar geäußert werden, wird jedoch weitestgehend ignoriert. Vertrösten und Honig ums Maul schmieren hilft jedoch nicht bei allen Mitarbeitenden. Hier spürt man nur allzu häufig das Fehlen eines Betriebsrats, welcher bei dieser Unternehmensgröße definitiv angebracht wäre. Überforderung und falsche Ressourcenverteilung ist hier ein Problem. Dinge werden häufig vergessen, weil man sich mit Unwichtigkeiten beschäftigt oder beschäftigen muss.
Arbeitsbedingungen
Hier wird eher auf eigene Präferenzen in Bezug auf Optik und Ästhetik gesetzt als auf tatsächliche Anforderungen, die die tägliche stundenlange Arbeit im Büro erfordern. Schade, da hier Investitionen an der falschen Stelle getätigt werden. Ein Betriebsrat könnte hier zum Wohle der Mitarbeitenden sinnvoll mitentscheiden und echte Bedürfnisse und Anforderungen erfüllen.
Kommunikation
Innerhalb der Teams weitestgehend in Ordnung. Die Kommunikation von ganz oben nach unten ist jedoch äußerst träge und löchrig. Manchmal muss man sich die für die eigene Arbeit erforderlichen Informationen förmlich erbetteln. Demotivierend! Das leben dann natürlich auch einige Mitarbeitende so weiter.
Gleichberechtigung
Deutlich zu männerdominiert. Dies wird jedoch von oben so vorgelebt und häufig nachgemacht. Umso kritischer, dass der Frauenanteil eigentlich nicht gering ist!
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind wiederkehrend und monoton. Strukturen sind recht eingefahren. Änderungs- und Verbesserungsinput wird leider zu häufig belächelt und abgewunken mit Floskeln wie "Das hatten wir alles schon". Schade, denn so werden neue Mitarbeitende mit frischen Impulsen sehr schnell in das alttraditionelle Schema gezwungen und gepresst.