Bedingt empfehlenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viel Freiheit und dadurch gute Möglichkeiten, Verbesserungsideen einzubringen und Aufgaben optimal zu lösen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu viel Freiheit und zu wenig Vorgaben und Ziele, grenzt schon an Desinteresse der Führungskräfte an der Arbeit, die die Unterstellten leisten.
Verbesserungsvorschläge
Qualität und Werte mehr leben.
Arbeitsatmosphäre
Unternehmensvision, Werte und Leitbild sind schön, existieren aber nur auf dem Papier und werden nicht von allen Mitarbeitern gelebt und auch nicht von der Geschäftsführung eingefordert.
Es gibt keine Konsequenzen für mangelhafte Arbeitsleistung und keine Belohnungen für besonders gute Arbeitsleistung. Gefühlt wird nur die Team-Leistung und nicht die individuelle Leistung gemessen. Dadurch entsteht ein Arbeitsklima, wo jeder macht, was er will und für ausreichend hält. Zum Glück leisten viele Kollegen trotzdem gute Arbeit.
Image
Die Mitarbeiter sehen die Firma eher gut bis sehr gut. Bei den Kunden kann ich mir nur vorstellen, dass sie die Firma entweder als befriedigend oder maximal als gut sehen. Es gibt viel Verbesserungspotenzial, aber es wird auch schon vieles gut gemacht.
Work-Life-Balance
Urlaub kann im Normalfall problemlos beansprucht werden, auch sehr kurzfristig für besondere Fälle. Einzige Einschränkungen sind, dass nicht das komplette Team gleichzeitig Urlaub nehmen kann, außer zur Weihnachtszeit, und dass es für die ersten zwei Dezemberwochen eine generelle Urlaubssperre gibt für eine hohe Mitarbeiterverfügbarkeit während der Fahrplanwechselzeit bei den Bahnbetrieben.
Für die tägliche Start- und Endzeit gibt es Gleitzeit, man soll spätestens um 10:00 Uhr morgens starten. Die Arbeitsstunden können mit einem Stundenkonto flexibel auf die Wochentage verteilt werden, man muss am Ende nur in der Gesamtsumme auf die Soll-Stunden pro Monat oder Jahr kommen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt keine realistischen Aufstiegsmöglichkeiten oder bekannte Aufstiegskriterien.
Gehalt/Benefits
Bedingt durch die Arbeitsatmosphäre gehe ich davon aus, dass die Bezahlung nicht gerecht ist. Die Mitarbeiter, die viel leisten und mehr Verantwortung haben, bekommen vermutlich fast das gleiche Gehalt wie diejenigen, die wenig leisten. Je nachdem, wo man schaut, ist das Gehalt entweder deutlich unter oder maximal ähnlich wie der Branchendurchschnitt.
Kollegenzusammenhalt
Bedingt durch die Arbeitsatmosphäre hängt es rein von der persönlichen Einstellung der Kollegen ab, ob man gut oder nicht gut mit ihnen zusammenarbeiten kann. Im schlimmsten Fall schreibt man E-Mails und Nachrichten, die niemals beantwortet werden. Im besten Fall bekommt man innerhalb von wenigen Minuten eine qualifizierte Antwort.
Viele Kollegen sieht man so gut wie nie persönlich, weil sehr viele im Homeoffice arbeiten.
Mit den meisten Kollegen ist die Zusammenarbeit gut oder sehr gut. Aber die Arbeitsatmosphäre ist keine gute Grundlage dafür, dass es auch in Zukunft bei neuen Kollegen so sein wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden wegen ihrer hohen Erfahrung und Fachwissen geschätzt und auch neu eingestellt, wenn sie Erfahrung in der Branche mitbringen.
Vorgesetztenverhalten
In Konfliktfällen kann ich jederzeit ehrlich mit meinem direkten Vorgesetzten sprechen, um eine Lösung zu finden. Ich habe das Gefühl, dass mein Vorgesetzter mich, so gut es seine Möglichkeiten zulassen, unterstützt. Bei Problemen, die in höheren Ebenen gelöst werden müssten, ist aber in der Regel keine Lösung möglich, wie zum Beispiel eine Verbesserung der Arbeitsatmosphäre.
Es werden keine messbaren Ziele auf Mitarbeiterebene gesetzt.
Entscheidungen sind im Normalfall nachvollziehbar und meistens haben Unterstellte keinen Einfluss auf wichtige Entscheidungen.
Arbeitsbedingungen
Räume sind gut und modern ausgestattet mit höhenverstellbaren Tischen, Klimaanlage, Fußbodenheizung. Es handelt sich um offene Großraumbüros mit etwa 4 bis 6 Arbeitsplätzen pro Raum. Online-Meetings und Telefonate passen nicht gut in diese Räume und sind für die anderen Kollegen störend, vor allem dann, wenn zwei Kollegen gleichzeitig ein Telefonat haben und sich gegenseitig im Hintergrund hören. Die Wände könnten besser gegen Schall gedämmt sein, damit man nicht die Telefonate vom Nachbarraum hört und es sollte mehr Besprechungsräume oder Besprechungskabinen geben und genutzt werden für längere, geplante Besprechungen. Alternativ kann man auch im Homeoffice arbeiten.
Die meisten Mitarbeiter haben einen persönlichen Firmen-Laptop mit einer guten Leistung für die zu erledigenden Aufgaben. Die Laptops werden nur bei Bedarf ausgetauscht und sind meistens mindestens 2 oder 3 Jahre alt und damit nicht der allerneuste Stand der Technik, aber immer noch ausreichend gut.
Kommunikation
Die notwendigen Informationen für die Arbeit sind immer gut verfügbar. Darüber hinaus erhält man regelmäßig einen guten Überblick über Neuigkeiten aus allen anderen Abteilungen, die für das gleiche Produkt arbeiten.
Nur Informationen zu Wirtschaftlichkeit, Gewinne und ähnliches bekommt man so gut wie gar nicht und muss das anhand der aktuellen Auftragslage eigenständig abschätzen.
Gleichberechtigung
Alle werden gleich gut behandelt.
Interessante Aufgaben
Aufgaben werden auf Team-Ebene geplant.
Man kann sich selbst seine nächste Aufgabe aus den geplanten Aufgaben aussuchen, unter Berücksichtigung von Prioritäten und Terminen. Es gibt Experten für bestimmte Themenbereiche, aber es ist normalerweise auch immer möglich, sich eine Aufgabe aus einem neuen Themenbereich auszusuchen, um neue Erfahrung und Wissen zu sammeln.
Bedingt durch die Arbeitsatmosphäre muss man selbst entscheiden, ob man wenig oder viel leisten möchte. Das Ziel, was das Team insgesamt leisten soll, wird so gut wie nie erreicht.