Spannende Projekte, starkes Team – aber hoher Druck und fehlende Umsetzungskultur
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im Unternehmen ist aktuell angespannt – vor allem durch eine hohe Arbeitsbelastung. Gleichzeitig hält das Team stark zusammen; im direkten Kolleg:innenkreis herrscht meist ein positives und unterstützendes Miteinander.
Die offiziell kommunizierten Werte wirken allerdings wenig authentisch, da sie im Alltag kaum gelebt werden. Viele erleben sie eher als formale Vorgabe ohne echte Wirkung.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern und innovationsfreudig. Intern erleben viele Mitarbeitende jedoch, dass gute Initiativen und interne Projekte oft versanden, ohne nachhaltige Wirkung zu entfalten.
Work-Life-Balance
Für Einsteiger*innen ist die Work-Life-Balance anfangs noch gut, mit steigender Verantwortung wird sie jedoch deutlich schwieriger.
Bis zu 16 Überstunden pro Monat gelten als unbezahlte Mehrarbeit; zusätzliche Stunden müssen im selben Monat abgebaut werden, was in der Realität oft kaum umsetzbar ist.
Urlaub und Krankheit werden unkompliziert gehandhabt, die Gesamtbelastung ist aber hoch.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im oberen Durchschnitt für den Bereich Innenarchitektur, allerdings unter dem Niveau anderer Disziplinen im Unternehmen.
Es gibt transparente, aber sehr breite Gehaltsbänder.
Leistungen werden innerhalb der Teams anerkannt, auf Leitungsebene jedoch weniger sichtbar gewürdigt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielen bislang eine untergeordnete Rolle und könnten stärker verankert werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist ein klarer Pluspunkt: Man unterstützt sich gegenseitig, auch abteilungsübergreifend. Trotz hoher Belastung bleibt der Umgang wertschätzend, solidarisch und oft freundschaftlich. Neue Mitarbeitende werden in der Regel gut integriert.
Vorgesetztenverhalten
Auf Projektebene gibt es häufig klare und unterstützende Führung. Auf Abteilungs- und Geschäftsleitungsebene überwiegt jedoch ein autoritärer Stil, mit geringer Offenheit für Kritik.
Rückmeldungen werden teils persönlich genommen, was die Gesprächskultur belastet. Insgesamt ist die Leitungsebene inhaltlich weit entfernt vom operativen Alltag.
Arbeitsbedingungen
Die räumliche und technische Ausstattung ist sehr gut, ebenso die interne IT-Unterstützung und organisatorischen Strukturen.
Kommunikation
Es gibt feste Kommunikationsstrukturen wie regelmäßige Meetings, Morning Calls und Kapazitätsabsprachen. Innerhalb der Teams funktioniert die Abstimmung gut. Auf höheren Ebenen ist der Austausch jedoch erschwert, da die Leitung stark ausgelastet und selten erreichbar ist.
Feedback wird regelmäßig eingeholt (z. B. über Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen), aber in der Praxis selten konsequent umgesetzt.
Gleichberechtigung
Positiv hervorzuheben ist die große Vielfalt im Team – unterschiedliche Hintergründe und Identitäten werden selbstverständlich akzeptiert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und spannend, insbesondere durch die Bandbreite der Projekte und Kund*innen.