Große Worte, sauberer Schein – die Ausführung blieb leider klein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Du-Kultur, HO, einziges gemeinschaftliche Essen welches bei der Einstellung als regelmäßig beworben wurde es dann aberdoch das einzige Mal.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine Unterstützung, keine Einarbeitung (außer ins kalte Wasser schmeißen will man Einarbeitung nennen)
Verbesserungsvorschläge
Fangt an ehrlich mit euren Mitarbeitern umzugehen. Bezahlt die Leute vernünftig und gleichberechtigt. Und sagt nicht nur dass ihr eure Mitarbeiter unterstützt sondern macht das wirklich mal! Und hört auf die Gesamtberwertung auf solchen Plattformen zu verschönern und geht die ernsten Probleme an, dann kann man sich das hier auch sparen, weil dann nicht so viele schlechte Bewertungen kommen würden. Und wenn ihr sie schon faked, dann nicht alles 5 Sterne. Wie seriös soll das eigentlich sein?
Arbeitsatmosphäre
Die Teamleiter erzwingen förmlich Harmonie. Nach außen haben sich alle lieb hintenrum weiß man nicht über wen man zuerst herziehen möchte. Direkte Kommunikation um die Probleme aus dem Weg zu schaffen wird gar nicht gern gesehen. Lieber heucheln alle weiter vor dass sie sich lieb haben.
Kommunikation
Es wird geredet von Kommunikation und offenes Miteinander.
Wenn jedoch Kritik ausgesprochen wird hört man das gar nicht gern. Wöchentliche Meetings waren zu 20-30% sinnvoll. Der Rest ist regelmäßiges Palaber gewesen.
Kollegenzusammenhalt
Hab ich bereits erwähnt. Habe in keinem Unternehme solch schlechten Zusammenhalt gemerkt wie in diesem, gerade weil es so heuchlerisch war.
Work-Life-Balance
Urlaub einreichen oder spontanes einreichen anfangs kein Problem. Später ein absolutes No Go. Ich persönlich hatte den Fall - beim Abteilungsleiter Urlaub genommen, bestätigt bekommen. Und als ich wiederkam wurde einem dann vorgeworfen, wie ich in den Urlaub gehen konnte. Sorry aber habt ihr das nicht freigegeben???
Vorgesetztenverhalten
Einbeziehung der Mitarbeiter bei Entscheidungen - hört man sich immer gerne an wird aber zu keiner Zeit ernst genommen. Kritik konnte man überhaupt nicht verarbeiten - es hieß dann nur hör auf zu meckern. Obwohl es auch oft Kritik an den Prozessen war um sie effektiver zu machen. Meine Teamleiterin hat sich auch lieber für das Tagesgeschäft interessiert als Ihre Aufgaben als Teamleitung nachzugehen.
Interessante Aufgaben
Bei mir persönlich wurden viele interessante Aufgaben direkt von meiner Teamleiterin am Ende gemacht. Nach dem Motto „Hey ich hab eine super Aufgabe“ um mich bei Laune zu halten und wenn es zur Sache gehen sollte wurde es aus zeitlichen Gründen oder anderem Ausgedachten selbst gemacht.
Gleichberechtigung
Anfangs super nach ca 6 Monaten haben einige Kollegen gedacht sie können sich alles leisten. Als man das offen angesprochen hat im Team hieß es „richtet euch nicht an die anderen“ so weit so gut aber dass dann erst weitere 6 Monate später dagegen auch vorgegangen wird unverständlich. Wieder ein Indiz dass man anfangs einfach nicht ernst genommen wurde.
Umgang mit älteren Kollegen
Gleiches Spiel - ich habe mir Auswertungen gezogen der Aufträge/Angebote etc. um zu schauen wie gut ich mich im Team schlage. Hätte ich es lieber sein gelassen, da wurde es nämlich deutlich was für ein leichtes Leben manche Leute hatten. In manche Monaten waren alle Kennzahlen doppelt so hoch als anderen Mitarbeiten. Die Antwort von der Teamleitung - ja ne also das kann man so nicht berechnen. Eine Kennzahl allein nicht aber alle zusammen, safe!
Dazu gab es teilweise Mitarbeiter die einfach unverschämt und frech kommuniziert haben als junger Kollege hat man das zu akzeptieren.
Arbeitsbedingungen
Wir nannten uns IT Unternehmen und hatten PC Ausstattung, bei der die Bildschirme einfach alle 10min ausgegangen sind. Problem lösen? Nö leb einfach damit. Keine weiteren Worte nötig würde ich behaupten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wichtiger als jeder Mitarbeiter im Unternehmen. Gefühlt waren wir winzig am Markt aber hauptsache man gibt unendlich viel Kohle für die benötigte Unwelt-Statistiken aus, was man in der Versammlung noch groß erzählt.
In der gleichen Rede musste man dann aber auch mitteilen, dass dieses Jahr keine Gehaltsanpassungen vorgenommen werden. Aber Hauptsache wir retten mit unseren Mini-Marktanteil die Erde.
Gehalt/Benefits
Als ich eingestellt wurde meinte ein Kollege viel verdienen wirst du hier nie, das kann ich jetzt unterschreiben.
Auch durch Weiterbildungen etc. schwer was zu erhalten. Aussage der Teamleitung - Wenn du mehr haben willst musst du mehr machen. Finde ich schon schwierig irgendwann sind 40h voll. Aber als es hieß ja let‘s go war man plötzlich damit überfordert sodass man das dann auch ganz leise im Sande verlaufen lassen hat.
Image
Fluch und Segen zugleich. Comline unternimmt viel ein gutes Image nach außen zu tragen. Ich würde es eher blenden nennen. Eine Sache für evtl. zukünftige Mitarbeiter - schau dir die schlechten Bewertungen an und dann die guten. Du wirst genauso schnell merken dass die guten immer von Führungskräften oder Mitarbeitern sind die mehrmals bewertet haben. Und die schlechten sind meistens einzelne ehrliche Bewertungen. Da wird die Perso oder das Marketing wahrscheinlich entgegenwirken.
Karriere/Weiterbildung
Vergiss es. Überhaupt kein Interesse. Bin als Industriekaufmann und begonnenen Wirtschaftsfachwirt rein. Als ich das gerne anwenden wollte, z. B. Projektarbeit wusste man nicht wohin und meinte cool kannst du bei uns aber nicht anwenden. Die Zahlung meines Betriebswirt nach dem Wirtschaftsfachwirt habe ich angefragt. Wurde auch ohne Gründe abgelehnt, Alternativen die passender gewesen wären wollte man gar nicht erst vorschlagen.