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Bewertung

Schwerbehinderte nicht willkommen!

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Commerz Direktservice GmbH, Commerzbank Gruppe in Duisburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Benefits wie Getränke, Ticketzuschüsse, interne Sportgemeinschaften und Betriebsfeiern.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

„Wenn ihr in den ersten vier Wochen der Basisschulung krank werdet, kann es sein, dass wir euch kündigen und euch nächsten Monat neu einstellen.“ - dieser Satz steht sehr gut für die Unternehmensmentalität.

Ich habe mich offen als schwerbehinderte Person beworben. An meinem Bewerbungsverfahren nahm keine Schwerbehindertenvertretung teil, es wurde auch nicht angeboten.

Grundsätzlich kann ich die ökonomische Sichtweise eines Arbeitgebers verstehen, die Kündigung aufgrund meiner Fehlzeit nach vier Monaten ist verständlich. Nicht verständlich ist jedoch, dass kein Mensch mit mir darüber gesprochen hat. Als ich klar und deutlich signalisiert habe, dass ich eine kurze Praxisphase benötige, um die in neun Wochen durchgehende Theorie etwas zu festigen, war dies wegen fehlender Kapazitäten nicht möglich. Darauf fiel ich aus, was mit etwas Unterstützung - ja nur einem Gespräch ganz bestimmt abzuwenden gewesen wäre.

Meine Teamleitung verabschiedete sich dann in den Urlaub und ich erhielt die Kündigung wortlos per Post.

Verbesserungsvorschläge

Ehrliche Kommunikation und der Verzicht auf Heuchelei bezüglich Diversität. Schwerbehinderte sind hier nicht willkommen, man wirbt aber plakativ damit.

Arbeitsatmosphäre

Ich hatte phantastische Kolleginnen und Kollegen. Selten wurde ich so offen in einem Team empfangen und integriert.

Image

Der CDS bemüht sich um eine fast schon toxisch positive Außenwirkung. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist das nur Schein. Wer Ecken und Kanten hat, passt hier nicht her.

Work-Life-Balance

Diverse Arbeitszeitmodelle, Splitten der Schicht, all das ist sehr gut möglich.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es zu Genüge. Aufgrund meiner kurzen Beschäftigung kann ich das nicht weiter beurteilen.

Gehalt/Benefits

Solides Gehalt, starke VL.

Kollegenzusammenhalt

Es kommt schwer auf die Abteilung an. Im First Level scheint alles fein, doch es gibt einige intrigante Menschen und man muss aufpassen, mit wem man worüber spricht. Die Wände haben Ohren. In meiner Zielabteilung war es wiederum sehr gut.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich nicht einschätzen. Da es aber einige Kolleginnen und Kollegen gab, die sehr langjährig beschäftigt sind, schätze ich den Aspekt positiv ein.

Vorgesetztenverhalten

Meine Teamleitung war abseits eines Kennenlerngespräches schlecht für mich erreichbar. Als ich dringenden Gesprächsbedarf signalisierte, weil ich aufgrund meiner Behinderung an meine Grenzen stieß, verwies man nur auf mangelnde Kapazitäten. Er fuhr in den Urlaub und hatte nicht einmal den Anstand, mich über meine Kündigung zu informieren.

Gleichberechtigung

Handgemalte Diversity-Leinwände und die unterzeichnete Charta der Vielfalt sind in diesem Unternehmen nur Pinkwashing.

Interessante Aufgaben

Abhängig von der Stelle.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Michaela Mett, Gruppenleiterin Personal
Michaela MettGruppenleiterin Personal

Wenn doch Menschen mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung nicht erwünscht sind bei uns, warum haben wir dich dann eingestellt ? Du bist doch faktisch der lebende Beweis, dass es eben nicht so ist. Es stimmt, dass in unseren Bewerbungsgesprächen keine Schwerbehindertenvertretung dabei ist und das hat einen Grund: Es ist für uns überhaupt nicht auschlaggebend, ob eine neue Kollegin oder ein neuer Kollege schwerbehindert ist oder nicht. Dafür sprechen auch fast 10% gleichgestellte oder schwerbehinderte Mitarbeitende. Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemalige Kollege, die Zusage für eine neue Tätigkeit ist immer Grund zur Freude und mit der neuen Aufgabe gehen viele Hoffnungen und Erwartungen einher. Kündigungen in einer Probezeit sind für beide Seiten ein worst case Szenario. Manchmal muss es aber sein. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Mangelnde Eignung, mangelnde Anwesenheit, mangelnde Passung, um nur ein paar Gründe zu nennen. Deine Schwerbehinderung war sicher nicht der Grund. Ich wünsche dir aufrichtig eine neue Aufgabe, die zu dir passt und alles Gute.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.