Burger & Fritten sind keine Kantine. Wer Gastronomie so führt, hat das operative Geschäft nicht verstanden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich bietet das Unternehmen interessante Aufgaben und ein großes, vielfältiges Geschäftsfeld.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die große Diskrepanz zwischen Zentrale und operativem Betrieb. Veraltete Software, zu viele unterschiedliche Systeme, komplizierte Prozesse, permanente Personalwechsel und zunehmend fehlende Fachkompetenz. Dadurch geht wertvolles Wissen verloren und die tägliche Arbeit wird unnötig erschwert. Man hat zunehmend den Eindruck, dass in der Zentrale nicht mehr ausreichend verstanden wird, wie das operative Geschäft funktioniert und womit das Unternehmen tatsächlich sein Geld verdient.
Verbesserungsvorschläge
Die Hauptverwaltung sollte deutlich schlanker aufgestellt und der Fokus wieder stärker auf das operative Geschäft gelegt werden. Weniger Verwaltung und Bürokratie, dafür mehr qualifizierte und praxiserfahrene Mitarbeiter in den Betrieben. Die Qualität im operativen Geschäft muss wieder stärker im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig braucht es in der Hauptverwaltung mehr Mitarbeiter und Führungskräfte, die das tatsächliche Geschäft, die Abläufe und die wirtschaftlichen Zusammenhänge wirklich verstehen. Entscheidungen sollten näher am Betrieb und mit deutlich mehr operativer Erfahrung getroffen werden. Weniger theoretische Konzepte und mehr Verständnis für das tägliche Geschäft vor Ort wären dringend notwendig. Besonders kritisch sehe ich den Umgang mit bestehenden vertraglichen Vereinbarungen. Aus meiner Sicht werden Entscheidungen getroffen bzw. Maßnahmen umgesetzt, die mit bestehenden Verträgen nicht vereinbar sind. Das schafft erhebliche Unsicherheit und lässt Zweifel an der Verlässlichkeit der Führung entstehen. Modernisierungs- und Investitionsstau beenden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre leidet unter permanentem Veränderungsdruck, hoher Fluktuation und fehlender Stabilität. In der Zentrale wird vieles professionell dargestellt, während die Realität im operativen Betrieb deutlich anders aussieht.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkt häufig nicht transparent und zu weit von der operativen Realität entfernt. Entscheidungen und Vorgaben aus der Zentrale sind teilweise schwer nachvollziehbar und werden nicht ausreichend mit den tatsächlichen Gegebenheiten im Betrieb abgeglichen.
Kollegenzusammenhalt
Durch die permanente Fluktuation (gerade in der HV) und den häufigen Wechsel von Mitarbeitenden gehen Zusammenhalt, Erfahrung und Wissen verloren. Jeder Wechsel bedeutet erneut Einarbeitung und zusätzliche Belastung.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich gibt es Möglichkeiten für eine akzeptable Work-Life-Balance. Die organisatorischen Probleme und häufigen Veränderungen führen jedoch immer wieder zu zusätzlichem Druck und Belastungen.
Vorgesetztenverhalten
Häufig fehlt die notwendige Nähe zum operativen Geschäft. Entscheidungen wirken teilweise so, als würden sie von Personen getroffen, die die tatsächlichen Abläufe und Herausforderungen vor Ort nicht ausreichend kennen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten durchaus interessant sein. Allerdings werden sie durch veraltete Systeme, unnötige Komplexität und zahlreiche organisatorische Schnittstellen unnötig erschwert.
Gleichberechtigung
Teilweise entsteht der Eindruck, dass nicht Leistung und fachliche Kompetenz, sondern andere Faktoren entscheidend sind. Transparente und nachvollziehbare Strukturen fehlen aus meiner Sicht.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Betrieb werden erfahrene und langjährige Mitarbeiter aus meiner Sicht von der Hauptverwaltung nicht ausreichend geschätzt. Statt deren Erfahrung und Leistung zu nutzen, entsteht zunehmend der Eindruck, dass diese Mitarbeiter eher als Kostenfaktor betrachtet werden. Dadurch gehen wertvolles Wissen, Motivation und letztlich auch wichtige Leistungsträger verloren.
Arbeitsbedingungen
Veraltete Software, eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme und ineffiziente Prozesse erschweren die tägliche Arbeit erheblich. Teilweise wirkt die IT-Landschaft wie aus den 90er-Jahren und ist für moderne Arbeitsabläufe nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig wurden aus meiner Sicht auch in den Betrieben wichtige Investitionen in die Kücheninfrastruktur und die Modernisierung der gastronomischen Bereiche über Jahre verschlafen. Dadurch besteht vielerorts ein erheblicher Modernisierungs- und Investitionsstau. Statt die operative Basis nachhaltig zu stärken, wird häufig an bestehenden Strukturen festgehalten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird vieles positiv dargestellt, im Arbeitsalltag fehlt mir jedoch ein konsequentes und glaubwürdiges Handeln. Gerade beim Umgang mit Mitarbeitenden und vorhandenen Ressourcen sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf.
Gehalt/Benefits
Der Tarifvertrag selbst ist grundsätzlich gut und bietet eine solide Grundlage. Die tatsächliche Vergütungsstruktur empfinde ich jedoch als deutlich ungerecht. Gerade Mitarbeiter in den unteren Tarifgruppen, die im operativen Geschäft täglich eine hohe Belastung tragen, sind teilweise sehr schlecht bezahlt. Gleichzeitig werden in der HV außerhalb des Tarifvertrags deutlich besser vergütet. Dadurch entsteht eine erhebliche Schieflage zwischen den Mitarbeitern im Betrieb und den oberen Ebenen der Hauptverwaltung. Aus meiner Sicht stehen Vergütung, Verantwortung und tatsächliche Leistung dabei teilweise in keinem angemessenen Verhältnis.
Image
Das externe Image und die tatsächliche Situation im operativen Geschäft klaffen aus meiner Sicht deutlich auseinander. Nach außen wirkt das Unternehmen wesentlich professioneller und moderner, als es intern teilweise erlebt wird.
Karriere/Weiterbildung
Karriere und Weiterentwicklung sind aus meiner Sicht schwierig. Durch die hohe Fluktuation und den Verlust von Fachwissen fehlt es zunehmend an klaren fachlichen Strukturen und erfahrenen Ansprechpartnern.

