Personelle Engpässe im Pflegealltag.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der starke Zusammenhalt im Team war für mich der größte Pluspunkt. Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt und trotz der hohen Arbeitsbelastung gemeinsam versucht, eine gute Versorgung der Bewohner sicherzustellen. Positiv waren außerdem die angebotenen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
„Die Personalsituation war dauerhaft stark überlastet (zeitweise zwei Pflegekräfte für ca. 30 Bewohner). Belastungsanzeigen führten aus meiner Sicht zu keiner spürbaren Veränderung. In diesem Zusammenhang hat mich die Kündigung durch die Arbeitgeberseite letztlich nicht überrascht.
Verbesserungsvorschläge
Eine nachhaltige Verbesserung der Personalsituation sollte oberste Priorität haben. Mitarbeitende sollten mit ihren Sorgen und Überlastungsanzeigen ernst genommen werden und auf Rückmeldungen sowie konkrete Maßnahmen vertrauen können. Eine offene, wertschätzende Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden würde zu einem besseren Arbeitsklima beitragen. Gute Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind bereits vorhanden – nun sollten auch die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass Mitarbeitende langfristig gesund und motiviert im Beruf bleiben können.
Der Ton macht die Musik.
Arbeitsatmosphäre
Das Team war sehr kollegial und der Zusammenhalt hervorragend. Dennoch führte die dauerhafte personelle Besetzung dazu, dass wir – trotz möglicherweise eingehaltenem Personalschlüssel – häufig an unsere Belastungsgrenzen kamen. Zu zweit für etwa 30 Bewohner zu arbeiten, ließ aus meiner Sicht wenig Raum, allen Bewohnern die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdient hätten.
Vorgesetztenverhalten
Die Kommunikation seitens der Führungskräfte empfand ich als unzureichend. Hinweise auf die hohe Arbeitsbelastung – unter anderem durch meine Überlastungsanzeige – führten aus meiner Sicht zu keiner erkennbaren Verbesserung oder Rückmeldung.
Arbeitsbedingungen
Die personellen Ressourcen empfand ich
im Verhältnis zur Arbeitsbelastung häufig als nicht ausreichend. Die hohe Anzahl an Bewohnern pro Pflegekraft führte regelmäßig zu Zeitdruck und einer hohen körperlichen sowie psychischen Belastung. Das Team hat diese Situation durch einen starken Zusammenhalt bestmöglich aufgefangen.
Image
Während meiner Beschäftigungszeit hatte ich den Eindruck, dass das Image des Arbeitgebers sowohl intern als auch im Austausch mit anderen Pflegekräften eher negativ wahrgenommen wurde. Gründe dafür waren aus meiner Sicht vor allem die anhaltende Personalknappheit, die hohe Arbeitsbelastung und die daraus resultierende Unzufriedenheit vieler Mitarbeitender.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung waren aus meiner Sicht gut. Mitarbeitende wurden bei fachlichen Weiterbildungen unterstützt und es bestanden Entwicklungsmöglichkeiten.

