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Bewertung

Viel Potenzial, aber erhebliche Defizite in Führung und Kommunikation“

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Seniorendomizil Haus Albert in Coburg gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich. Was jedoch fehlt, ist eine erkennbare Wertschätzung und Anerkennung der erworbenen Qualifikationen. Es bleibt vielfach unklar, ob zusätzliche Weiterbildungen tatsächlich berücksichtigt werden und ob Mitarbeitende entsprechend ihrer erweiterten fachlichen Kompetenz eingesetzt werden. Aus meiner Sicht fehlt hier eine klare und transparente Linie.

Arbeitsatmosphäre

Die Führung habe ich als äußerst
unprofessionell und wenig kompetent erlebt. Aus meiner Sicht scheint für die Einrichtungsleitung der persönliche Bezug wichtiger zu sein als Qualifikation und fachliche Kompetenz. Wer ein gutes persönliches Verhältnis zur Leitung pflegt und viel Zeit in ihrem Büro verbringt, scheint sich deutlich mehr erlauben zu können und wird entsprechend bevorzugt. Für mich zeugt das von mangelnder Führungskompetenz, fehlender Objektivität und einem nicht professionellen Umgang mit den Mitarbeitenden.

Image

Das Image der Einrichtung ist aus meiner Sicht sehr schlecht. Gründe dafür sind insbesondere die unprofessionelle Führung, die fehlende Transparenz und Kommunikation, der anhaltende Personalmangel, die hohe Fluktuation sowie der aus meiner Sicht nicht immer wertschätzende Umgang mit Mitarbeitenden und Bewohnern. Diese Probleme prägen meiner Wahrnehmung nach das Bild der Einrichtung nach innen und außen deutlich.

Work-Life-Balance

Eine wirkliche Work-Life-Balance gibt es aus meiner Sicht nicht. Durch den ständigen Personalmangel entsteht eine enorme Arbeitsbelastung, sodass man gefühlt rund um die Uhr einsatzbereit sein könnte. Freizeit und Erholung kommen dabei viel zu kurz.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es grundsätzlich. Was jedoch fehlt, ist eine erkennbare Wertschätzung und Anerkennung der erworbenen Qualifikationen. Es bleibt vielfach unklar, ob zusätzliche Weiterbildungen tatsächlich berücksichtigt werden und ob Mitarbeitende entsprechend ihrer erweiterten fachlichen Kompetenz eingesetzt werden. Aus meiner Sicht fehlt hier eine klare und transparente Linie.

Gehalt/Benefits

Karrieremöglichkeiten sehe ich in dieser Einrichtung praktisch nicht. Aus meiner Sicht zählen für berufliche Weiterentwicklung weniger Qualifikation, Leistung und Engagement, sondern vielmehr persönliche Kontakte und ein gutes Verhältnis zur Einrichtungsleitung. Dadurch entsteht der Eindruck, dass fachlich engagierte Mitarbeitende kaum faire Chancen auf Weiterentwicklung haben. Das Gehalt ist hingegen aus meiner Sicht noch angemessen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein sind aus meiner Sicht kaum erkennbar. Besonders der Umgang mit den Bewohnern lässt meiner Wahrnehmung nach an Wertschätzung und Menschlichkeit vermissen. Die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der Bewohner sollten deutlich stärker im Mittelpunkt stehen. Auch gegenüber den Mitarbeitenden fehlt es aus meiner Sicht an sozialer Verantwortung und einem respektvollen Umgang.

Kollegenzusammenhalt

Der kollegiale Zusammenhalt war tatsächlich gut – insbesondere mit den wenigen Mitarbeitenden, die noch geblieben sind. Je nachdem, wer im Dienst war, konnte man sich aufeinander verlassen und gegenseitig unterstützen. Leider sind von den ursprünglich vorhandenen Mitarbeitenden nur noch sehr wenige übrig geblieben. Die hohe Fluktuation ist aus meiner Sicht ein deutliches Zeichen dafür, dass sich in der Führung und den Arbeitsbedingungen grundlegend etwas ändern müsste.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleginnen ist aus meiner Sicht ebenfalls enttäuschend. Ihre Erfahrung und langjährige Mitarbeit werden meiner Wahrnehmung nach wenig wertgeschätzt. Zudem sind inzwischen nur noch sehr wenige langjährige Kolleginnen geblieben.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten kann ich
aus meiner Sicht nicht als professionelles Führungsverhalten bezeichnen. Bei
wichtigen oder kritischen Fragen wird häufig ausgewichen, anstatt klare und nachvollziehbare Antworten zu geben. Sobald schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen, fehlt es meiner Wahrnehmung nach an klarer Führung und Verantwortungsübernahme. Verantwortung wird stattdessen immer wieder an die Mitarbeitenden weitergegeben .

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsumgebung hat sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Insbesondere die Hygiene hat inzwischen spürbar nachgelassen und entspricht meiner Wahrnehmung nach nicht mehr dem Standard, den man in einer Pflegeeinrichtung erwarten sollte.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Einrichtung war aus meiner Sicht katastrophal. Informationen wurden kaum oder gar nicht an die Mitarbeitenden weitergegeben. Selbst bei wiederholten Besuchen und Kontrollen durch Behörden wurde nach meiner Wahrnehmung nichts transparent kommuniziert. Aus allem wurde ein Geheimnis gemacht. Die hohe Fluktuation unter den Mitarbeitenden spricht aus meiner Sicht ebenfalls für eine erhebliche Schwäche in der Führung und Kommunikation.

Gleichberechtigung

Wie bereits erwähnt, habe ich hier keine echte Gleichberechtigung erlebt. Aus meiner Sicht scheint nicht allein die Qualifikation entscheidend zu sein. Wer ein gutes persönliches Verhältnis zur Leitung pflegt und zu deren engerem Umfeld gehört, scheint deutlich mehr Vorteile und Freiheiten zu haben.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben gibt es aus meiner Sicht kaum. Der Pflegeberuf an sich interessiert mich sehr, aber nicht unter den Bedingungen dieser Einrichtung. Vieles hat für mich wenig mit professioneller Pflege zu tun und ist von Personalmangel, organisatorischen Problemen und fehlender Führung geprägt.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.