Ihr Unternehmen?

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comprisma 
GmbH
Bewertung

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Meine Ausbildungszeit bei comprisma

3,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 für dieses Unternehmen in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einblicke in viele Bereiche. Die Arbeit mit vielfältigen Kunden sorgt für Abwechslung und immer neue Herausforderungen. Wer spezielles Equipment braucht, konnte es auf Wunsch bekommen, viel Teamarbeit.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Arbeitsklima war durch einen scharfen Umgangston geprägt, in dem respektvolle Kommunikation fehlte. Konflikte wurden nicht konstruktiv gelöst, sondern eskalierten, manchmal begleitet von abwertenden Kommentaren und unangemessenen Formulierungen. Es gab fragwürdige Einschränkungen, wie das Verbot, in meinem Dialekt zu sprechen. Diese Gesamtdynamik führte zu einer dauerhaft angespannten Atmosphäre und persönlichem Unwohlsein.

Verbesserungsvorschläge

Ein deutlich größeres Verständnis für Auszubildende, ein respektvoller Umgang ohne lautstarkes Anschreien und eine Kommunikation auf Augenhöhe. Probleme sollten in offenen, sachlichen Gesprächen mit allen Beteiligten geklärt werden, anstatt durch verdeckte Befragungen. Fehler sollten nicht als Anlass für Schuldzuweisungen dienen, sondern gemeinsam analysiert werden.

Arbeitsatmosphäre

Sehr abhängig von Workload und Stimmung des Chefs. Vermeintliche Kleinigkeiten konnten eine Flut an Streitigkeiten auslösen und ich hatte mich meist zurückgenommen, um die Stimmung nicht kippen zu lassen. Die Stimmung war selten ausgelassen und man hatte ein allgemeines Spannungsgefühl in den 2,5 Jahren.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war gut. Wir hatten eine 4-Tage-Woche und konnten so den freien Freitag genießen. Nur bei Krankmeldungen wurde manchmal unverständlich reagiert.

Karriere/Weiterbildung

Man bekam immer die Chance auf Weiterbildung und Workshops.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war durchschnittlich und man hatte jedes Jahr die Chance auf eine Erhöhung. Nach der Ausbildung war bei mir der Einstieg allerdings sehr unfair angesetzt.

Kollegenzusammenhalt

Die damaligen Kollegen haben immer zusammengehalten. Ohne diesen Zusammenhalt und die gegenseitige Bestätigung, was eigentlich falsch läuft, hätten wir vermutlich nicht so lange ausgehalten. Man hat sich immer fair unterstützt und versucht Probleme anzusprechen.

Umgang mit älteren Kollegen

Wir waren eigentlich immer ein junges Team.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten im Unternehmen war in vielen Situationen sehr problematisch. Eine Praktikantin wurde derart schlecht behandelt, dass sie weinend das Büro verließ. Im damaligen Büro in Sendling wurde einmal so laut geschrien, dass die Nachbarn an die Tür klopften, um nachzufragen, ob alles in Ordnung sei. In meinen ersten Wochen bei comprisma wurde uns morgens wortlos die Hundeleine zugeworfen mit der Anweisung, den Hund auszuführen, während die Tür hinter uns zugeschlagen wurde. Auch der zwischenmenschliche Umgang war oft nicht nett. Mir wurde untersagt, in meinem Dialekt zu sprechen und lautes Anschreien kam öfter vor. Wenn man für Kollegen in ähnlichen Situationen einstand, kam es zu schlimmen Auseinandersetzungen. Auf der anderen Seite wurden viele Workshops und Lehrgänge angeboten, coole Weihnachtsfeiern, entspanntes Mittagessen zusammen. Das gab mir eher das Gefühl, dass das als Ausgleich zum bedrückenden Umgang im Arbeitsalltag diente.

Arbeitsbedingungen

Wir hatten alle eine gute Ausstattung und konnten immer ansprechen, falls wir was neues brauchten.

Kommunikation

Die Kommunikation war ok, aber oft hatte ich das Gefühl, keine klaren Anweisungen bekommen zu haben. Es wurde erwartet, dass ich gegebene Aufgabenstellungen, Kundenbriefings, Recherchen oder die Arbeit von Kollegen stets hinterfrage. Viele Teile von Aufgaben und Briefings musste ich mir also selbst erschließen. Kam man deshalb auf eine andere Lösung, wurde mir aber das Gefühl vermittelt, falsch zu arbeiten.

Gleichberechtigung

Hier hatte jeder die selben Chancen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgabenbereiche und Kunden waren fast alle wirklich sehr interessant. In der Zeit habe ich auch viel gelernt und bekam die Chance, auf Business-Reisen/Kongresse zu fahren. Ich konnte mich designtechnisch ausleben und habe viel über Texten, Programme und wirklich wichtige Dinge für meinen Job gelernt. Leider kam es bei Teamarbeiten nicht selten zu lauten Diskussionen oder Auseinandersetzungen bis hin zum direkten Abbruch von Besprechungen.


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Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Björn Berensmann, Geschäftsführer
Björn BerensmannGeschäftsführer

Liebe Ex-Kollegin,


schade, dass du deine Zeit bei uns offenbar so negativ in Erinnerung behältst – vor allem, weil wir gerade in deinem Fall sehr viel investiert haben: In gute Rahmenbedingungen, persönliche Rücksichtnahme, ehrliches Feedback, viele zugedrückte Augen und einen fairen und wertschätzdenden Umgang miteinander. Alles oft leider sehr einseitig.


Besonders traurig ist das, weil gerade mir als Chef das Miteinander im Team ganz besonders am Herzen liegt. Unser Anspruch ist es, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen können – aber eben auch mit dem klaren Anspruch an Eigenverantwortung, Weiterentwicklung und Engagement. Ein Umfeld eben, bei dem es nicht nur um nehmen geht.


Auch deshalb hatten wir dir nach deiner Ausbildung einen strukturierten Entwicklungspfad angeboten: Mit konkreten Zielen, einem klaren Zeitrahmen und der Perspektive, deine (nennen wir sie mal "überraschenden") Vorstellungen hinsichtlich Arbeitszeit, hauptsächlich Homeoffice und Top-Gehalt auf Manager-Niveau mit entsprechender Leistung zu untermauern. Du hast diesem Weg im Gespräch zugestimmt und sogar darum gebeten, deine Stelle nicht neu auszuschreiben – um dich kurz vor Ausbildungsende dann doch überraschend für etwas anderes entschieden. Das war menschlich enttäuschend, vor allem, weil wir dir wie üblich geglaubt und vertraut haben.


Dass du unsere Benefits, das faire Gehalt, unsere offenen Türen und unsere vielen Bemühungen um ein gutes Miteinander offenbar nicht wahrgenommen hast (oder anders bewertest) tut uns dennoch sehr leid. Denn genau das sind eigentlich die Dinge, für die wir als Agentur stehen und die viele Kollegen und Kolleginnen bei uns sehr schätzen. Sogar die, die dich angeblich in deinen Ausführungen bestätigt hätten.


Schade, dass du auch hier nun wieder in das bekannte Muster verfällst und ausschließlich anklagst anstatt zu reflektieren.


Ach ja, zum Schluss noch ein kurzer Satz zum angeblichen "Dialektverbot": Ein solches Verbot gab es bei uns nie – wir haben mit dir zusammen sogar einen Fritz-Kalender und eine eigene Social-Media-Kampagne auf Boarisch gemacht. Aber verständlich sprechen, wenn jemand aus Hamburg oder Zürich am anderen Ende der Leitung sitzt? Ja, das finden wir halt einfach höflich. Auch, wenn du das persönlich anders siehst. 😉


Trotzdem wünschen wir dir alles Gute für deinen weiteren Weg.


Björn

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