Kurzes Intermezzo
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die vier-Tage-Woche.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich haberecht schnell gekündigt, da für mich das tägliche Miteinander, die Arbeitsabläufe, Kommunikation und noch vieles mehr auf Dauer untragbar waren. Für mich kommt ein so kleines Unternehmen nie mehr in Frage. Die bereits im Vorfeld befürchtete etwaige fehlende Professionalität hat sich hier, in diesem kleinen Betrieb, meiner Meinung nach, leider bestätigt.) Und falls ihr ne Zusage bekommt und vielleicht noch ne Nacht drüber schlafen wollt: Bloß nicht! Kommt gar nicht gut an! Da kann es schon sein, dass die Entscheidung, euch einzustellen, nochmal überdacht werden könnte. Anmerkung am Rande: In den knapp acht Wochen, die ich da war, haben inklusive mir vier Mitarbeiter gekündigt. Wir sind/waren (im Büro selbst + Chef mitgezählt,) sechs Leute.
Verbesserungsvorschläge
Das ist so viel, dass es den Rahmen sprengen würde.
Arbeitsatmosphäre
Je nach dem wie die Laune ist, geht man auf Eierschalen. Wohlfühlen ist hier Fehlanzeige. Keine wertschätzende Kommunikation.
Image
Das Image stimmt definitiv nicht mit der Realität überein.
Work-Life-Balance
Vier-Tage-Woche gut und schön, aber Überstunden sind Standard. Besonders gerne werden kurz vor Feierabend neue Aufgaben verteilt, Projekte müssen besprochen werden usw. Es sind zwar - offiziell- nur 32 Stunden, aber die gefühlte Belastung war für mich höher.
Karriere/Weiterbildung
Wird angeboten.
Gehalt/Benefits
Für München eine Frechheit! Gehalt kam aber pünktlich und die Monatskarte wird übernommen.
Kollegenzusammenhalt
Man sitzt im selben Boot! Habe tolle Menschen kennengelernt und solche Kollegen kann sich jeder nur wünschen!
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab keine Diskriminierung aufgrund des Alters, aber der tatsächliche Umgang steht auf einem anderen Blatt!
Vorgesetztenverhalten
Ohne Worte! Die Fluktuation spricht Bände...
Arbeitsbedingungen
Da mitten in der City: sehr laut, damals inklusive Baustelle. Laptops/PCs akzeptabel, aber die Luftqualität ist außerordentlich schlecht. Spätestens nach zwei Stunden bekommt man Konzentrationsprobleme. Seit neuestem gibt es aber Klimaanlagen.
Kommunikation
Katastrophal! Arbeitsabläufe werden über den Haufen geworfen, heute machst es du, morgen dann wieder deine Kollegen... Keine klare Strategie, es wird von einer Sache zur nächsten gehüpft, völlig wirr. Trotz immer wiederkehrender Gespräche hat sich nichts geändert. Und immer sind die anderen schuld! Wie oben bereits erwähnt: keine wertschätzende Kommunikation und es wird sich ganz gerne mal im Ton vergriffen! Sprich: man wird persönlich.
Interessante Aufgaben
An der PR-Oberfläche wurde lediglich gekratzt. Ich war hauptsächlich zum Texte schreiben da. Das hat mir Spaß gemacht, keine Frage, aber die Stellenanzeige hat viel versprochen und so gut wie nichts gehalten.
