Ich habe Jahre gegeben – und nur Frust zurückbekommen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Er informiert die Mitarbeitenden immerhin zwei Wochen vor der Kündigungswelle – damit man noch genug Zeit hat, sich zu wundern.“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Jahre investiert, und sobald man nicht mehr dazugehört, merkt man erst, wie freundlich man vorher ignoriert wurde.
Bevor man sich für einen Arbeitgeber entscheidet, sollte man sich gut überlegen, ob der Stress, die ständigen Schichten und die fehlende Wertschätzung die investierte Zeit überhaupt wert sind. Manchmal merkt man erst nach Jahren, dass der ganze Einsatz eher Frust als Erfahrung gebracht hat und dann ist es zu spät, um sich zu wundern.
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Mitarbeiterfeedback einholen, zuhören und ernst nehmen. Nur so lassen sich Probleme erkennen, bevor sie zu Unzufriedenheit und Fluktuation führen.
-Langjährige Mitarbeitende sollten stärker anerkannt und wertgeschätzt werden. Wer über Jahre Zeit, Wissen und Engagement investiert hat, sollte nicht das Gefühl bekommen, austauschbar oder weniger wert zu sein.
- Ehrliches Mitarbeiterfeedback ermöglichen, ohne Angst vor Konsequenzen.
- Zu wissen, dass langjährige Mitarbeitende genauso verdienen wie Neueinsteiger, erzeugt ein starkes Gefühl von Unsicherheit und Frustration. Das Gefühl, dass die eigene Zeit und Erfahrung keinen Unterschied machen, ist belastend.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen fand kaum statt. Wichtige Informationen wurden selten oder gar nicht geteilt, Entscheidungen nicht erklärt und Rückfragen blieben oft unbeantwortet. Das führte zu Frust, Unsicherheit und unnötigen Fehlern.
Die Kommunikation im Unternehmen fand quasi nie statt. Informationen, die man dringend gebraucht hätte, kamen selten oder viel zu spät. Entscheidungen wurden nicht erklärt, Rückfragen blieben meist unbeantwortet – ein echtes Highlight an Transparenz.
Kollegenzusammenhalt
Durch den ständigen Wechsel im Team war Zusammenhalt kaum möglich. Kaum hatte man sich eingearbeitet und Vertrauen aufgebaut, waren die nächsten Kolleginnen und Kollegen schon wieder weg.
Work-Life-Balance
Eine gesunde Work-Life-Balance war fast unmöglich. Ständig wechselnde Schichten innerhalb einer Woche, Urlaubsanträge ohne rechtzeitige Rückmeldung und hohe Krankenstände machten jede Planung zunichte. Statt Lösungen gab es meist nur den Hinweis, dass Erreichbarkeit Vorrang habe.
Vorgesetztenverhalten
KEIN KOMMENTAR!
Gleichberechtigung
......!
Arbeitsbedingungen
Call-Center Niveau
Gehalt/Benefits
Die Vergütung entsprach nicht dem Umfang der Verantwortung und der geleisteten Arbeit. Trotz steigender Anforderungen blieb das Gehalt insgesamt hinter den Erwartungen zurück.
Nicht gerade das Gelbe vom Ei. Und wer nach Jahren immer noch genauso viel verdient wie ein Neuling, bekommt das angenehme Gefühl von Unsicherheit und Austauschbarkeit gleich gratis dazu.
Karriere/Weiterbildung
Selbst nach sechs Jahren im Unternehmen fühlte sich meine Erfahrung nicht wertgeschätzt an. Weiterbildung und Entwicklung blieben aus, während Neueinsteiger oft mehr Bedeutung hatten als langjährige Mitarbeitende.