Das Arbeiten wurde hier weder erfunden noch eingeführt – Low Performance als Standard.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Kontrolle und die fehlenden Konsequenzen bei Untätigkeit bieten den perfekten Freiraum, um in aller Ruhe Bewerbungen zu schreiben und Vorstellungsgespräche während der Dienstzeit zu koordinieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Die aktive Förderung von Low-Performance führt dazu, dass Engagement bestraft wird und die gesamte Arbeitslast auf den wenigen motivierten Schultern hängen bleibt.
• Es fehlen jegliche Konsequenzen für Minderleistung, was die Arbeitsmoral im gesamten Team zerstört und ein Klima der Ungerechtigkeit schafft.
• Die völlige Innovationslosigkeit durch den Kunden im öffentlichen Dienst und die verkrusteten Strukturen verhindern jede Form von Fortschritt oder beruflicher Weiterentwicklung.
Verbesserungsvorschläge
• Leistung, Verantwortlichkeiten und Ziele transparent definieren und regelmäßig nachvollziehbar bewerten.
• Konsequente, faire Maßnahmen bei dauerhaft dokumentierter Minderleistung umsetzen – inklusive arbeitsrechtlich sauberer Trennung, wenn Verbesserungen trotz Unterstützung ausbleiben.
• Engagierte Mitarbeitende sichtbar wertschätzen und Überlastung durch eine gerechtere Aufgabenverteilung vermeiden.
• Kommunikation von Entscheidungen, Prioritäten und Veränderungen deutlich transparenter und verbindlicher gestalten.
• Modernere, innovationsorientierte Arbeitsweisen fördern und Verbesserungsvorschläge aus den Teams tatsächlich umsetzen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist leider sehr belastend. Ein großes Problem ist die interne Kultur, in der Low-Performing nicht nur toleriert, sondern sogar gefördert wird. Während engagierte Mitarbeiter die Extrameile gehen, können sich andere ohne Konsequenzen zurücklehnen. Das sorgt für viel Frust im Team und zieht die allgemeine Motivation massiv nach unten.
Image
Das Image nach außen entspricht leider in keiner Weise der Realität im Inneren. Während man sich nach außen hin professionell präsentiert, prägen Innovationslosigkeit und die aktive Förderung von Low-Performance den Arbeitsalltag. Der Ruf leidet massiv unter der starren Mentalität des öffentlichen Dienstes beim Kunden, was das Unternehmen für echte Leistungsträger und Talente zunehmend unattraktiv macht. Ein moderner Arbeitgeber sieht definitiv anders aus.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist durchschnittlich. Positiv ist, dass man pünktlich Feierabend machen kann, wenn man zu der Gruppe gehört, deren mangelnde Leistung toleriert wird. Für diejenigen, die jedoch die liegengebliebene Arbeit auffangen müssen, entstehen oft Stress und ein höheres Arbeitsaufkommen. Insgesamt gibt es zwar Flexibilität bei den Arbeitszeiten, die faire Verteilung der Belastung fehlt jedoch völlig.
Karriere/Weiterbildung
Echte Aufstiegschancen oder eine gezielte Personalentwicklung sind praktisch nicht vorhanden. Karrierewege wirken oft willkürlich, da Leistung kein entscheidendes Kriterium ist – im Gegenteil, durch die Förderung von Low-Performance werden ambitionierte Mitarbeiter eher ausgebremst als gefördert. In Verbindung mit der fehlenden Innovation beim Kunden im öffentlichen Dienst gibt es kaum Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln oder moderne Skills zu erwerben. Man tritt hier beruflich komplett auf der Stelle.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für die Branche eher unterdurchschnittlich und spiegelt die Verantwortung nicht wider. Besonders frustrierend ist das Gefüge im Hinblick auf die Leistung: Da Low-Performance praktisch gefördert wird oder zumindest die gleichen Bezüge erhält wie Leistungsträger, fehlt jeder finanzielle Anreiz für besonderes Engagement.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In diesem Bereich zeigt sich das Unternehmen von seiner besten Seite. Es wird großen Wert auf Nachhaltigkeit und ein umweltbewusstes Handeln im Büroalltag gelegt. Auch das soziale Engagement ist vorbildlich: Das Unternehmen übernimmt Verantwortung und unterstützt aktiv verschiedene soziale Projekte zur Weihnachtszeit
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen leidet extrem unter der ungleichen Arbeitsverteilung. Da Low-Performing gefördert wird, bleibt die Last der Arbeit an wenigen hängen
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit erfahrenen, langjährigen Kollegen ist vorbildlich. Ihre Expertise wird geschätzt und sie sind voll in die Teams integriert. Es gibt keinerlei Altersdiskriminierung; stattdessen setzt man auf die Beständigkeit und das Wissen der älteren Generation, was eine sehr loyale und stabile Basis schafft.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten wirkt inkonsequent und wenig nachvollziehbar. Wiederholte mangelnde Leistung oder fehlende Übernahme von Verantwortung haben aus meiner Sicht kaum Konsequenzen. Gleichzeitig wird Mehrleistung engagierter Mitarbeitender als selbstverständlich wahrgenommen. Das führt zu Frustration, einer ungleichen Arbeitsverteilung und sinkender Motivation im Team.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen für effizientes Arbeiten sind katastrophal. Da Low-Performance aktiv gefördert wird und Minderleistung keine Konsequenzen hat, sind die Prozesse extrem träge und ineffektiv. Man stößt ständig auf Widerstand, wenn man Dinge vorantreiben möchte, da die Strukturen eher darauf ausgelegt sind, den Status quo der Leistungsschwachen zu schützen, anstatt ein produktives Umfeld für engagierte Mitarbeiter zu schaffen. Im Kontext des Kunden aus dem öffentlichen Dienst zeigt sich hier eine absolute Innovationsverweigerung.
Kommunikation
Die Kommunikation ist oft unklar, widersprüchlich und wenig transparent. Informationen werden zu spät oder gar nicht weitergegeben, während wichtige Entscheidungen nicht nachvollziehbar erläutert werden. Konstruktives Feedback fehlt häufig oder wird uneinheitlich angewendet.
Gleichberechtigung
In diesem Punkt gibt es absolut nichts auszusetzen. Jeder wird unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Hintergrund fair behandelt. Die gleichen Chancen stehen theoretisch jedem offen, und es herrscht eine Kultur des Respekts, in der niemand aufgrund persönlicher Merkmale benachteiligt wird.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenverteilung ist einseitig und wenig inspirierend. Da keine Konsequenzen bei schlechter Leistung gezogen werden, landen anspruchsvolle Projekte immer bei denselben Personen. Hinzu kommt, dass der Kunde im öffentlichen Dienst agiert und hier leider null Innovation bietet. Man arbeitet in verkrusteten Strukturen ohne jeglichen Fortschritt, während das Potenzial motivierter Mitarbeiter durch Routine und Stillstand völlig verpufft.

