Ihr Unternehmen?

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Connox 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zwischen einer guten Brand und schwierigen Veränderungen

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Connox GmbH in Hannover gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Vetternwirtschaft und mehr Entscheidungen nach Kompetenz und Leistung. Gute Ideen der Mitarbeitenden sollten ernst genommen und auch umgesetzt werden. Faire und marktgerechte Gehälter würden zudem deutlich mehr Wertschätzung zeigen.

Die größten bestehenden Probleme sollten konsequent und zeitnah angegangen werden, anstatt ständig neue Baustellen zu eröffnen. Außerdem würde etwas mehr Offenheit für Kritik und weniger Hierarchie aus meiner Sicht viel bewirken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich im Zuge der Veränderungen in der Unternehmensstruktur deutlich verändert. Nach dem Wechsel des ursprünglichen Inhabers wurden vier Unternehmen aus dem Online-Interior-Handel zusammengeführt. Im Zuge dessen kam es zu einem größeren personellen Umbruch, von dem leider viele langjährige und erfahrene Connox-Mitarbeitende betroffen waren.

Bestehende Strukturen und Prozesse wurden teilweise grundlegend verändert oder ausgesetzt. Dabei gingen aus meiner Sicht auch bewährte Abläufe verloren. Die neue Geschäftsführung wirkte in dieser Umbruchphase teilweise selbst noch auf der Suche nach einer klaren Linie.

Durch häufige Veränderungen, wechselnde Verantwortlichkeiten und mehrere Wechsel in Führungspositionen entstand viel Unsicherheit. Für Mitarbeitende war schwer einzuschätzen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt und wie stabil die eigene Position langfristig ist.

Auffällig war zudem die zunehmende Männerdominanz in Führungspositionen. Weibliche Führungskräfte waren vergleichsweise wenig vertreten und einige Frauen in verantwortungsvollen Positionen verließen das Unternehmen im weiteren Verlauf.

Die Zusammenführung der vier unterschiedlich

Kommunikation

Die Kommunikation war aufgrund der zahlreichen und teilweise sehr kurzfristigen Veränderungen nicht immer einfach. Es gab irgendwann mal All-Hands-Meetings (einmal im Monat) in denen unternehmerische Ziele und Veränderungen vorgestellt wurden. Gleichzeitig musste sich die Kommunikation und Zusammenarbeit mit vielen neuen Kolleginnen und Kollegen erst entwickeln.

Zusätzlich wurde Englisch zur Unternehmenssprache. Für einige Mitarbeitende war die Umstellung eine Herausforderung. Auch bei guten Englischkenntnissen entstand teilweise der Eindruck, dass sprachlich bedingte Missverständnisse die Kommunikation erschwerten. Unterstützende Angebote wie regelmäßige Englischkurse oder gezielte Sprachförderungen gab es meines Wissens nicht. Lediglich von einem Zugang zu einer Sprachlern-App habe ich später erfahren.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war innerhalb der ursprünglichen Connox-Belegschaft sehr gut. Auch mit den neu hinzugekommenen Kolleginnen und Kollegen entwickelten sich mit der Zeit persönliche Bindungen und eine gute Zusammenarbeit.

Trotzdem blieb über längere Zeit das Gefühl bestehen, dass man nicht vollständig als ein gemeinsames Team zusammengewachsen war, sondern weiterhin zwischen den unterschiedlichen Unternehmen unterschieden wurde. Besonders im Zuge der Zusammenführung entstand teilweise der Eindruck, dass einzelne Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen sehr dominant auftraten.

Dadurch entstand bei einigen Mitarbeitenden das Gefühl, dass die ursprüngliche Connox-Belegschaft zunehmend an Einfluss und Wertschätzung verlor. Insgesamt war der persönliche Zusammenhalt (Connox) unter den Kolleginnen und Kollegen dennoch eine der positiven Seiten.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war für mich persönlich gut. Durch flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, viel im Homeoffice zu arbeiten, ließ sich der Arbeitsalltag gut mit dem Privatleben vereinbaren. Insgesamt gab es hier aus meiner Sicht ausreichend Flexibilität.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Sicht einer der kritischeren Punkte. Insbesondere bei einigen neu besetzten Führungspositionen entstand der Eindruck von Überforderung und fehlender Führungserfahrung. Teilweise wurden Mitarbeitende in Leitungspositionen eingesetzt, die zuvor noch keine vergleichbare Führungsverantwortung hatten.

Das war für die bestehenden Teams teilweise frustrierend, da Entscheidungen und der Umgang mit Mitarbeitenden nicht immer nachvollziehbar oder einheitlich wirkten. Zudem entstand bei einigen Mitarbeitenden der Eindruck, dass bestimmte Positionen eher aufgrund persönlicher Nähe zur Unternehmensleitung als aufgrund von Führungserfahrung oder fachlicher Eignung besetzt wurden.

Natürlich trifft diese Einschätzung nicht auf alle Führungskräfte zu. Insgesamt fehlte es aus meiner Sicht jedoch teilweise an Erfahrung, Klarheit und professioneller Führung, was zu Frustration und dem Gefühl von Ungleichbehandlung geführt hat.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich, allerdings stark von der jeweiligen Position, Phase und Führungskraft abhängig. Es gab spannende und anspruchsvolle Projekte, aber auch Phasen mit eher eintönigen oder wenig fordernden Aufgaben. Die Arbeitsauslastung war zudem sehr unterschiedlich verteilt.

Mit wechselnden Leads veränderten sich teilweise auch Strukturen und Prioritäten erheblich. Aus meiner Sicht wurden dabei teilweise wichtige Bereiche und bewährte Prozesse nicht ausreichend berücksichtigt. Ausgearbeitete Strukturen wurden teilweise verworfen, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in der Praxis weiterzuentwickeln. Entscheidungen wurden häufig sehr zentral getroffen, wodurch wenig Raum blieb, neue Prozesse oder Projekte auszuprobieren.

Zusätzlich wurde aus meiner Sicht an einigen wichtigen Stellen zu stark gespart. Das führte bei vielen Mitarbeitenden zu Frustration, insbesondere wenn gleichzeitig Aufgaben oder Themen, die für den Online-Handel bzw. einzelne Fachbereiche relevant waren, nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Insgesamt hing die Qualität und der Gestaltungsspielraum der Aufgaben stark davon ab, welche Führungskraft gerade verantwortlich wa

Gleichberechtigung

Ein schwieriges Thema. Wie bereits erwähnt, entstand insbesondere auf Führungsebene der Eindruck einer starken Männerdominanz. In den einzelnen Abteilungen war die Verteilung grundsätzlich ausgewogener, allerdings hing dies stark vom jeweiligen Bereich ab. Insgesamt wirkte die Führungsebene aus meiner Sicht weniger ausgewogen als die Teams auf Abteilungsebene.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu kann ich nicht wirklich viel sagen, da bei Connox überwiegend jüngere bis mittelalte Kolleginnen und Kollegen beschäftigt sind. Ältere Mitarbeitende waren eher selten vertreten, daher kann ich diesen Punkt nicht wirklich beurteilen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt eher durchwachsen. Mit der Zeit wurde es aus meiner Sicht zunehmend mehr Micromanagement, wodurch man sich teilweise sehr kontrolliert gefühlt hat. Auch die Arbeitsgeräte waren teilweise ziemlich veraltet und nicht mehr wirklich zeitgemäß.

Gehalt/Benefits

Beim Thema Gehalt und Benefits gibt es aus meiner Sicht deutlich Luft nach oben. Die Gehälter wirken im Vergleich zu Berufserfahrung und Verantwortung eher unterdurchschnittlich. Auch Gehaltserhöhungen sind nicht selbstverständlich und teilweise schwer durchzusetzen.

Gefühlt wird zudem wenig zwischen Ausbildung, Bachelor, Master oder längerer Unternehmenszugehörigkeit unterschieden. Die vorhandene Berufserfahrung spiegelt sich aus meiner Sicht daher nicht immer angemessen im Gehalt wider.

Bei den Benefits gibt es vor allem das Deutschlandticket und Mitarbeiterrabatte. Weitere attraktive Zusatzleistungen gibt es eigentlich nicht. Auch größere gemeinsame Veranstaltungen, wie es sie früher gab, finden nicht mehr statt. Stattdessen wurde aus meiner Sicht teilweise Geld in Reisen oder Workshops investiert, deren Mehrwert für Mitarbeitende nicht immer erkennbar war.

Insgesamt sehe ich bei Gehalt und Benefits deutlichen Verbesserungsbedarf. Es ist einfach schlimm.

Image

Das Image von Connox ist von außen betrachtet sehr gut. Die Marke ist vielen bekannt und wird von Kunden grundsätzlich sehr geschätzt. Gleichzeitig gab es immer wieder Beschwerden über lange Lieferzeiten und teilweise fehlende bzw. unklare Kommunikation. Dadurch entstand aus meiner Sicht eine gewisse Diskrepanz zwischen der positiven Außenwahrnehmung und den tatsächlichen Kundenerfahrungen.

Karriere/Weiterbildung

Nope.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.