Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen Welten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Professionelles Image
Controlware wirkt nach außen solide und seriös. In der Branche genießt das Unternehmen einen guten Ruf.
Regelmäßige Kommunikation
Es gibt regelmäßige Updates von der Geschäftsführung und Standort-Meetings, die über wichtige Themen informieren.
Einige offene Führungskräfte
Mit bestimmten Vorgesetzten lässt sich gut zusammenarbeiten. Sie unterstützen Teilnahme an Veranstaltungen oder Mitarbeit in Gruppen
Angemessenes Gehalt
Die Vergütung entspricht der Position und den Aufgaben, auch wenn Anpassungen spät umgesetzt wurden.
Formale Arbeitsbedingungen
Ausstattung und Ressourcen für die Aufgaben sind ausreichend vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Trotz einiger positiver Aspekte wie regelmäßiger Kommunikation, angemessenem Gehalt und einzelnen offenen Führungskräften überwiegen für mich die negativen Erfahrungen. Die Arbeitsatmosphäre war angespannt, Kommunikation und Feedbackkultur unzureichend, Aufgaben überwiegend monoton und Entwicklungsmöglichkeiten kaum vorhanden. Auch Flexibilität bei Arbeitszeiten und mobilem Arbeiten fehlte mir weitgehend. Insgesamt habe ich mich als Quereinsteigerin oft außen vor gefühlt und kann das Unternehmen aus meiner Sicht nicht uneingeschränkt empfehlen.
Verbesserungsvorschläge
Offenheit und Feedbackkultur stärken
Mehr Raum für Ideen und Rückmeldungen schaffen, um Eigeninitiative zu fördern und Mitarbeitende stärker einzubinden.
Flexiblere Arbeitsbedingungen
Homeoffice, mobile Arbeit und flexiblere Arbeitszeiten konsequenter ermöglichen, um Work-Life-Balance und Motivation zu erhöhen.
Gezielte Entwicklungsmöglichkeiten anbieten
Karriere- und Weiterentwicklungsperspektiven klarer kommunizieren und individuell fördern, auch für Quereinsteiger und Mitarbeitende in unterstützenden Funktionen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war häufig angespannt. Entscheidungen wurden stark kontrolliert, was Eigenverantwortung und Vertrauen einschränkte. Offenheit im Umgang miteinander war kaum spürbar. Themen, die Zusammenarbeit oder Verbesserung betrafen, blieben oft unausgesprochen. Der Umgangston war korrekt, aber distanziert. Dadurch fehlte das Gefühl von Zusammenhalt und echter Teamkultur.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens war gemischt. Von der Geschäftsführung gab es regelmäßige Updates, ebenso fanden in Berlin regelmäßig Standort-Meetings statt. Die direkte Kommunikation zu mir persönlich war gut. Allerdings wurden Meinungen und Vorschläge häufig wenig akzeptiert, und die Abstimmung zwischen Führung und Team verlief nur mittelmäßig. Dies führte dazu, dass Verbesserungsvorschläge oft nicht umgesetzt wurden und eine echte Feedback-Kultur fehlte.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war eher oberflächlich. Ich persönlich habe mich oft wie ein Fremdkörper gefühlt, da ich als Quereinsteigerin häufig außen vor blieb. Die Integration in bestehende Teams gestaltete sich schwierig, und gemeinsame Unterstützung oder Austausch fanden nur eingeschränkt statt. Es entstand selten das Gefühl von echter Zugehörigkeit.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war stark eingeschränkt. Mobile Arbeit wurde kaum akzeptiert und mir nur nach vorheriger Diskussion einmal pro Woche gewährt. Flexibilität bei den Arbeitszeiten gab es praktisch nicht. Diese starren Regelungen erschwerten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erheblich.
Vorgesetztenverhalten
Durch einen Abteilungswechsel hatte ich zwei verschiedene Vorgesetzte. Die erste Führungskraft wirkte distanziert, herrisch und stark kontrollierend. Mit der zweiten Führungskraft kam ich zwischenmenschlich deutlich besser klar, dennoch fehlte mir hier oft die notwendige Rückendeckung. Insgesamt war das Führungsverhalten uneinheitlich und bot nur eingeschränkt Unterstützung im Arbeitsalltag.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Unternehmen waren überwiegend monoton und wenig abwechslungsreich.
Unter der ersten, eher herrischen Führungskraft stieß meine Motivation und Neugier auf starke Grenzen. Ideen und Initiative wurden nur wenig akzeptiert, was den Einstieg und das Zugehörigkeitsgefühl erschwerte.
Mit der zweiten, offeneren Führungskraft gestaltete sich die Situation deutlich positiver. Ich erhielt die Möglichkeit, Veranstaltungen zu besuchen und mich in einer Arbeitsgruppe einzubringen. Dadurch wurden meine Aufgaben interessanter und ich konnte mehr Verantwortung übernehmen. Insgesamt bot das Unternehmen jedoch nur begrenzt spannende Tätigkeiten.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung im Unternehmen war grundsätzlich gegeben. Allerdings zeigte sich in der Praxis, dass Quereinsteiger oder Mitarbeitende ohne klassische Karrierewege, wie ich, häufig außen vor blieben. Entscheidungen und Möglichkeiten zur Mitgestaltung wurden nicht immer fair verteilt, wodurch bestimmte Gruppen eher bevorzugt behandelt wurden.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen war stark standortabhängig. Am Standort Berlin habe ich überwiegend ein gemischtes Verhalten erlebt. Teilweise wurden Erfahrungen und Beiträge wertgeschätzt, teilweise fehlte jedoch die Anerkennung für langjährige Mitarbeit. Eine einheitliche Kultur im Umgang mit älteren Kollegen war nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren formal in Ordnung, die Ausstattung und Ressourcen für die Aufgaben ausreichend.
Dennoch herrschte im Team häufig eine eiskalte Stimmung. Atmosphäre und Verhalten führten dazu, dass sich Zusammenarbeit und Austausch stark distanziert anfühlten. Eigeninitiative wurde nur begrenzt gefördert, und das Umfeld wirkte wenig unterstützend.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich für meine Position und Aufgaben als angemessen. Von Kollegen habe ich jedoch gehört, dass Controlware Gehaltsanpassungen erst in den letzten Jahren umgesetzt hat. Sozialleistungen waren vorhanden, aber keine herausragenden Angebote. Insgesamt entsprach die Vergütung meinen Erwartungen, bot jedoch wenig Spielraum für zusätzliche Anreize oder Benefits.
Image
Nach außen hin vermittelt Controlware ein solides und professionelles Image, das in der Branche anerkannt ist. Aus meiner Wahrnehmung und den Rückmeldungen von Partnern auf Veranstaltungen wirkt das Unternehmen eher bodenständig, leicht traditionell und nicht sehr agil. Das entspricht vermutlich der etablierten Firmenkultur und ist für die Außenwirkung positiv, zeigt aber zugleich, dass Modernisierungspotenzial besteh
Karriere/Weiterbildung
Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir im Rahmen von Feedback-Gesprächen echte Entwicklungsmöglichkeiten angeboten wurden. Meine Vorschläge oder Interessen wurden kaum aufgegriffen, und es zeigte sich wenig Bereitschaft, mich gezielt zu fördern. Trotz vorhandenen Potenzials für die Geschäftsstelle oder das Unternehmen insgesamt fehlte die Unterstützung und Neugier, meine Weiterentwicklung aktiv zu begleiten.


