Angenehme Arbeitsatmosphäre mit Verbesserungspotenzial bei Flexibilität und Vertrauen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Team ist freundlich, hilfsbereit und offen, was die tägliche Zusammenarbeit sehr positiv macht.
Verbesserungsvorschläge
Eine Reduzierung des Mikromanagements und eine stärkere Ausrichtung auf unternehmerische Ziele und Ergebnisse würden das Unternehmen weiter voranbringen.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt war die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm. Das Team war freundlich und kollegial, und da viele Mitarbeitende als Junioren eingestellt wurden, herrschte eine lockere und offene Stimmung. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht und der Umgang miteinander war respektvoll.
Work-Life-Balance
wenn man private Termine, wie zum Beispiel Arztbesuche, hatte, war es grundsätzlich möglich, die Arbeitszeit flexibel anzupassen. Was ich jedoch als sehr negativ empfunden habe, war der Umgang mit dem Thema Homeoffice. Im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen, bei denen ich Stellenausschreibungen gesehen oder Vorstellungsgespräche geführt habe, bot das Unternehmen lediglich einen Homeoffice-Tag pro Woche an, während vier Tage verpflichtend im Büro verbracht werden mussten. Das empfand ich als wenig zeitgemäß.
Darüber hinaus gab es klare und aus meiner Sicht sehr strenge Regeln:
Der Homeoffice-Tag musste im Kalender fest eingetragen werden.
Änderungen mussten mindestens drei Tage im Voraus mit dem Teamleiter abgestimmt werden.
Bei kurzfristigen Änderungen (weniger als drei Tage vorher) musste sogar der CEO persönlich informiert und um Erlaubnis gebeten werden.
Wenn man sich nicht gut fühlte und lieber von zu Hause arbeiten wollte, musste ebenfalls der CEO oder HR zustimmen. Andernfalls blieb nur die Möglichkeit, sich offiziell krankzumelden.
Vorgesetztenverhalten
Positiv hervorheben möchte ich, dass ich grundsätzlich die Freiheit hatte, neue Technologien vorzuschlagen und fachliche Themen offen anzusprechen. Das habe ich als sehr motivierend empfunden, da eigene Ideen gehört wurden und Innovation nicht grundsätzlich abgelehnt wurde.
Gleichzeitig hatte ich jedoch häufig das Gefühl, dass ich in der konkreten Umsetzung meiner Aufgaben wenig Entscheidungsspielraum hatte. Teilweise wurde weniger das Ergebnis als vielmehr der Weg dorthin bewertet. Ein Beispiel: Während mein Teamleiter im Urlaub war, habe ich eine Aufgabe eigenständig bearbeitet und erfolgreich abgeschlossen – ohne funktionale Probleme. Nach seiner Rückkehr wurde jedoch vor allem mein Lösungsansatz kritisiert mit der Begründung, meine finale Lösung sei „nicht interessant“ für ihn. Diese Rückmeldung empfand ich als irritierend, da das Ergebnis technisch korrekt und funktionsfähig war.
In solchen Situationen hatte ich den Eindruck, dass weniger das Resultat als vielmehr persönliche Präferenzen hinsichtlich des Lösungswegs im Vordergrund standen, was meinen Entscheidungsspielraum teilweise eingeschränkt hat
Arbeitsbedingungen
Das Unternehmen ist relativ klein, und durch die Glaswände in den Büroräumen war es teilweise schwierig, konzentriert zu arbeiten, da man leicht abgelenkt wurde.
In der Stellenausschreibung wurde außerdem erwähnt, dass man nach Arbeitsbeginn seine Möbel selbst auswählen könne. Als ich jedoch nach einem höhenverstellbaren Schreibtisch und einem ergonomischeren Stuhl fragte, wurde mir mitgeteilt, dass ich damit bis zum Ende der Probezeit warten müsse und alle anderen Angestellten haben keine Probleme mit den Stühlen!! Da ich währenddessen regelmäßig Rückenschmerzen hatte, war das für mich sehr belastend und enttäuschend.
Kommunikation
Ich hatte regelmäßige feedback Gespräche und habe konstruktives Feedback zu meiner Leistung erhalten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist angesichts der Berufserfahrung angemessen.