Über viele Jahre ein guter Arbeitgeber – doch Führung braucht mehr als nur einen Titel.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den außergewöhnlich guten Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen. Über viele Jahre durfte ich mit großartigen Menschen zusammenarbeiten, die fachlich und menschlich viel zu bieten haben.
Auch die flexiblen Arbeitsbedingungen, die Work-Life-Balance, die moderne Ausstattung sowie die attraktiven Gehalts- und Zusatzleistungen waren klare Pluspunkte.
Die abwechslungsreichen Kundenprojekte und die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln, haben meine berufliche Entwicklung positiv geprägt.
Für diese Erfahrungen und insbesondere für die vielen wertvollen Begegnungen bin ich dankbar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders kritisch sehe ich die neu eingeführte, aufgeteilte Führungsstruktur. Was auf dem Papier nach klar verteilten Verantwortlichkeiten und moderner Führung aussieht, funktioniert aus meiner Sicht in der Praxis nur bedingt.
Ob Cluster Lead, Teamleiter oder Homebase Lead – mein Eindruck war zunehmend, dass diese Führungspositionen zwar Verantwortung tragen und Entscheidungen kommunizieren müssen, selbst aber kaum über echte Entscheidungsbefugnisse verfügen.
Anstatt eigenständig Entscheidungen zu treffen, ihre Mitarbeitenden zu vertreten oder sich gegenüber übergeordneten Führungsebenen für ihre Teams einzusetzen, werden häufig lediglich Vorgaben von oben weitergereicht. Dadurch entsteht für mich der Eindruck einer Führung, die zwar organisatorisch existiert, aber kaum eigenständig handeln kann.
Besonders problematisch finde ich, dass Führungskräfte aus meiner Sicht zu selten die notwendige Durchsetzungsstärke zeigen, um die Interessen ihrer Mitarbeitenden auch gegenüber ihren eigenen Vorgesetzten zu vertreten.
Führung bedeutet für mich mehr, als Entscheidungen anderer zu übermitteln. Sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Rückgrat zu zeigen, Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und auch einmal für seine Mitarbeitenden einzustehen.
Eine Führungsposition ohne tatsächliche Entscheidungsbefugnis und ohne die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, verliert für mich ihren eigentlichen Sinn.
Hinzu kommt der aus meiner Sicht enttäuschende Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden. Gerade in schwierigen Situationen hätte ich mir mehr Vertrauen, Wertschätzung und einen konstruktiven Dialog gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte wieder stärker den Menschen in den Mittelpunkt stellen und eine Führungskultur fördern, die auf Vertrauen, Wertschätzung und offener Kommunikation basiert.
Besonders im Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden wünsche ich mir mehr Fingerspitzengefühl und einen konstruktiven Dialog. Wer über viele Jahre Engagement, Loyalität und Leistung gezeigt hat, sollte auch in schwierigen Situationen fair und respektvoll behandelt werden.
Führungskräfte sollten stärker darin geschult werden, Konflikte frühzeitig anzusprechen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Ein Unternehmen sollte nicht nur nach außen ein attraktiver Arbeitgeber sein, sondern diese Werte auch intern und insbesondere in herausfordernden Situationen leben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich aus meiner Sicht zunehmend negativ entwickelt. Statt gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung standen zuletzt Kontrolle und Druck im Vordergrund. Besonders enttäuschend ist es, wenn langjährige Leistungen und Engagement plötzlich kaum noch eine Rolle spielen.
Kommunikation
Offene, transparente und wertschätzende Kommunikation habe ich insbesondere in schwierigen Situationen vermisst. Entscheidungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Ich hätte mir gewünscht, dass Probleme frühzeitig und konstruktiv im direkten Gespräch angesprochen werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war für mich über viele Jahre das absolute Highlight. Hilfsbereitschaft, gegenseitige Unterstützung und ein respektvoller Umgang haben die Zusammenarbeit besonders gemacht. Viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich jederzeit wieder zusammenarbeiten würde.
Work-Life-Balance
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben habe ich grundsätzlich als sehr positiv erlebt. Flexible Arbeitsmöglichkeiten haben dabei geholfen, berufliche und familiäre Verpflichtungen gut miteinander zu verbinden. In diesem Bereich kann ich dem Unternehmen ein positives Zeugnis ausstellen.
Vorgesetztenverhalten
Leider einer der größten Kritikpunkte meiner Beschäftigungszeit. Über viele Jahre gezeigtes Engagement, Loyalität und erbrachte Leistungen sollten auch in schwierigen Situationen berücksichtigt werden. Statt auf einen konstruktiven Dialog und gemeinsame Lösungen zu setzen, habe ich zuletzt einen Umgang erlebt, bei dem mir Wertschätzung, Vertrauen und Fingerspitzengefühl gefehlt haben. Besonders enttäuschend war für mich, wie schnell eine langjährige und zuvor gute Zusammenarbeit an Bedeutung verlieren kann.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im ERP-Consulting waren grundsätzlich abwechslungsreich und fachlich anspruchsvoll. Besonders die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kunden und die Umsetzung komplexer Projekte boten viele Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Allerdings gab es auch wiederkehrende Tätigkeiten und organisatorische Herausforderungen, die den Arbeitsalltag teilweise unnötig erschwerten.
Gleichberechtigung
In diesem Bereich habe ich während meiner Beschäftigungszeit überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Hintergründe wurden im kollegialen Miteinander respektiert. Gleichberechtigung und Vielfalt waren für mich im Arbeitsalltag grundsätzlich selbstverständlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren und erfahrenen Kolleginnen und Kollegen war aus meiner Sicht stets respektvoll und wertschätzend. Besonders positiv fand ich, dass langjährige Erfahrung und Fachwissen im Team geschätzt wurden. Der Austausch zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitern hat die Zusammenarbeit bereichert.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt sehr gut. Moderne technische Ausstattung, flexible Arbeitsmodelle und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten haben einen angenehmen und produktiven Arbeitsalltag ermöglicht. Auch die Büroausstattung und die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel waren auf einem guten Niveau. In diesem Bereich hat das Unternehmen vieles richtig gemacht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen vermittelt ein positives Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Besonders die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens und digitale Prozesse tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen. Auch das soziale Miteinander und verschiedene Initiativen innerhalb des Unternehmens habe ich grundsätzlich positiv wahrgenommen.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung und die angebotenen Benefits waren aus meiner Sicht sehr gut. Neben einem attraktiven Gehalt bot das Unternehmen zusätzliche Leistungen, die das Gesamtpaket besonders interessant machten. Auch die Möglichkeit eines Firmenwagens und die flexiblen Arbeitsbedingungen waren klare Pluspunkte. In diesem Bereich kann ich das Unternehmen uneingeschränkt positiv bewerten.
Image
COSMO CONSULT genießt in der ERP- und Microsoft-Dynamics-Branche einen guten Ruf und ist als Unternehmen professionell aufgestellt. Die Marke steht für Fachkompetenz, Digitalisierung und innovative Lösungen. Allerdings sollte sich das positive Image nach außen auch konsequent im internen Umgang mit Mitarbeitenden widerspiegeln. Hier sehe ich insbesondere im Führungsverhalten noch Verbesserungspotenzial.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich bietet das Unternehmen gute Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln und wertvolle Erfahrungen in unterschiedlichen Projekten zu sammeln. Insbesondere im Microsoft-Dynamics-Umfeld kann man viel lernen. Allerdings habe ich die individuellen Karriereperspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten nicht immer als ausreichend transparent und strukturiert empfunden.


