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CP/COMPARTNER 
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GmbH
Bewertung

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Veralteter Führungsstil, Mangel an Vertrauen und bescheidene Entwicklungschancen torpedieren die positive Kollegialität

3,3
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei CP / COMPARTNER Agentur für Kommunikation GmbH in Essen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das kollegiale Umfeld ist geprägt von gegenseitiger Höflichkeit, Freundlichkeit und Respekt – die meisten Kollegen schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Die Dachterrasse bietet einen attraktiven Rückzugsraum und ermöglicht konzentriertes sowie erholsames Arbeiten besonders während der wärmeren Jahreszeiten. Die Arbeitgeber stellt umfassend Kaffeemaschine und einen Obstkorb zur Verfügung – ein praktisches und wertschätzendes Angebot. Darüber hinaus finden regelmäßige Sommer- und Weihnachtsfeiern statt, die den Teamzusammenhalt fördern und ein Gefühl der Betriebszugehörigkeit vermitteln.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Konstellation der Leistungserfassung und Aufwandfreigaben erzeugt strukturelle Ineffizienzen und führt zu widersprüchlichen Erwartungen – Mitarbeitende sollen gleichzeitig externe Stunden maximieren und interne Zeiten minimieren, während Aufwandfreigaben oft ausstehen und Wartezeiten entstehen. Der Mangel an Vertrauen spiegelt sich in hierarchischen Entscheidungsstrukturen wider, in denen Vorgaben nicht diskutiert werden können und Mitarbeitende in ihrer Autonomie eingeschränkt sind. Die Anwesenheitspflicht von 50 Prozent für Tätigkeiten, die vollständig am Computer stattfinden, ist nicht nachvollziehbar – sie widerspricht modernen Arbeitsmodellen und wird ohne Berücksichtigung von Krankheit, Urlaub oder Teilzeitarrangements durchgesetzt.

Verbesserungsvorschläge

Leistungserfassung & Aufwandmanagement:

Das System der Leistungserfassung stellt ein erhebliches strukturelles Problem dar. Die Agentur verlangt, Arbeitsstunden primär auf externe Kundenprojekte zu buchen und interne Zeiten zu minimieren. Gleichzeitig sind die abgestimmten Stundenbudgets mit Kunden fest definiert – zusätzliche Stunden erfordern eine Freigabe durch das Projektmanagement. Während dieser Abstimmungsprozesse entstehen Wartezeiten, in denen dennoch acht Stunden pro Tag zu buchen sind. Operative Mitarbeitende geraten dadurch in einen Teufelskreis: Ohne Aufwandfreigabe müssen Stunden intern gebucht werden, was später zu Kritik führt – obwohl parallel von ihnen erwartet wird, proaktiv bei Kunden um Mehraufwand zu verhandeln. Hinzu kommt, dass nicht alle Projektmanager diese Freigaben konsistent erteilen, wodurch operative Mitarbeitende faktisch die Rolle des Projektmanagements übernehmen müssen. Die Zeit, die für diese Abstimmungsgespräche mit Kunden aufgewendet wird, soll nicht mehr als 30 Minuten intern gebucht werden – eine unrealistische Vorgabe angesichts der durchschnittlichen Kommunikationsdauer. Das System führt zu konstanter mentaler Belastung und Planungsunsicherheit.

Empfehlung: Klare Verantwortlichkeiten zwischen PM und operativen Teams definieren, Aufwandfreigabeprozesse standardisieren, und realistische Zeitpuffer für Kundenabstimmungen in der Leistungserfassung vorsehen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist stark teamabhängig. Generell wird das Betriebsklima von hierarchischen Strukturen geprägt, in denen Vorgaben der Geschäftsleitung ohne Diskussionsspielraum umgesetzt werden müssen.

Work-Life-Balance

Ein flexibler Home-Office-Tag ist etabliert; ein zweiter Tag benötigt Begründung und wird in der Praxis durch das teamintterne Vertrauensverhältnis handhabbar geregelt. Gleitzeittage werden kulturell skeptisch bewertet, obwohl Überstunden entstehen – die Erwartung lautet, diese präventiv zu reduzieren oder gar nicht aufzubauen. Faktisch ist dies in projektabhängigen Phasen nicht umsetzbar.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsstruktur ist intransparent – Kollegen in derselben Position verdienen teilweise bis zu 1.000 Euro mehr, ohne dass die Differenzierungskriterien klar sind. Gehaltsanpassungen erfolgen nicht proaktiv; sie erfordern aktive Anfrage sowie die Übernahme zusätzlicher Aufgaben und Verantwortung. Qualitätsverbesserungen und Optimierungen führen nicht automatisch zu einer Gehaltsanpassung, und lange Betriebszugehörigkeit wird nicht entsprechend berücksichtigt. Das Engagement für berufliche Entwicklung variiert stark – während einige kontinuierlich wachsen, zeigen andere nach Jahren in ihrer Position keine Entwicklungsmotivation.

Kollegenzusammenhalt

Super. Sie sind das Highlight der Agentur. Sie halten uns am Leben sozusagen

Vorgesetztenverhalten

Das Führungsverhalten ist teamabhängig sehr unterschiedlich. Im eigenen Team zeigt sich hohe Zuverlässigkeit und eine offene, freundliche Zusammenarbeit.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung ist ungleich verteilt – einige Mitarbeitende verfügen über höhenverstellbare Schreibtische und größere Monitore, andere nicht – ohne nachvollziehbare Kriterien. Positiv hervorzuheben ist die Terrasse, die einen attraktiven Arbeitsraum besonders in Frühling und Sommer bietet. Zudem werden Obstkorb, Kaffeemaschine und vielfältige Getränkeauswahl zur Verfügung gestellt.

Kommunikation

Direktiven der Geschäftsleitung werden nicht diskutiert – die Umsetzung erfolgt ohne Beteiligungsmöglichkeiten. Die Einführung von täglichen Meetings statt wöchentlicher führte zu empfundenen Effizienzeinbußen, besonders bei größeren Teams, wo Teilnehmer überwiegend als passive Zuhörer fungieren. Die Regelung einer 50-prozentigen Präsenzquote pro Team wird unabhängig von Krankheit, Urlaub oder Teilzeitarrangements durchgesetzt – dies führt zu praktischen Umsetzungsproblemen. Teamleiter verweisen bei Bedenken auf Vorgaben der Geschäftsleitung, wodurch wenig Raum für lösungsorientierte Dialoge entsteht.

Gleichberechtigung

Egal wer du bist, fühlt man sich wohl und herzlich aufgenommen

Interessante Aufgaben

Das Projektmanagement verfügt über begrenzte Marktkenntnisse und fehlendes technisches Know-how – dies führt zu einer eingeschränkten Fähigkeit, Kundenbedarf zu antizipieren oder innovative Potenziale zu erschließen. Die Agentur ist stark auf ÖPNV spezialisiert und diversifiziert wenig in andere Geschäftsfelder, was den Raum für Projekte außerhalb dieser Kernkompetenz begrenzt. Persönlich wurden in den letzten Monaten wenige interessante, Fachentwicklung vorantreibende Aufgaben zugewiesen.


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Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Claudia Hrovat, HR Leitung
Claudia HrovatHR Leitung

Liebe:r Mitarbeiter:in,
vielen Dank für deine Bewertung. Wir freuen uns, dass du dich bei CP/COMPARTNER wohlfühlst und uns als Arbeitgeber weiterempfliehlst.
Dennoch scheint es auch einige Themen insbesondere in der Arbeitsorganisation zu geben, über die es sich zu sprechen lohnen würde. Jederzeit gern!
Viele Grüße,
Claudia

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.