Zum Abschluss dann leider mit gemischtem Gefühlen...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der kollegiale Zusammenhalt war besonders in früheren Jahren eine große Stärke. Viele engagierte Mitarbeitende haben mit großem Einsatz zusammengearbeitet und viel erreicht. Im Laufe der Zeit sind jedoch einige prägende Persönlichkeiten und Mitgestalter der Produkte nicht mehr im Unternehmen tätig, was aus meiner Sicht spürbar war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass sich bestimmte strukturelle Muster wiederholen und aus vergangenen Entwicklungen nicht ausreichend gelernt wird. Die Zugehörigkeit zu einer größeren Firmengruppe brachte Veränderungen mit sich, bei denen ich mir teilweise ein tieferes Verständnis für das operative Geschäft gewünscht hätte.
Verbesserungsvorschläge
Für mich sind das keine reinen Verbesserungsvorschläge, sondern zentrale Voraussetzungen für eine stabile und zukunftsfähige Ausrichtung.
- Wieder mehr Dezentralisierung und stärkere Fokussierung auf die Kernbranche.
- Fachliche Besonderheiten der betreuten Branchen stärker berücksichtigen.
- Auf Sorgen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit personellen Veränderungen aktiv und konkret eingehen, anstatt primär auf symbolische Maßnahmen oder Veranstaltungen zu verweisen.
- Maßnahmen zur langfristigen Bindung von Fachkräften priorisieren.
Arbeitsatmosphäre
Auf persönlicher Ebene gab es am Standort aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Der Umgang untereinander war meistens respektvoll bis freundschaftlich.
Kommunikation
Kommunikation fand statt, wirkte jedoch häufig eher wie eine Bekanntgabe fertiger Entscheidungen statt einer echten Einbindung. Teilweise wurde sehr transparent kommuniziert, teilweise leider kaum.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt in den Teams war überwiegend gut. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich gegenseitig unterstützt und als Team funktioniert.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich war die Work-Life-Balance in Ordnung.
Vorgesetztenverhalten
Durch eine starke Zentralisierung waren Führungskräfte teilweise für mehrere Standorte gleichzeitig zuständig. Aus meiner Sicht blieb dadurch im Alltag weniger Raum für echte Teamführung und persönliche Begleitung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren insgesamt spannend und fachlich anspruchsvoll. Prozesse und Technologien wirkten jedoch stellenweise nicht mehr ganz zeitgemäß.
Gleichberechtigung
Innerhalb der Teams habe ich Gleichberechtigung erlebt. Teamübergreifend hatte ich jedoch den Eindruck, dass es Unterschiede in Privilegien und Behandlung gab.
Umgang mit älteren Kollegen
Ein Punkt, der mich persönlich besonders beschäftigt: Ich hatte teilweise das Gefühl, dass langjährige und ältere Mitarbeitende nicht immer den Stellenwert hatten, den ihre Erfahrung und ihr Einsatz verdient hätten.
Arbeitsbedingungen
Die grundlegende Ausstattung war vorhanden. Insgesamt war es funktional, aber ohne besondere Attraktivität. Zusatzleistungen empfand ich als eher überschaubar.
In Bereichen wie Service und Entwicklung habe ich den Workload als sehr hoch erlebt. Mein Eindruck war, dass die angespannte Situation aber auf fehlende Fachkräfte zurückgeht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht mit allen Mitarbeitenden wurde fair und wertschätzend umgegangen.
Gehalt/Benefits
Mein Eindruck war, dass neue oder zurückgewonnene Mitarbeitende teilweise attraktivere Konditionen erhielten, was aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbar sein mag. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass langjährige Mitarbeitende mit hoher Arbeitslast nicht immer im gleichen Maß berücksichtigt wurden.
Image
Im Kundenkontakt war es aus meiner Sicht zunehmend herausfordernd, das Unternehmen positiv zu vertreten. Eine nachhaltige Verbesserung der Außenwahrnehmung konnte ich persönlich nicht erkennen.
Es gab Bemühungen, das Image beispielsweise über Social-Media-Aktivitäten oder Kundenveranstaltungen zu stärken. Mein Eindruck war jedoch, dass diese Maßnahmen nicht immer von entsprechenden strukturellen oder inhaltlichen Veränderungen begleitet wurden.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich waren Weiterbildungen möglich. Einige strategisch wichtige Themen kamen aus meiner Sicht jedoch relativ spät.