Potenzial ist vorhanden
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt dort tatsächlich noch eine Kernarbeitszeit.
Home-Office ist in vielen Positionen für 1-2 Tage pro Woche möglich, allerdings laut BV nur im abschließbaren, nicht abhör- oder einsehbaren eigenen Arbeitszimmer am Erstwohnsitz.
Wird in manchen Teams anders gehandhabt aber man ist hier sehr abhängig vom Vorgesetzten. Gendern nicht nötig, da es derzeit keine weiblichen Vorgesetzten gibt.
Bei diesen Punkten ist man leider nicht sonderlich modern und durch kaum vorhandene Flexibilität nicht sehr arbeitnehmerfreundlich.
Verbesserungsvorschläge
Viel Verbesserungspotential im Bereich Betriebsklima.
Wenn hier von oben ein anderer Stil vorgelebt würde, wären sehr leichte Verbesserungen möglich und die Tendenz zum Greenwashing würde weniger werden.
Arbeitsatmosphäre
Die amerikanische Konzernmutter kennt für alle Probleme eigentlich nur eine Lösung: Mehr Druck! Das führt leider dazu, dass viele Mitarbeiter sehr darauf bedacht sind, ihren eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, was dem Miteinander nicht förderlich ist. Verstärkt wurde das durch den (mittlerweile ehemaligen) Chef der einen Hälfte des Standortes. Seit diese Position vakant ist, hat sich die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessert. Potenzial ist also definitiv da. Spannend wird sein, was passiert, wenn die Stelle neu besetzt wird.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Besprechungen, in denen alle Mitarbeiter über aktuelle Themen und die finanzielle Situation aufgeklärt werden. Anschließend gibt es Mittagessen auf Firmenkosten.
Kollegenzusammenhalt
Sehr stark von den jeweiligen Mitarbeiter/innen abhängig. Eine gewisse Vorsicht ist am Anfang sicher hilfreich. Man bekommt dann aber schnell mit, auf wen man sich verlassen kann.
Work-Life-Balance
Gut für die einfachen Mitarbeiter. Im (erweiterten) Management werden dagegen von den meisten sehr viele Stunden erwartet und vorgelebt.
Grundsätzlich haben alle eine 40-Stunden-Woche.
Vorgesetztenverhalten
Sehr große Bandbreite.
Interessante Aufgaben
Positionsabhängig. Insgesamt verlangen die Prozesse des Konzerns relativ viel an Berichten für die Konzernspitze.
Arbeitsbedingungen
Tipp: Fragen Sie im Bewerbungsgespräch mal danach, seit wann das aktuell eingesetzte ERP-System vom Entwickler schon nicht mehr supported wird. Zu SAP gibt es sicherlich auch viele Meinungen aber hier wird noch einer der Vor-Vor-Vorgänger eingesetzt. Was in der Praxis bedeutet, dass sich alle Workarounds in Excel erstellen.
Ansonsten ganz okay.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein sehr gut. Es werden regelmäßig (ca. monatlich) Aktivitäten angeboten wie das Mitmachen beim Rhein-Cleanup oder Gartenarbeit im Seniorenheim. Mindestens eine Teilnahme im Jahr wird erwartet und die Zeit zählt als Arbeitszeit. Hier könnten sich einige andere Unternehmen noch eine Scheibe abschneiden.
Umweltbewusstsein nicht sonderlich ausgeprägt. Keine E-Dienstwagen aber ansonsten ist mir nichts negativ aufgefallen. Allerdings ist die Umwelt allgemein eher gar kein Thema.
Gehalt/Benefits
Sehr überdurchschnittliche Gehälter in den einfacheren Positionen, durchschnittlich in den höheren Positionen.
Image
Image der Produkte ist sehr gut. Meinung der Mitarbeitenden von der eigenen Firma eher mäßig.