Große Erwartungen, enttäuschende Realität
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war überwiegend von Unsicherheit, hohem Druck und häufigen Veränderungen geprägt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war in Phasen hoher operativer Belastung eingeschränkt. Planbarkeit war durch wechselnde Prioritäten und Prozesse nicht immer gegeben. Das Mobile Arbeiten wurde zuerst zugesagt, dann wieder gestrichen. Sollte man aus privaten oder familiären Gründen einen Termin haben wurde dieser vom mittlerem Management immer hinterfragt und nicht bestätigt oder mit unklaren Kommentaren behaftet. Das Wort Work wurde bei Crane neu definiert und bestand aus einem 10-12 Stunden Tag. Termine mit Crane USA wurden häufig um 18/19 Uhr gelegt und intern wurde man dazu gedrängt an diesen Terminen verpflichtend teilzunehmen.
Karriere/Weiterbildung
Keine Weiterbildung im Standort Hamburg möglich
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde fast pünktlich zum Monatsende gezahlt. Von einer Bonuszahlung war immer die Rede - leider wurde diese nie ausgezahlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das soziale Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitern war aus meiner Sicht deutlich verbesserungswürdig. In herausfordernden Situationen standen betriebliche Ziele erkennbar im Vordergrund, während Unterstützung, Wertschätzung und Fürsorge gegenüber den Beschäftigten nur begrenzt wahrnehmbar waren. Dies hat mein Vertrauen in die Unternehmenskultur nachhaltig beeinträchtigt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war einer der wenigen positiven Aspekte und half dabei, die täglichen Herausforderungen zu bewältigen.
Gerade diverse Gespräche unter den Kollegen:innen hat die belastende Situation welche vom Managing Director ausging zu bestätigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen gibt es nicht mehr bzw. wurden gegangen.
Vorgesetztenverhalten
Im Zuge von Führungswechseln und neuen Managementstrukturen kam es zu deutlichen Veränderungen in Führung und Prozesssteuerung. Dies führte zu erhöhtem Abstimmungsbedarf und teilweise schwierigen Rahmenbedingungen für das Team. Der neue Managing Direktor verteilte Abmahnungen am Abreis-Block, welche in keinem Zusammenhang zum deutschen Arbeitsgesetz standen.
Arbeitsbedingungen
Die Rahmenbedingungen waren stark durch operative Anforderungen und strukturelle Veränderungen geprägt, was sich auf die Stabilität der Abläufe ausgewirkt hat.
Kommunikation
Entscheidungen und Prozessänderungen wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend kommuniziert. Transparenz und Nachvollziehbarkeit fehlten häufig. Eine Kommunikation auf "Augen Höhe" war leider fehl am Platz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im internationalen Logistikumfeld waren grundsätzlich vielseitig, wurden jedoch durch häufige Prozessänderungen teilweise erschwert. Der Bereich Führung von Mitarbeiter wurde durch die Führungskräfte in Eigenverantwortung neu definiert.
