Hoffnungsvoll gestartet, ernüchtert gegangen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Definitiv das Team – der Zusammenhalt und die Stimmung unter den KollegInnen haben den Arbeitsalltag oft richtig angenehm gemacht. Außerdem hatte man grundsätzlich viele Freiheiten, solange man seine Aufgaben ordentlich erledigt hat. Dieses Vertrauen in die eigene Arbeitsweise fand ich sehr positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass so viel Wert auf die Jobquote gelegt wird, fand ich ziemlich fragwürdig. Wenn man genauer hinschaut, sagt diese Kennzahl nicht wirklich viel über die Qualität der Arbeit aus. Hauptsache, die Zeit ist „verplant“ – ob das dann auch sinnvoll oder zielführend ist, spielt scheinbar keine Rolle. Ich finde: Lieber etwas weniger Quote, dafür aber bessere Ergebnisse. Natürlich braucht es gewisse Auslastungen, keine Frage – aber sie als alleinigen Maßstab für gute oder schlechte Arbeit zu nehmen, ergibt für mich keinen Sinn.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlichere und direktere Kommunikation wäre ein großer Schritt nach vorn – sowohl im Alltag als auch bei kritischen Themen. Auch die Agentur selbst könnte ein kleines „Make-over“ vertragen: moderne Ausstattung, mehr Fokus auf ergonomisches Arbeiten und ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt.
KI ist ohne Frage ein wichtiges Thema, aber dabei sollte die Authentizität nicht auf der Strecke bleiben – echte Kommunikation und echtes Interesse am Team zählen immer noch.
Fehler einzugestehen, sich selbst kritisch zu hinterfragen und nicht immer nur nach außen zu glänzen, würde viel bewirken. Und zu guter Letzt: faire Bezahlung für gute Arbeit – klingt simpel, macht aber einen riesigen Unterschied.
Arbeitsatmosphäre
Ich bin eigentlich immer gern in die Agentur gegangen – vor allem wegen der Leute. Mit den KollegInnen hat die Arbeit echt Spaß gemacht, der Umgang war locker, man konnte viel lachen und hat sich gegenseitig geholfen. Das Teamgefühl war auf jeden Fall ein großes Plus.
Image
Das Image der Agentur ist in Osnabrück eher durchwachsen. Überregional hingegen scheint das Ansehen dank der Workshops und Seminare des Chefs besser zu sein. Nach außen wirkt vieles professioneller, als es intern tatsächlich läuft.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war für mich absolut in Ordnung. Durch die Möglichkeit, im HomeOffice zu arbeiten, ließ sich vieles gut mit dem Privatleben vereinbaren. Das hat definitiv für mehr Flexibilität und weniger Stress im Alltag gesorgt.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich gibt es ein Stundenkontingent für Weiterbildung, das man flexibel nutzen kann – was ich echt super finde. Allerdings fehlt dahinter ein klares Konzept oder eine strategische Förderung.
Gehalt/Benefits
Mit dem Gehalt war ich leider nicht zufrieden. Für die Leistung und den Beitrag, den ich eingebracht habe, hätte ich mir eine fairere Vergütung gewünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein spielte in der Agentur leider kaum eine Rolle. Das Einzige, was in die Richtung ging, war der Betrieb der Server mit Ökostrom – was natürlich gut ist, aber eher wie ein Tropfen auf dem heißen Stein wirkt. In allen anderen Bereichen wurde spürbar eher auf Kosten als auf Nachhaltigkeit geachtet. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war wirklich super. Man hat sich gegenseitig unterstützt, viel gelacht und auch in stressigen Zeiten zusammengehalten. Klar, Ausnahmen gibt’s immer – aber unterm Strich war ich mit dem Miteinander total zufrieden.
Umgang mit älteren Kollegen
Mir ist kein Unterschied im Umgang mit älteren KollegInnen aufgefallen – das Miteinander war unabhängig vom Alter respektvoll und auf Augenhöhe.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war für mich eher durchwachsen. Nach außen wirkte vieles erstmal in Ordnung, aber wirkliches Vertrauen oder ein echtes Miteinander hat oft gefehlt. Besonders befremdlich fand ich, wie über ehemalige Mitarbeitende gesprochen wurde – vorher geschätzt, nach dem Weggang plötzlich nur noch schlecht gemacht. Statt auch mal selbst Verantwortung zu übernehmen oder sich zu hinterfragen, wurde schnell der Fehler bei anderen gesucht.
Auch die allgemeine Stimmung war sehr abhängig vom Gemütszustand des Chefs – wenn er schlechte Laune hatte, hat man das deutlich gespürt. Fehler wurden nicht als Chance zum Lernen gesehen, sondern eher um den Fokus auf Schuldige zu legen. Da hätte ich mir mehr Reflexion, Wertschätzung und einen konstruktiveren Umgang gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Mit den Arbeitsbedingungen war ich leider überhaupt nicht zufrieden. Die Büroausstattung war größtenteils alt und instabil – sowohl was die Soft- und Hardware anging, als auch bei den Möbeln. Ergonomisch war da nichts: kaputte oder durchgesessene Bürostühle, wacklige Tische und insgesamt ein ziemlich heruntergekommener Eindruck, sowohl innen als auch außen. Man hatte nicht das Gefühl, dass Wert darauf gelegt wurde, dass sich Mitarbeitende an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen.
Kommunikation
Hier gab’s echt Luft nach oben. Wichtige Infos haben oft nur über Umwege die Runde gemacht – und manchmal auch gar nicht. Direkte, offene Kommunikation zu relevanten Themen hat leider oft gefehlt, was für Unzufriedenheit im Team gesorgt hat.
Außerdem wurde leider nicht immer ehrlich kommuniziert. Gerade auf Führungsebene hatte man oft das Gefühl, dass Dinge beschönigt oder vertuscht wurden – zum Beispiel wenn etwas vergessen wurde oder Fehler passiert sind. Statt einfach offen damit umzugehen, wurde dann teilweise Mitarbeitenden der schwarze Peter zugeschoben, obwohl es gar nicht ihre Aufgabe war. Fehler passieren – auch bei Führungskräften. Mehr Ehrlichkeit und Transparenz hätten hier echt gutgetan.
Gleichberechtigung
keine Rolle. Allerdings gab es schon Unterschiede in der Behandlung einzelner Mitarbeitender, die eher auf persönlicher Sympathie des Chefs basierten.
Interessante Aufgaben
Für mich persönlich waren die Aufgaben leider wenig spannend. Vieles war sehr eintönig und es gab kaum Abwechslung. Neue Herausforderungen und spannende Kunden haben mir im Alltag oft gefehlt.