Arbeitgeber mit Potenzial - gute Ansätze in vielen Bereichen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Was ich besonders schätze ist die lösungsorientierte Arbeitsweise. Wenn wichtige Themen aufkommen spürt man dass wirklich nachhaltige Lösungen gesucht werden.
Verbesserungsvorschläge
Als konstruktiven Verbesserungsvorschlag möchte ich anmerken, dass die Führungskultur im Unternehmen mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Es wäre hilfreich, regelmäßig und systematisch zu prüfen, wie die Stimmung zwischen Vorgesetzten und ihren Teams tatsächlich ist. Denn eine gute Führungskultur ist letztlich die Basis für ein produktives Arbeitsklima.
Außerdem finde ich, dass man die Zusammenarbeit zwischen den erfahrenen Mitarbeitern und den neuen Kollegen noch aktiver gestalten könnte. Die langjährigen Mitarbeiter bringen so viel Wissen mit, das für junge Kollegen unglaublich wertvoll sein kann. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr erfahrene Kollegen in Rente gehen, sollte man diesen Wissensschatz unbedingt nutzen und gleichzeitig junge Talente gezielt fördern. Davon würden alle profitieren.
Arbeitsatmosphäre
Durch Wechsel der Führungsperson meiner Meinung nach eher verloren gegangen. Lob war in meinem Fall eher nicht vorhanden, wenn ich gelobt wurde, dann im Jahresgespräch. Unter dem Jahr gab es bei mir 2-3 Situationen die ich Lob oder Anerkennung nennen könnte. Die Arbeitsatmosphäre war stark von der Anwesenheit der Führungsperson abhängig. An Tagen, an denen sie da war, war die Stimmung im Team merklich gedrückt und angespannt. Grundsätzlich war die Stimmung größtenteils gut.
Image
Zum Image des Unternehmens kann ich nichts Negatives berichten. Man hat den Eindruck, dass die Mitarbeiter nach außen hin gut dastehen und das Unternehmen eine positive Außenwirkung hat. Dieser Aspekt wird offenbar gut vermittelt.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich sind Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit positiv hervorzuheben. Das Modell würde eine gute Work-Life-Balance ermöglichen- vorausgesetzt die Führung würde fair und gleichberechtigt mit allen Mitarbeitenden umgehen. In meinem Fall kam es jedoch vor, dass ein genehmigter Arzttermin im Nachhinein negativ ausgelegt wurde. Bei der Urlaubsplanung gab es Unterschiede: Einige konnten spontan Urlaub nehmen, während andere lange Voraus planen mussten. Eine gute Work-Life-Balance wäre möglich, wenn organisatorische Abläufe und Entscheidungen konsequenter, fairer und transparenter gestaltet wären.
Karriere/Weiterbildung
Das Unternehmen verfügt über ein solides Grundangebot an Schulungen, darunter Standardkurse wie Excel- und Englisch-Trainings. Auch Führungskräfte werden durch Qualifizierungsmaßnahmen unterstützt. Allerdings habe ich darüber hinaus keine besonderen Karriereförderprogramme oder individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten kennengelernt. Das Entwicklungspotenzial wirkt in der Praxis etwas begrenzt.
Gehalt/Benefits
Bei Gehalt und Sozialleistungen wird grundsätzlich darauf geachtet, die Mitarbeitenden in erfolgreichen Geschäftsjahren durch Boni an den Ergebnissen zu beteiligen. Positiv ist, dass dieser Aspekt auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen nicht vollständig vernachlässigt wird. Das Grundgehalt liegt zwar im branchenüblichen Rahmen, hier wäre natürlich mehr immer wünschenswert - was in der Branche jedoch bekanntlich eine Herausforderung darstellt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Besonders positiv hervorheben möchte ich das Engagement des Unternehmens im Bereich Umweltschutz. Die Nachhaltigkeitsbemühungen werden hier konsequent umgesetzt, was sich unter anderem durch verschiedene Zertifizierungen und messbare Standards zeigt.
Kollegenzusammenhalt
Es herrschte größtenteils ein gutes Miteinander, und viele Kolleg:innen haben sich gegenseitig unterstützt. In meinem Fall wurde ein harmloses Missverständnis möglicherweise direkt an die Führungsperson weitergegeben, ohne dass vorher mit mir darüber gesprochen wurde. Das war schade, da sich die Situation durch ein direktes Gespräch vermutlich leicht hätte klären lassen.
Umgang mit älteren Kollegen
Als Beobachterin kann ich sagen, dass mir im Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen nichts Negatives aufgefallen ist. Dass viele Mitarbeiter seit Jahrzehnten im Unternehmen bleiben, spricht meiner Meinung nach für ein gutes Arbeitsklima und eine wertschätzende Behandlung der älteren Personen durch den Arbeitgeber. Diese lange Betriebszugehörigkeit hat auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Meine Erfahrungen mit der Führungskraft waren leider nicht durchweg positiv. Die Kommunikation verlief oft indirekt über lange Textnachrichten, was für mich nicht immer der effizienteste Weg war. Dies führte bei mir zu einer gewissen Unsicherheit im Arbeitsalltag. Mehr Professionalität würde in dieser Position gut tun.
Mein persönliches Gefühl war, dass die Führungskraft sehr auf die eigene Außenwirkung bedacht war. Für mich fehlte dadurch manchmal der Fokus auf eine gemeinsame, gute Arbeitsleistung und die authentische Vorbildfunktion, die ich mir von einer Führungsperson wünsche.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräume sind aktuell noch nicht optimal gedämmt, was zu unbehaglichen Temperaturen führt. Im Winter ist es häufig zu kühl, während im Sommer teilweise Temperaturen von bis zu 35 Grad erreicht werden. Dieses Problem ist jedoch der Führungsebene bekannt und es finden bereits Umbauarbeiten statt. Als Maßnahmen wurden Ventilatoren aufgestellt und während der heißen Sommermonate wird zusätzlich Wasser für die Mitarbeitende bereitgestellt.
Kommunikation
Kommunikation von der Geschäftsführerebene nach unten war sehr gut. Die Kommunikation zwischen den Abteilungen war oft schwierig. Anstatt gemeinsam Lösungen zu finden, ging es teilweise eher darum, Aufgaben oder Verantwortung von sich wegzuschieben. Wichtige Informationen wurden nicht immer weitergegeben – häufig wurde einfach vorausgesetzt, dass man Dinge "schon mitbekommt". Das führte regelmäßig zu unnötiger Doppelarbeit. Andererseits haben gab es auch Abteilungen/Personen die sehr bemüht waren die Kommunikation zu verbessern und ihren Beitrag dazu zu leisten.
Gleichberechtigung
Besonders positiv ist mir die ausgewogene Verteilung von Frauen und Männern in den Führungsebenen aufgefallen. Es herrscht ein faires Verhältnis, das ich als sehr angenehm empfinde. Dieser gleichberechtigte Ansatz schafft eine gute Arbeitsatmosphäre und zeigt, dass das Unternehmen darauf Wert legt. Ich finde diese ausgeglichene Aufteilung in den Führungspositionen wirklich vorbildlich und modern.
Interessante Aufgaben
Obwohl nach Interessen und Präferenzen gefragt wurde, blieb in meinem Fall die konkrete Umsetzung aus. Trotz meiner Rückmeldung zu Aufgabenvorlieben gab es über einen Zeitraum von zwei Jahren weder nennenswerte Anpassungen meines Aufgabenbereichs noch ein Folgegespräch zu diesem Thema.
Dadurch entstand bei mir das Gefühl, dass die tatsächliche berufliche Entwicklung der Mitarbeiter nicht prioritär behandelt wurde. Es fehlte an konkreten Perspektiven oder aufgezeigten Wegen, wie man sich innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln könnte. Umso schade ist dies, da das Unternehmen selbst eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben bietet. Es gäbe durchaus Potenzial, durch gezielte interne Neuausrichtung oder Erweiterung des Aufgabenspektrums mehr Abwechslung und Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.