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CRONBANK 
AG
Bewertung

Bank mit Verschenkten Potenzial

3,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Cronbank AG in Dreieich gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe die Cronbank als eine grundsätzlich interessante Bank kennengelernt – insbesondere durch ihre Spezialisierung auf die Finanzierung von Verbundgruppen sowie den integrierten Assekuranzservice und Finanzkauf. Das Geschäftsmodell ist vielseitig und in dieser Form eher selten, was es besonders spannend macht.

In der täglichen Arbeit zeigt sich jedoch deutlich, dass es der Bank an klaren, strukturierten Abläufen fehlt. Viele Prozesse sind unzureichend definiert oder existieren schlichtweg nicht. Eigeninitiative und Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitenden werden meist nicht ernsthaft aufgenommen, was die Weiterentwicklung erheblich bremst.

Ein großes Defizit liegt zudem in der Führungskultur. Zahlreiche Führungskräfte wirken mit ihren Aufgaben überfordert – sowohl fachlich als auch in ihrer Verantwortung gegenüber den Teams. Es fehlt an echter Führungspräsenz, Kommunikation und der Fähigkeit, auf Mitarbeitende einzugehen.

Auch der Vorstand setzt sich leider nur oberflächlich mit diesen Problemen auseinander. Anstatt gemeinsam mit den Führungskräften strukturelle Verbesserungen voranzutreiben, bleibt es bei allgemeinen Aussagen. Es wird viel über Führungsgrundsätze gesprochen – dabei wäre es dringend notwendig, zunächst überhaupt grundlegende, funktionierende Abläufe zu definieren und zu implementieren.

Insgesamt bietet die Cronbank ein spannendes Geschäftsmodell, doch ohne klare Prozesse, wirksame Führung und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit internen Strukturen bleibt viel Potenzial ungenutzt.


Arbeitsatmosphäre

Kommunikation

Kollegenzusammenhalt

Work-Life-Balance

Vorgesetztenverhalten

Interessante Aufgaben

Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gehalt/Benefits

Image

Karriere/Weiterbildung

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Arbeitgeber-Kommentar

Liebe Kollegin,
lieber Kollege,

zunächst möchte ich mich bedanken – für Ihre Offenheit, Ihre differenzierte Perspektive und die kritischen wie anerkennenden Worte. Sie spiegeln wider, dass Sie sich intensiv mit der CRONBANK auseinandergesetzt haben, mit ihrem Geschäftsmodell, ihrer Arbeitsweise und ihrer Kultur. Und genau diesen ehrlichen Dialog schätzen wir sehr – denn er ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Entwicklung.

Ja, wir haben ein spannendes Geschäftsmodell. Ja, wir haben besondere Kompetenzen in der Finanzierung von Verbundgruppen, im integrierten Assekuranzservice und im Finanzkauf. Und: Ja, wir haben auch Themen, an denen wir arbeiten müssen – und wollen. Die von Ihnen benannten Punkte wie den Ausbau der Strukturen, stärkere Vereinheitlichung der Prozesse oder Nachholbedarf in der Führungskultur sind keine Bagatellen. Sie sind Herausforderungen, die wir kennen – und die wir auch heute schon aktiv angehen.

Veränderung beginnt nicht mit einem Satz auf einem Plakat oder in einem Vorstandsrundschreiben. Veränderung beginnt dort, wo Menschen sich trauen, Dinge beim Namen zu nennen – und andere bereit sind, wirklich zuzuhören. Genau deshalb sind Formate wie unsere Mitarbeitendenveranstaltungen so wichtig: Dort sprechen wir nicht über Mitarbeitende, sondern mit ihnen. Dort hören beide Vorstände zu, ordnen ein, beantworten Fragen – und erleben im direkten Austausch, was unsere Kolleginnen und Kollegen bewegt.

Wir haben bei der CRONBANK in den letzten beiden Jahren viel in Bewegung gesetzt – von der strategischen Neuausrichtung bis zur strukturellen Weiterentwicklung. Aber eines ist klar: Wir stehen nicht am Ziel. Wir stehen mittendrin. Und das ist anstrengend – für viele. Führung bedeutet in solchen Phasen mehr als Aufgabenverteilung. Sie bedeutet Präsenz, Orientierung, Klarheit – und auch die Bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen. Diese Haltung fordern wir ein. Und wir fördern sie – durch Schulung, Feedback, durch konkrete Begleitung im Alltag.

Was uns dabei leitet, ist ein klares Ziel: eine CRONBANK, in der Miteinander und Verantwortung Hand in Hand gehen. In der Prozesse nicht lähmen, sondern stärken. In der Führung nicht verunsichert, sondern Orientierung gibt. In der Menschen sich gesehen und gehört fühlen.

Das geht nicht über Nacht. Und nicht allein durch den Vorstand. Dafür braucht es uns alle. Unsere Mitarbeitenden. Unsere Führungskräfte. Und ja – auch die Bereitschaft, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege mitzugehen.

Umso mehr bedauere ich persönlich, dass Sie nicht mehr Teil der CRONBANK sind. Es ist schade, wenn wir Menschen mit einem so klaren Blick für Potenziale und Entwicklung verlieren. Vielleicht aber bleiben wir im Austausch – und wer weiß: Wie einige andere, die zwischenzeitlich neue Wege gegangen sind, finden vielleicht auch Sie eines Tages den Weg zurück. Türen bleiben offen, wenn Haltung und Verbindung stimmen. Und bei Ihnen habe ich beides gespürt.

Deshalb möchte ich zum Schluss noch sagen: Danke. Danke für Ihre Rückmeldung, für Ihren kritischen Blick – und für das Engagement, das in Ihrer Bewertung spürbar bleibt. Wir nehmen Ihre Worte ernst. Und wir nehmen sie mit auf unseren gemeinsamen Weg.

Herzliche Grüße und alles erdenklich Gute

Frank Bermbach
Vorstandsvorsitzender CRONBANK AG

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