Mitarbeiter sind hier nur Verbrauchsmaterial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts (mehr)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Inzwischen so gut wie alles
Verbesserungsvorschläge
- Lokale Gesetze einhalten (z.B. Kündigungsschutzgesetz + Sozialauswahl)
- Wasserkopf abbauen (Wozu braucht eine Firma dieser Größenordnung ein fast 50-köpfiges Sales- und Marketing-Team, noch dazu Leute ohne jede Fachkenntnis?
- Am besten das gesamte Management (lokal und vor allem global) ersetzen durch Führungskräfte mit Kompetenz und Sachverstand!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt vom ständigen Druck, wöchentlich wechselnde, sinnlose Ziele zu erfüllen, und der ständigen Angst, willkürlich unter fadenscheinigen Begründungen rausgeworfen zu werden.
Image
Man versteht sich als Weltkonzern, tatsächlich handelt es sich um eine mittelständische Hinterhof-Firma, die außerhalb Nordamerikas vollkommen unbekannt und unbedeutend ist.
Work-Life-Balance
Gibt es nicht!
Karriere/Weiterbildung
Beförderung nur, wenn man der Geschäftsführung gut zu Gesicht steht, Weiterbildung nur, wenn es nichts kostet. Besonders hervorzuheben sind die dauernden, sinnbefreiten Online-Schulungen, die sich alle paar Wochen aufs Neue wiederholen.
Gehalt/Benefits
Weit hinter dem Branchendurchschnitt. Vermutlich der Hauptgrund dafür, dass in den Büros mittlerweile überwiegend indisch gesprochen wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man rühmt sich mit einem "Green Team", tatsächlich werden aber Ressourcen verschwendet und der überwiegende Teil der Abfälle landet unsortiert im Restmüll.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Abteilung unterschiedlich. In einzelnen Teams halten die Leute bis hin zu den Teamleads und Abteilungsleiterin zusammen wie Pech und Schwefel. Andererseits gibt es auch Abteilungen, die von Spitzeln nur so durchsäht sind, die permanent darauf lauern, andere beim geringsten Fehlverhalten gleich direkt anzuschwärzen. Diverse Online Tools fördern diese Kultur des hinterrücks Verpetzens geradezu.
Umgang mit älteren Kollegen
Mit zunehmendem Alter muss man immer mehr damit rechnen, plötzlich durch einen jüngeren, billigeren Neueinsteiger ersetzt zu werden. Kollegen ü50 werden unter dem Vorwand betriebsbedingter Kündigungen rausgeworfen, während die Stelle direkt durch Übernahme eines Neuen aus der Probezeit wieder besetzt wird.
Vorgesetztenverhalten
In den einzelnen Abteilungen sehr unterschiedlich. Im höheren Management jedoch katastrophal, hier paart sich Inkompetenz mit Ignoranz und Sturheit. Eine Fehlentscheidung jagt die nächste. Mitarbeiter zählen nur als Verbrauchsmaterial, wer nicht mehr ins täglich wechselnde Konzept passt oder zu alt bzw. zu teuer ist, wird rausgeworfen und durch einen billigeren Anfänger ersetzt.
Arbeitsbedingungen
Angst und Dauerstress. Extremer Lärm und Zugluft in den Laboren. Selbst gebastelte Managementsysteme, für die man Unsummen verbrannt hat, die aber bis heute nicht mal ansatzweise funktionieren.
Kommunikation
Einfach nur unterirdisch! Während man im Global Townhall Meeting vom kanadischen CEO persönlich gesagt bekommt, wie gut es der Firma geht und dass es kaum besser laufen könnte, steht man 2 Wochen später plötzliche kurz vor der Pleite und es werden ohne Vorwarnung und ohne Einhaltung des gesetzlichen Kündigungsschutzes einfach mal 5 % der Belegschaft entlassen. Von jetzt auf gleich, ohne Sozialauswahl, ohne die Möglichkeit, sich von irgendjemandem zu verabschieden, werden Kollegen wie Sträflinge aus dem Gebäude geleitet und mit Hausverbot bedacht. Wenige Tage später plant man dann plötzlich wieder an der nächsten Erweiterung des Labors, absolut unverständlich.
Gleichberechtigung
Beförderungen hängen einzig davon ab, ob das eigene Gesicht der Geschäftsführung gefällt, Qualifikation spielt keine Rolle. Kein Betriebsrat, keine Interessenvertretung(en), keine Gewerkschaft. Jede Form von Gleichberechtigung und Gerechtigkeit wird konsequent von oben unterbunden.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit könnte durchaus sehr interessant und abwechslungsreich sein, tatsächlich besteht der Alltag aber nur darin, sich irgendwie durchzumogeln ohne auffällig zu werden und die statistischen Systeme mit getricksten Zahlen zu füttern, um die gerade aktuellen Vorgaben zu erfüllen. Planwirtschaft pur!