Wenig Aufstiegschancen, hohe Belastung, eingeschränkte Feedbackkultur und Führungskräfte die absolutistisch regieren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man sich die Bewertungen hier so durchliest, weiß man wenigstens, dass kaum noch fähige Leute mit gesundem Verstand bei EVENTIM anfangen werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aktuell wird offenbar alles daran gesetzt, unbequeme Mitarbeiter loszuwerden. Firmenchefs auf Sylt entscheiden einfach einseitig, dass Homeoffice eingeschränkt werden muss, und alle Managementebenen begrüßen dies dann als im Sinne des Unternehmens.
Außerdem gibt man sich viel Mühe Bewertungen (wie bei mir hier) sperren zu lassen, anstatt die Probleme anzugehen.
Verbesserungsvorschläge
Im Unternehmen braucht es dringend einen offenen Dialog, bei dem Feedback nicht nur einseitig weitergereicht wird. Missmanagement und Schikanen gegenüber Mitarbeitern sollten Konsequenzen für Führungskräfte haben.
Zudem müssten die Anliegen der Belegschaft stärker berücksichtigt werden, zum Beispiel bei Regelungen zum Arbeiten von zu Hause aus – vor allem angesichts der umfangreichen Anforderungen an die Beschäftigten. Schade, dass es hier keinen Betriebsrat gibt.
Arbeitsatmosphäre
Teamleiter rühmen sich damit, endlich härter durchzugreifen. Aus Angst vor einer Abmahnungen traut sich niemand mehr, etwas Kritisches zu sagen.
Kommunikation
Gelegentliche Meetings des Vorstands, bei denen kritische Fragen nicht zugelassen sind oder übergangen werden. Selbst Versuche, mit agilen Coaches, Teamleitern oder dem Geschäftsführer über Missstände zu sprechen, waren zwecklos und bewirkten eher das Gegenteil.
Kollegenzusammenhalt
Aufgrund der fehlenden Perspektiven gehen gute Leute leider, was seitens der Firma jedoch offenbar in Kauf genommen oder sogar gewünscht wird.
Work-Life-Balance
Viele willkürliche Termine (Olympia oder DOIT-Teamwochen) um die man seinen Urlaub drum herum planen muss, sowie viele Überstunden. Kurzfristig angesetzte Vorverkäufe führen dazu, dass man sich jederzeit Zeit für die Firma freihalten soll. Hinzu kommen erzwungene mehrtägige Quartalstreffen in Bremen sowie ständige Gründe, im Büro erscheinen zu müssen. Es gibt zudem ein klares Statement seitens des Managements, dass Full-Remote-Homeoffice nicht mehr rekrutiert wird und normales Homeoffice auf 4:1 eingeschränkt werden muss.
Vorgesetztenverhalten
Extrem problematisch und teilweise bereits an der Grenze zum Mobbing. Arbeitsdruck wird von oben nach unten weitergereicht, und wenn unrealistische Ziele nicht erreicht werden, sind natürlich die Mitarbeiter schuld. Außerdem werden Regeln aufgestellt, die nur für Untergebene gelten. Führungskräfte stehen quasi über dem Gesetz und müssen weder mit gutem Beispiel vorangehen, geschweige denn Rechenschaft für ihr Verhalten ablegen.
Interessante Aufgaben
Man springt voll auf den Zug der KI-Blase auf, hat größtenteils aber Legacy-Systeme zu betreuen.
Gleichberechtigung
Frauen sind insgesamt – insbesondere aber in Managementpositionen – kaum bis gar nicht vertreten.
Arbeitsbedingungen
Lautes Großraumbüro, in dem man seinen Tisch neuerdings buchen muss. Zudem gibt es eine Zeiterfassung in Jira, die penibel von Vorgesetzten kontrolliert wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein ist offenbar nur gegenüber den Aktionären vorhanden.
Gehalt/Benefits
Regelmäßig werden 50 % des Konzerngewinns als Dividende ausgeschüttet und damit 1:1 in die Tasche des einzigen Großaktionärs und Firmengründers geleitet. Gehaltserhöhungen sind sehr selten.
Karriere/Weiterbildung
Ein Karrieremodell existiert nur als PowerPoint. Trotz intensiven Nachdenkens kenne ich niemanden, der in den letzten Jahren eine Beförderung erhalten hat. Managementpositionen werden, soweit mir aus dem IT-Betrieb bekannt, hauptsächlich durch Neueinstellungen besetzt. Aufstiegschancen: gleich null.
Weiterbildungen werden genehmigt, sofern sie nicht zu teuer sind und zu den Quartalszielen des Teamleiters passen.

