Governance kann man lernen – wenn man darf. Und nicht dauernd hinterrücks kommentiert wird.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Potenziell spannende Themenfelder
- Kolleg: innen, die helfen wollen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Rollenveränderung ohne Beteiligung der Betroffenen
- Keine fachliche Führung
- Überforderung statt Begleitung
- Lästerkultur auf Leitungsebene
- Mangelnde Struktur, Kommunikation und Lernbereitschaft
- Kündigung während attestierter Krankschreibung
- Maximal ein Tag Home Office pro Woche (mit viel betteln und bitten)
Verbesserungsvorschläge
- Rollenzuordnung vor (!) Vertragsunterzeichnung klären
- Schulungen und Onboarding ermöglichen
- Feedback- und Fehlerkultur aufbauen – ohne Bloßstellung
- Führungsverantwortung fachlich fundiert besetzen
- Respektvoller Umgang statt abwertender Kommentare über Dritte
Arbeitsatmosphäre
Einzelne Kolleg:innen engagiert und freundlich. Das Klima wurde jedoch zunehmend durch Unsicherheit und Druck belastet.
Karriere/Weiterbildung
Wenig Bereitschaft zur Entwicklung – man erwartet Können statt Lernbereitschaft. Wer sich einarbeiten möchte, steht schnell im Verdacht, sich „rauszunehmen“.
Kollegenzusammenhalt
Einzelne Kolleg:innen halfen, wo sie konnten. Der Zusammenhalt war punktuell da – aber nicht stabil genug, um Führungsdefizite abzufedern.
Vorgesetztenverhalten
Keine Einarbeitung, keine Begleitung – aber sofortige operative Erwartung. Auf Hinweise zu fehlender Erfahrung folgte keine Unterstützung, sondern Überforderung und Eskalation.
Öffentliche Kritik statt Vier-Augen-Gespräch, abwertende Kommentare über andere Mitarbeitende, beispiel einzelne HR Kollegen, inklusive.
Arbeitsbedingungen
Viel parallel, wenig koordiniert. Governance und ITSM sollen professionell sein, werden aber wie Notlösungen behandelt.
Eingestellt für IT-Infrastruktur. Wochen später wurde eine komplett andere Rolle zugewiesen: Governance, Security, Lieferantensteuerung.
Die Übernahme dieser Aufgaben erfolgte ohne jede Schulung oder strukturierte Übergabe – trotz klar geäußerter Bitte um Unterstützung, da entsprechende Erfahrung bislang nicht vorlag.
Statt Förderung gab es Druck, öffentliche Kritik und Aussagen wie: „Wofür braucht man denn einen halben Manntag zum Texte schreiben?“ – gerne im Beisein anderer.
Hinzu kam eine auffällige Lästerkultur innerhalb der Leitungsebene, etwa mit Sätzen wie: „Mitarbeitende X ist das schwächste Glied der HR-Abteilung.“
Fachlich fordernd, menschlich enttäuschend.
Kommunikation
Flurfunk und Missverständnisse statt klarer Abstimmung.
Interessante Aufgaben
Die Themen wären hochinteressant – mit Raum für Entwicklung. In der Realität: kein Konzept, keine Zeit, keine Orientierung.
