Gleicher Lohn für alle: Nah- und Fernverkehr über einen Kamm geschert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Spürbare Zweiklassengesellschaft im Betrieb. Die Werkstatt wird komplett eingekleidet, während man als Fahrer weder T-Shirts noch Pullover gestellt bekommt. Das Büropersonal darf direkt am Tor parken und bekommt Gratis-Kaffee, während Fahrer am anderen Ende des Geländes parken müssen und leer ausgehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kommunikation zwischen Disposition, Organisation, Werkstatt und dem Fahrpersonal funktioniert hervorragend. Man begegnet sich stets auf Augenhöhe und als Team. Das sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima und einen reibungslosen Ablauf im Alltag.
Image
Sehr gut angesehen bei den Kunden. Diese schätzen besonders, dass das Fahrpersonal gut ausgebildet ist und die Fahrzeuge stets in einem sehr guten Zustand sind.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeitgestaltung ist grenzwertig. Arbeitstage ziehen sich oft bis zu 15 Stunden. Pausen werden auch dann abgezogen, wenn man sie aufgrund der Dispo-Planung gar nicht machen konnte. Es herrscht hoher Druck bezüglich der Ruhezeiten: Nach 9 Stunden wird der Einsatz erwartet, und wer nach 11 Stunden Erholung nicht sofort wieder am Steuer sitzt, stößt auf Unverständnis. Zudem wird Samstagsarbeit als selbstverständlich angesehen.
Bei rechtzeitig angekündigten privaten Terminen zeigt sich die Dispo entgegenkommend.
Kollegenzusammenhalt
Ausbaufähig. Die Fahrer agieren größtenteils als Einzelkämpfer. Hier wäre es wichtig, dass die Fahrerschaft mehr zusammenhält und an einem Strang zieht, um gemeinsam Verbesserungen zu erreichen.
Enttäuschend. Der Betriebsrat ist gefühlt untergetaucht und nimmt seine Rolle als Vertretung der Belegschaft kaum wahr.
Vorgesetztenverhalten
Enttäuschend bei Konflikten. Vorgesetzte stehen nicht hinter ihren Mitarbeitern, wenn Kunden respektlos reagieren – selbst dann nicht, wenn sie Situationen direkt mitbekommen.
Arbeitsbedingungen
Vielen Kunden sind die Gesundheit und Sicherheit der Fahrer schlichtweg egal.
Kommunikation
Ausgezeichnete Erreichbarkeit der Disposition – rund um die Uhr (24/7) ist jemand greifbar. Das gibt Fahrern unterwegs ein hohes Maß an Sicherheit und Unterstützung.
Gehalt/Benefits
Ausbaufähig und unberechenbar. Bei der Bezahlung wird keine Rücksicht auf Qualifikation, Ausbildung oder Berufserfahrung genommen. Zudem verdient man im Nahverkehr genauso viel wie im Fernverkehr, was die unterschiedlichen Belastungen finanziell nicht widerspiegelt.
Gleichberechtigung
Bei finanziellen Engpässen oder Problemen bei der Kinderbetreuung kann man mit der Firma reden und findet offene Ohren.
Interessante Aufgaben
Man kommt mit dem Lkw viel durch Europa herum und sieht eine Menge.