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d-fine 
GmbH
Bewertung

Durchwachsen - teilweise sehr gut, teilweise sehr schlecht

3,6
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bei d-fine in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kollegen, Gehalt und Fortbildungen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das mit Abstand größte Problem ist die katastrophale interne Kommunikation und der damit einhergehende, für mich mittlerweile irreperable Vertrauensverlust gegenüber dem Management. Weiterhin stammen viele der Policies wohl noch aus einer Zeit wo die Firma kleiner, die Wege kürzer und die Hierarchien flacher waren. Insbesondere die Beförderungskultur ist mittlerweile eine völlig intransparente Gleichmacherei.

Verbesserungsvorschläge

Das sinnvollste wäre ein Führungswechsel, gepaart mit einer umfassenden Neugestaltung der internen Richtlinien und der internen Kommunikation.

Arbeitsatmosphäre

Größtenteils in Ordnung, aber selbstverständlich kundenabhängig. Ein Problem ist, dass aufgrund des fehlenden Office Days extrem wenig Austausch zu anderen Kollegen stattfindet, weswegen man insbesondere auf lang laufenden Projekten absolut keinen Plan hat was sonst so abgeht. Auf langfristigen Projekten kann sich damit eine krasse Monokultur herausbilden.

Kommunikation

Die Kommunikation seitens des Managements ist unterirdisch. Die monatlichen Newsletter geben bestenfalls einen extrem oberflächlichen und gefühlt auch manchmal sehr geschönten Überblick über die Situation der Firma. Änderungen in Policys werden stillschweigend durch die Hintertür eingeführt (meistens) oder extrem kurzfristig ohne echte Begründung verkündet. Eine kohärente Strategie des Managements ist, falls existent, von unten nicht zu erkennen. Weiterhin hatte ich häufig den Eindruck, dass Partnerschaft, Cluster und Mainline sich in Kleinkriegen gegenseitig aufreiben, anstatt gemeinsam eine echte strategische Vision zu formulieren. Ich weiss aber leider nicht ob dieser Eindruck tatsächlich der Wahrheit entspricht, da wir keine Infos bekommen. Was nach außen hin präsentiert und dargestellt wird und was man im Berufsalltag erlebt passt aus meiner Sicht nicht gut zusammen.

Damit einher geht das offensichtliche Bestreben des Managements, die Berater von den strategischen Themen und der tatsächlichen Situation der Firma abzuschirmen. Welchen Mehrwert das bringen soll bliebt mir völlig schleierhaft, insbesondere da die meisten Mathematiker und Physiker 1 und 1 zusammenzählen können.

Kollegenzusammenhalt

Top. Vergleichbare Backgrounds, spannende Gesprächsthemen, größtenteils sehr umgängliche, wenn auch manchmal etwas kauzige Leute. Wer aus dem Mathe/Physik Studium kommt befindet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit unter Gleichgesinnten.

Work-Life-Balance

Für Beratung top. Mein Eindruck ist, dass sich die meisten Projekte sich so bei 40-45h/Woche bewegen. Auf familiäre Verpflichtungen o.Ä. wird, sofern ich das beurteilen kann, größtmögliche Rücksicht genommen.

Vorgesetztenverhalten

Im Einzelfall vom einzelnden Vorgesetzten abhängig. Es gibt sehr gute, es gibt leider auch sehr schlechte.

Problematisch ist vor Allem, dass Leute ohne Führungs-, Sozial- oder Akquisekompetenz per Automatismus bis zum Manager durchbefördert werden.

Interessante Aufgaben

Stark projektabhängig. Es gibt viele spannende Projekte, es gibt auch einige sehr implementierungslastige Projekte, die dann leider auch in der Regel recht groß und recht langlaufend sind. Insgesamt aber gut.

Gleichberechtigung

Da Frauen aufgrund der Bewerberauswahl stark unterrepräsentiert sind, habe ich den Eindruck, dass diesen häufig ein höheres Maß an Aufmerksamkeit zufällt. Nicht prinzipiell verwerflich, hat aber das ein oder andere Mal einen sehr faden Beigeschmack hinterlassen.

Arbeitsbedingungen

Die ursprünglich gute Reisekostenpolicy hat sich in den letzten Jahren massiv zum schlechteren verändert.

Der frühere Leitsatz "use good judgement" ist völlig zur hohlen Phrase verkommen. An verschiedene Kostenpunkte werden teilweise völlig willkürliche und unflexible Grenzen angesetzt, augenscheinlich weil man sich nicht getraut hat, Menschen die ihr "good judgement" etwas zu liberal ausgelegt haben, zurechtzupfeifen. Einige Punkte sind wohl bewusst schwammig formuliert, dem Reisekostenteam werden aber trotzdem nur minimale Kompetenzen in der Auslegung zugestanden. Die Managemententscheidungen zur Auslegung hingegen sind häufig absurd und völlig realitätsfern. Allein der Umstand dass auf Projekten mit sechs-bis siebenstelligem Volumen und vierstelligen Tagessätzen zweistellige Kleckerbeträge regelmäßig zu Diskussionen führen spricht Bände.

Am schlimmsten daran finde ich aber auch hier die Kommunikation - signifikante Änderungen an der Policy und der Auslegung selbiger fanden völlig intransparent und ohne Begründung durch die Hintertür statt. Wertschätzung und Respekt gegenüber den Mitarbeitern wird so nicht gezeigt.

Gehalt/Sozialleistungen

Top, insbesondere im Verhältnis zu den Arbeitszeiten und unter Berücksichtigung der Steigerungen.

Image

Nach wie vor gut, und das auch zu recht. d-fine lebt davon, kluge Köpfe anzustellen, was auch gemeinhin bekannt ist und von Kunden sehr geschätzt wird. Die Schwächen im mittleren und oberen Management lassen sich aber teilweise auch nicht mehr vor den Kunden verbergen.

Karriere/Weiterbildung

Höchst Problematisch finde das Gießkannenprinzip, mit dem Beförderungen verteilt werden. Ob man schneller befördert wird hängt in erster Linie vom zuständigen Manager und weniger von der tatsächlichen Leistung ab, in der Regel wird man allerdings mit allen Anderen in einen Topf geworfen. Für den Durchschnittsmitarbeiter, der bei d-fine bereits auf einem hohen Niveau arbeitet, mag das angenehm sein, da es so einen gewissen Automatismus gibt der ohne große Diskussionen zu angemessenen Beförderungen führt. Besondere Leistungen werden so aber überhaupt nicht gewürdigt.

Das interne Curriculum wirkt sehr zusammengewürfelt, ich kann beispielsweise mit gut 80% der internen Fortbildungen nicht wirklich etwas anfangen, weitere 15% könnte ich mir falls notwendig problemlos selber aneignen. Weiterbildung von sozialen Kompetenzen (Kommunikation, Präsentation, etc.) sollte hier deutlich mehr Raum einnehmen.

Bezüglich externen Weiterbildungen zeigt sich d-fine weiterhin sehr großzügig, was in meinen Augen einer der großen Vorteile an d-fine is. Kleinere Fortbildungen werden ohne viel Bürokratie gefördert. Die gute Auswahl an großen Fortbildungen (MBAs und andere Master) ist gemeinhin bekannt.


Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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