Wertschätzung sieht anders aus.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Team-Zusammenhalt und der Versuch offen zu Kommunizieren. Leider ist die Kommunikation zu oft schief gelaufen. Dinge wurden immer schon angekündigt, Monate bevor Details bekannt waren und so kochte monatelang die Gerüchteküche über...
Verbesserungsvorschläge
Jetzt ist es zu spät aber beim nächsten Mal: Gute Mitarbeitende fördern und versuchen zu halten, anstatt jahrelang auch die low performer ohne Konsequenzen mit durch zu füttern. Mit Weitblick auf die Firmenstruktur schauen und nicht ohne Plan.
Arbeitsatmosphäre
Niemand arbeitet sich hier tot. Stress hat man nur, wenn man das selber möchte. Durch das schlechte Klima und die teilweisen negativen Vorbilder im Führungskräfte-Gremium, ist die Motivation schon sehr lange sehr tief und das merkt man auch am Einsatz.
Leider herrscht bei Daiichi auch eine stark hierarchische Struktur, die immer weiter ausgebaut wurde, durch das Einziehen von Zwischen-Hierarchie-Ebenen und die Vorgesetzten sind gerne mal mit sich selber und den internen Silos beschäftigt, so dass sich nicht wirklich Zeit genommen wird, für die Mitarbeitenden. Auch will "weiter oben" keiner Kritik an Entscheidungen hören, geschweige denn vorher die Mitarbeitenden in Entscheidungen einbeziehen. Alles soll bitte immer nur abgenickt werden. Das hat zur Folge, dass niemand mehr sagt, wenn etwas nicht läuft, die Motivation sinkt und die Arbeitsqualität stark darunter leidet.
Gehalt/Benefits
Daiichi denkt, dass die Gehälter mittlerweile dem Markt angepasst seien und kommuniziert das auch so. Jetzt, wo so viele gehen, zeigt sich ganz deutlich, wie schlecht die Gehälter im Verhältnis zum Markt sind. Andere Firmen zahlen 20-30% mehr.
Zusätzliche Leistungsabhängige Benefits wurden gerade neu eingeführt aber hier wird wieder nicht nach Leistung, sondern nach Nasenfaktor entschieden, wer so einen Benefit bekommt. Schön auch, dass nicht der direkte Vorgesetzte über die Vergabe entscheidet, sondern jemand eine Etage weiter oben, der die Leistung ja gar nicht einordnen kann. Wertschätzung auch hier Mangelware.
Arbeitsbedingungen
Daiichi hat sich Umweltbewusstsein auf die Fahnen geschrieben, indem z.B. E-Autos in die Flotte aufgenommen wurden. Nur, dass es immer noch keine Möglichkeit gibt, den Zuhause geladenen Strom erstattet zu bekommen und es keinerlei Unterstützung bei der Anschaffung einer Wallbox gibt.
Auch das können andere Firmen weitaus besser. Auch die Raten für Dieselfahrzeuge sind eher im unteren Range...
Der Rest der Technik ist OK aber es ist immer ein Kampf, wenn es etwas neues oder besseres geben soll. Als hätte das Leitungsteam Angst, der Außendienst würde die Sachen dann nur privat nutzen, dabei sind es Arbeitsmaterialien. Jahrelang musste der AD mit einem schlechten und schweren Tablett rumlaufen und das iPad wurde dann nur unter Protest eingeführt und bloß nicht für den privaten Gebrauch freigegeben! Wertschätzung sieht anders aus.

