Ist gut, aber...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tatsächlich viel. Man wird respektvoll behandelt und von direkten Vorgesetzten nicht von oben herab. Es fühlt sich an wie auf Augenhöhe, was heutzutage sehr selten ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Tatsächlich wenig. Direkt fällt mir nichts einschlägiges ein. Wo viele verschiedene Menschen aufeinandertreffen, können Konflikte und Unstimmigkeiten entstehen, aber das muss nicht heißen, dass der Arbeitgeber schlecht ist.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre gut, wenn darauf geachtet wird, dass negative Erfahrungen einzelner Verkäufer/innen, die sie mit Kunden erlebt haben, nicht im Verkaufsraum untereinander ausgetauscht werden würden. Dass so etwas vorkommt ist normal, es sollte aber dann nicht so offensichtlich besprochen werden. Sich mal für das Team und die Atmosphäre untereinander interessieren und nicht nur als typisches und vorübergehendes Verhalten unter Frauen abzutun. Das Sortiment mal wechseln/erneuern oder vernünftiger nachbestellen. Sehr oft fehlen bei Beratung gewisse Größen, was dazu führt, dass Kunden den Laden ohne Einkauf verlassen.
Arbeitsatmosphäre
Allgemein eher locker, angespannter, wenn der Chef anwesend ist, was nicht ganz nachvollziehbar ist, da er eher einen relativ entspannten Eindruck macht, solange man entgegenkommend ist. Einige Kolleg/innen bringen leider sehr oft Unruhe in den Laden, was sehr störend sein kann. Diese machen den Eindruck, als müsste alles unbedingt reibungslos und nur nach ihrem Willen laufen. Fehler anderer werden von ihnen nicht geduldet, ihre eigenen jedoch schon. Die eigene Kreativität wird leider gerne zunichte gemacht, da nur spezielle Kolleg/innen das Privileg haben, den Laden frei gestalten zu dürfen. Es kann Tage geben, wo man vor den Kunden von Kolleg/innen bloßgestellt wird, was diverse Mitarbeiter/innen schon zu Unsicherheiten getrieben hat.
Image
Wechselhaft, würde ich sagen. Die Kunden bemerken angezogene Preise und sind nicht gerade begeistert darüber. Oft wird die Konkurrenz erwähnt, wo man diverse Artikel günstiger bekommt.
Work-Life-Balance
Die Teilzeitkräfte haben, je nach Einteilung, relativ viel Freizeit zur Verfügung. Das variiert. Vollzeitkräfte haben zwei Schichten, die dezent zeitversetzt sind. Ob das passt, muss jeder selber wissen. Man hat je nachdem einen Tag die Woche frei, meist wird der Tag zufällig gewählt, auf Wunsch kann er geändert werden. Samstage sind eher selten frei, man muss explizit darauf bestehen. Leider hat man unter 30 Tage Urlaub im Jahr.
Karriere/Weiterbildung
Online Schulungen, die in der Freizeit gemacht werden können, mehr nicht.
Gehalt/Benefits
Es könnte gerne etwas mehr zum Überleben sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man versucht Müll zu trennen...
Kollegenzusammenhalt
Mal so, mal so, je nach Personen und kollegial freundschaftlichem Grad. Einen echten Zusammenhalt haben aber nur wenige.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle werden möglichst gleich behandelt, wobei es schon eine Art eigene Hierarchie gibt. Jüngere haben generell die schwerere Arbeit zu leisten, die älteren werden oft davon verschont. Man hat schon den Eindruck, dass ältere Kolleg/innen gewisse Vorzüge genießen.
Vorgesetztenverhalten
In den aller meisten Fällen direkt, aber fair. Es wird zugehört, Lösungen gefunden und Feedback zur Verbesserung gegeben. Man soll viele Fragen stellen und man bekommt Tipps, was man im Umgang mit Kunden und in der Beratung besser machen kann. In einigen Situationen kann es sein, dass man aus unangenehmen Situationen ,,gerettet" wird und Hilfestellungen bekommt. Solange man ehrlich ist, zu Fehlern steht und Feedback annimmt, wird man da kaum Probleme haben.
Arbeitsbedingungen
Ab und an muss man die Woche relativ schwere Sachen heben, wie Futter (etwa 12 KG) und Katzenstreu (etwa bis 20 KG). Im Sommer kann es im Laden extrem warm werden, wogegen leider wenig gemacht wird. Die Futterbar kann öfters Ungezieferbefall haben, das schon sehr unangenehm sein kann, da man diesen selbst beseitigen muss. Die Vorgehensweise davon hinterfrage ich schon sehr stark, da ich es für sehr unhygienisch halte.
Kommunikation
Vieles wird einem nicht mitgeteilt, man erfährt von Aktionen zufällig, manchmal liegt ein Ausdruck der erhaltenen E-Mail oder der Gutschein selbst, den die Kunden erhalten haben, an der Kasse, damit man Bescheid weiß. Es wird darauf hingewiesen, dass man die Hauseigene App installieren soll. Weiß man von den Aktionen nichts, reagieren diverse Kolleg/innen gerne empört darüber, anstatt freundlich aufzuklären. Die Kommunikation einiger etwas ,,spezieller" Kolleg/innen lässt leider stark zu wünschen übrig.
Gleichberechtigung
Es gibt zum Zeitpunkt dieser Rezension keinen Mann, der dauerhaft angestellt ist. Allerdings gibt es weibliche Vorgesetzte.
Interessante Aufgaben
Kassieren, Kundengespräche führen, Ware räumen, Pappe ziehen, mit Hunden interagieren und leider auch nicht selten ihre Hinterlassenschaften entfernen.