Welches Unternehmen suchst du?
Dataport AöR Logo

Dataport 
AöR
Bewertung

Behördenstrukturen und Führungslosigkeit

2,7
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Dataport AöR Hamburg in Hamburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das prinzipielle Potential ein "gutes" Unternehmen zu sein.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles relevante schon benannt.

Verbesserungsvorschläge

Anstatt immer Neues anzufangen, die aktuellen Prozesse aufräumen und auf solide Standards heben. Sich besinnen, was eigentlich die genuine Aufgabe für den IT Dienstleister der deutschen Verwaltung ist. Die eigenen Ziele für alle klar bennenen. Die gesellschaftliche Verantwortung, die so ein Unternehmen hat, leben. Als AöR steht man nicht im Wettbewerb, das ist der große Vorteil, dafür aber im Dienst der Gesellschaft. Darum arbeite ich hier und dieses Selbstverständnis vermisse ich.

Arbeitsatmosphäre

Prinzipiell sind ein Großteil der KollegInnen sehr nett und offen und zugänglich. Die schlechte Atmosphäre entsteht durch die absolut unklaren und/oder schlechten Prozesse, die permanent den Arbeitsfluss behindern und zu Frustration führen. Die Kollegialität bleibt dabei erhalten, weil man sich gemeinsam ärgern kann.

Kommunikation

In allen großen Organisationen eine Herausforderung - hier eines der größten Probleme. Es gibt sogar das interne Sprichwort: Wenn Dataport wüsste, was Dataport tut.
Rollen sind unklar, es gibt oft keine klaren oder sogar widersprüchliche Ziele. Vermehrt werden Parallelstrukturen aufgebaut, weil man nicht voneinander weiß. Niemand im Unternehmen könnte umfassend sagen, was wir alles machen.

Kollegenzusammenhalt

Prinzipiell freundliches Umfeld. Wenn man aber auf Probleme stößt, wird man damit nicht immer unterstützt. Es gibt außerdem eine Menge KollegInnen, die jede Arbeit versuchen von sich auf andere abzuwälzen. Aber gibt auch einige echte Perlen, mit denen die Zusammenarbeit eine Freude ist.

Work-Life-Balance

Wenn man sich abgrenzen kann und nicht auf einer überlasteten Stelle sitzt - topp! Sehr flexibel, wenig Kontrolle von oben zur Zeiteinteilung oder zum Workload. Offen für alternative Arbeitszeitmodelle usw.

Vorgesetztenverhalten

Stark abhängig vom Bereich - 1 bis 5 Sterne sind drin. Durch die behördliche Struktur und die vielen Verwaltungsbeamten extrem hierarchisch gegliedert. Generell fehlt es an Bewusstsein für Management Aufgaben in der Führung: personelle Ressourcenverteilung, Mitarbeiter motivieren und auf die richtigen und passenden Aufgaben setzen, klare Ziele vorgeben.

Interessante Aufgaben

auch hier: je nach Position mehr oder weniger. Aber wer Digitalisierung der Verwaltung als lohnende Aufgabe betrachtet, findet hier Interessantes.

Gleichberechtigung

Nicht völlig schlimm, aber in meinem bishherigen Referenzrahmen (IT freie Wirtschaft) eher schlecht. Frauen werden als Führungskräfte respektiert, sobald man auf einer Hierarchie Ebene ist aber oft weniger ernst genommen. Es gibt auch je nach Bereich unterschiedlichste Verteilung - also Buchhaltung klassisch weiblich dominiert, IT männlich. Ich gebe nur zwei Sterne, weil ich vorher noch nie so oft sexistische Witze in Meetings gehört habe, wie hier. Nie böse gemeint (und zuweilen wirklich witzig!) aber im beruflichen Umfeld heute zurecht nicht mehr zeitgemäß. Meines Wissens gibt es zu dem Thema auch keine Sensibilisierung - oder ich habe es nicht mitbekommen.

Umgang mit älteren Kollegen

Kein spezieller Unterschied zu jüngeren.

Arbeitsbedingungen

Je nach Standort. Aber man kann fast komplett im Home Office sein. Ausstattung ist wie in gut ausgestatten Behörden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sticht nicht hervor.

Gehalt/Sozialleistungen

Öffentlicher Dienst mit Tarifvertrag - Gehälter kann man also nachschauen. Je nach Position sehr gut / sehr schlecht. Für ITler unter Branchennorm. Ansonsten keine extra Benefits.

Image

Leider desaströs. Image ist: Veraltet, intransparent, überkomplex, langsam, bürokratisch, zu teuer. Aber damit deckt es sich mit dem Image des Kunden: der deutschen Verwaltung. Anstatt voranzugehen und Verwaltungsprozesse durch innovative Digitalisierung zu verbessern, passt sich Dataport den wahnsinnigen Strukturen der Verwaltung an. Obwohl es sechs (7) Träger gibt um z.B. einheitliche und damit kostengünstigere Lösungen zu etablieren, handelt jeder Träger seine eigenen Einzellösungen aus und Dataport bedient. Langfristig ist das nicht tragbar und es verfehlt Dataports Aufgabe. Das nur als ein Beispiel.
Als AöR ist das Unternehmen politisch gesteuert - das heißt die Richtung geben nicht Fachexperten oder Manager, sondern Politiker / Verwaltungsbeamte und ihre Berater vor.

Karriere/Weiterbildung

Man kann sich einiges an Weiterbildung finanzieren lassen und hat dabei große Wahlfreiheit.
Es gibt sehr viele Jobs und sehr viel Fluktuation - wenn man aufsteigen will, wird sicher was frei.