Einschätzung nach knapp zwei Jahren: Eine Company, in der die Low-Performer den Takt vorgeben...werde kündigen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Thema Work-Life-Balance ist sehr gut umgesetzt. Toller Job vom Personalrat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die ganz schlechte Führungskultur. Das Image vor Kunde. Das Schöngerede unfassbar schlechter Leistung. Die mangelhafte Führungs- und Managementkompetenz und das diese nicht gefördert, sondern sogar ausgebremst wird.
Verbesserungsvorschläge
Führungskultur, Führungskultur, Führungskultur. Image vor Kunde verbessern durch Leistung. Leistungsträger fördern und nicht ausbremsen.
Arbeitsatmosphäre
In einer Company, in der die Low-Performer den Takt vorgeben, lebt es sich als jemand der gern leistet sehr schwer. Die Erfahrung, dass selbst die Abteilungsleitung Leistung ausbremst, ist erschreckend...man stört, wenn man ein "etabliertes" Vorgehen hinterfragt. Man stört die Ruhe, in der sich die Führungskräfte eingerichtet haben. Mund halten ist angesagt. Dazu eine ausgeprägte Schuld-Kultur - es wird ausgiebig nach Schuldigen gesucht. Lösung? Warum auch, wenn jemand anderes ja Schuld ist. Feedback-Kultur? Nicht vorhanden. In der Dataport herrscht eine Atmosphäre, die einfach nur deprimiert. Warum die Dataport hier überwiegend positiv bewertet wird, kann ich nicht nachvollziehen.
Image
Das Image vor Kunden ist schlecht mit fallender Tendenz. Es geht einfach zu viel schief. Die Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag Kundenkontakt haben, merken das ausgiebig. Ich kennen einigen Kolleginnen und Kollegen, die den ständigen Eskalationsmodus nicht mehr aushalten und krank werden. Eine Hauptproblem ist, dass es bei Dataport an Managementkompetenzen fehlt. Ein zahlen- und datenbasiertes Steuern des Geschäftes findet nicht statt. Es wird verwaltet und immer erst reagiert, wenn ein Thema eskaliert.
Work-Life-Balance
Das m.E. einzig richtig Positive. Homeoffice, Arbeitszeitflexibilität, Urlaub, Regelung für Auszeiten...alles sehr gut. Da hat vor allem der Personalrat einen sehr guten Job gemacht.
Karriere/Weiterbildung
Karriere macht man bei Dataport nur, wenn man den Richtigen kennt. Das Angebot an Weiterbildungen ist vielfällig, jedoch häufig von keiner guten Qualität.
Gehalt/Benefits
Im öffentlichen Dienst überdurchschnittlich. In der IT-Branche unterer Durchschnitt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Welches Umweltbewusstsein? Sozialbewusstsein? Einem selbst geht es ja gut - das reicht.
Kollegenzusammenhalt
Die Leute halten zusammen. Vielleicht auch, weil es kaum noch zu tragen ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich bin froh, dass ich bei Dataport nicht alt bin. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen älteren Semesters, die schon vor Jahren innerlich gekündigt haben und nur noch, meist im HomeOffice, ihre Zeit absitzen. Eine Verschwendung von Wissen, Erfahrung und Kompetenz. Der Grund: komplettes Führungsversagen.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe in knapp zwei Jahren keine Führungskraft bei Dataport erlebt, die ich als fachlich und methodisch kompetent und als führungsstark bewerten würde. Nach welchen Kriterien bei Dataport Führungskräfte ausgewählt werden, ist mir ein Rätsel. Wissen, Erfahrung, Können und Führungskompetenz sind es nicht. Ich habe noch nie eine Arbeitgeber gehabt, mit einer so schlechten Führungskultur.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind überwiegend gut. Die Ausstattung mit Technik passt. Schreibtische, Stühle, Räumlichkeiten sind auf hohem Niveau. Einige Software ist veraltete und sollte ersetzt werden. Im Großen und Ganzen passt das aber.
Kommunikation
Es ist immer alles ganz toll. Vor allem man selbst. Die Dataport ist weltklassen. Selbst wenn die Schlechtleistungen in der überregionalen Pressen ankommen, es lässt sich immer etwas finden, was ganz toll ist. Eine kritische Selbstreflexion erfolgt nicht...man beweihräuchert sich lieber ausgiebig selbst. Und wenn es gar nicht mehr anders geht - dann ist der Auftraggeber schuld.
Gleichberechtigung
Es wird viel für die Entwicklung und Förderung von Frauen getan...was sehr gut, richtig und mal etwas Positives ist. Es werden ordentlich Regenbogenfahnen aufgehängt. Sonst passiert in Sachen Diversität aber wenig.
Interessante Aufgaben
Langweilig trifft es am ehesten. State of the Art ist hier eigentliche nichts.


