Callcenter-Arbeit mit hoher Kontrolle und verbesserungswürdigen Pausenregelungen
Arbeitsatmosphäre
Die Vorgesetzten sind grundsätzlich nett und höflich im Umgang. Allerdings herrscht ein sehr starkes Kontrollsystem. Die Leistung wird nicht nur täglich, sondern teilweise stündlich oder minütlich überwacht. Bei Abweichungen folgen schnell Gespräche, die mit spürbarem Druck verbunden sind. Das führt langfristig zu Stress und Unsicherheit.
Work-Life-Balance
Es gibt bei Vollzeit eine gesetzliche Pause von 30 Minuten sowie zusätzlich 30 Minuten sogenannte „Bildschirmpause“, die vom Arbeitgeber gewährt wird. Problematisch ist jedoch, dass Toilettengänge von dieser Bildschirmpause abgezogen werden. Ein Klogang ist keine Erholung und keine Pause, sondern ein Grundbedürfnis. Diese Regelung empfand ich als wenig sinnvoll und belastend.
Gehalt/Benefits
In Anbetracht der hohen Kontrolle, des psychischen Drucks und der emotionalen Belastung empfinde ich das Gehalt als nicht angemessen.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren nett und eigentlich hilfsbereit. Trotzallem konnten wir uns nicht wirklich unterhalten/austauschen oder uns gegenseitig helfen, da wir immer für die Line verfügbar sein mussten.
Vorgesetztenverhalten
Menschlich sind die Führungskräfte sehr nett und vollkommen in Ordnung, allerdings wird stark auf Zahlen und Kontrolle gesetzt. Das Micromanagement steht oft im Vordergrund, wodurch wenig Vertrauen in die Mitarbeitenden vermittelt wird.
Kommunikation
Es gibt ein Intranet.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an sich ist fachlich nicht schwer. Es gibt keine komplizierten Formeln oder besonders anspruchsvollen Inhalte. Dennoch ist die Tätigkeit sehr anstrengend, da man täglich mit emotional belasteten und teils schwierigen Kundengesprächen zu tun hat, die psychisch mitnehmen können.