Dieses Unternehmen ist nur für (Sport)Verrückte...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Tätigkeitsbereich ist für Sportinteressierte wirklich top! Man darf schnell größere Projekte umsetzen und kommt in Kontakt mit Stakeholdern aus Sport, Medien und coolen Brands.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Geklüngel der oberen Riege, die Willkür und Psychospielchen gegenüber Mitarbeitern, der ewige Sparkurs, fehlende Innovationen, keinerlei Benefits für Mitarbeiter, die schlechte Bezahlung, das alte und schlechte Equipment, die Doppelmoral beim Thema Kosten (obere Riege hat mittlere 6-stellige Reisekosten pro Jahr, überall anders darf es nichts kosten bzw. wird gespart).
Verbesserungsvorschläge
Meiner Meinung nach kann es nur einen positiven Wandel geben, wenn man den Personenkreis der "Ewigen" aufbricht. Diese haben über alle Gewerke wie Marketing, Produktion, Media Sales, HR, usw. das Unternehmen im Griff, machen so weiter wie immer und decken sich gegenseitig.
Nur so kann man nachhaltig positive Veränderungen erzielen.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt keine Unternehmensphilosophie. Das Einzige, was sicher ist, sind Kürzungen, Sparmaßnahmen und mehr Workload bei gleichbleibendem Gehalt.
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen gerne modern und innovativ, nach innen ist es eher das Gegenteil.
Es gibt einen Personenkreis, der schon ewig bzw. schon immer Teil des Unternehmens ist und dieses über alle Gewerke hinweg fest im Griff hat. Wenn man nicht nach den Regeln dieser Leute spielt, hat man keine Freude - und positive Veränderungen, Innovationen oder Benefits für die Mitarbeiter kann man auch nicht erwarten, so lange das so bleibt.
Kommunikation ist über alle Gewerke hinweg eine einzige Katastrophe. Der Fokus liegt eher auf persönlichen Befindlichkeiten der Führungsriege als auf der Belegschaft.
Führungskräfte reden schlecht über Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen wollen. Dreckige Trennungen von Mitarbeitern inklusive Rechtsstreits, initiiert von der oberen Riege, finden häufig statt.
Gut ist das Thema Work-Life-Balance. In 4 Jahren bei DAZN gab es nur selten Tage, an denen es wirklich zu viel war.
Gleiches gilt auch für den Tätigkeitsbereich: Wenn man Sport liebt, ist man bei DAZN richtig.
Gehalt/Benefits
Ein Trauerspiel. Man rekrutiert fast ausschließlich Studienabsolventen und Leute mit wenig Erfahrung, da nur diese bereit sind, für die lächerlichen Gehälter zu arbeiten. Auf Gehaltsanpassungen wartet man sehr lange und selbst, wenn diese passieren, bewegt man sich immer noch weit unterm Branchenschnitt.
Karriere ist nur möglich, wenn man einen langen Atem hat und die Gunst des engen Kreises genießt. Hat man die Gunst nicht, wird's schwer bzw. eigentlich unmöglich.
Die öffentliche Wahrnehmung ist weiterhin schlecht - interessiert aber auch nicht wirklich jemanden im Unternehmen.
Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es keine.
Arbeitsbedingungen
Das Büro am Ostbahnhof ist ok, jedoch viel zu klein für die vielen Leute. Einen Officemanager sucht man bis heute vergeblich, weshalb unter anderem defekte Toiletten oder Türen mehrere Wochen auf eine Reparatur warten.
Das Equipment (PC, Handy etc.) ist alt und es gibt keinerlei Möglichkeiten, Geräte zu tauschen - absolut peinlich.
Moral bzw. Umwelt/Sozialbewusstsein sucht man vergeblich. Besonders im Sales arbeitet man nur zu gerne mit Wettanbietern zusammen - es geht hier nur ums Geld.
Gleichberechtigung
Frauenanteil marginal und die Belegeschaft überwiegend jung. Wahrscheinlich ist das Unternehmen für ältere kollegen einfach nicht mehr zumutbar bzw. lassen diese das einfach nicht mehr mit sich machen.