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Systel 
GmbH
Bewertung

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Mehrfachbewertung

Von den "goldenen Zwanzigern" zur Hochburg der Zielkonflikte in Rekordzeit

3,7
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei DB Systel GmbH in Frankfurt am Main gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gute Rahmensetzung (Tarifverträge, zuverlässige Gehaltsabrechnung, Betriebsrat, ...), tolle Kollegen, (noch) hoher Grad an selbstbestimmter Arbeit, flexible Arbeitsbedingungen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mal wieder zu viel Bürokratie und Controlling.
Prognose: Mittelfristig schlechte berufliche Perspektiven, auf lange Sicht hohe Unsicherheit.

Verbesserungsvorschläge

Ich bin ratlos. Tretet dem Verkehrsminister gegen das Schienbein und holt den früheren Bahn-Chef zurück!

Arbeitsatmosphäre

Die Teams funktionieren weiterhin gut, das Klima ist überwiegend konstruktiv. Aber Viele stehen vor vielfältigen neuen Herausforderungen wie Controlling-Maßnahmen, Governance-Anforderungen, Einstellungsstopp, Budgetkürzungen, konsequente Einforderung nach Eigenwirtschaftlichkeit der Teams etc.. Die Stimmung droht zu kippen.

Image

Sehr durchwachsen und unübersichtlich. Akut Betroffene sind häufig tief enttäuscht. Stellenabbau und struktureller Umbau werden von vielen als politische Entscheidung wahrgenommen. Die GF steht in der Erklärungspflicht, aber die Verantwortung liegt beim Haupteigentümer, dem Verkehrsministerium.

Work-Life-Balance

Die bisherigen Regeln und Optionen (Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, Lebensarbeitszeitkonto) bestehen weiterhin - zumindest auf dem Papier. Einige Kollegen arbeiten quasi heimlich, teils an den Wochenenden, um den hohen Anforderungen noch gerecht werden zu können, andere erleben eine eher ausgeglichene Arbeitssituation.

Karriere/Weiterbildung

Z.Zt. de facto keine Karrierechancen. Weiterbildung nur soweit betriebsnotwendig.

Gehalt/Benefits

Faires Gehaltsniveau. Leider auch Gehaltsungerechtigkeiten. Sozialleistungen vorbildlich, z.T. aber auch nur von geringem Nutzen für viele Mitarbeiter (z.B. Jobrad).

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Temperaturabsenkung (im Winter bzw. -anhebung im Sommer) in den Büros wird von den Mitarbeitern mitgetragen. GreenIT wurde verfolgt und gefördert. Mobilitätswende und alternative Verkehrsmittel genossen hohes Interesse. Aktuell treiben das Unternehmen jedoch andere Themen um ...

Kollegenzusammenhalt

Überwiegend gut, jedoch sehr unterschiedlich. Unter dem Eindruck von Stellenabbau und radikaler Umorganisation treiben Sorgen und Ängste ihre Blüten. Missratene Führung und Konkurrenzverhalten verstärken teils den Druck auf die einzelnen Mitarbeiter. Ohne die vorangegangene wertebasierte sog. "Transformation" hätten wir jetzt vermutlich ein "Hauen und Stechen".

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen scheinen gerade bei den sog. freiwilligen Fluktuationsinstrumenten vorne an zu stehen. Ansonsten keine Pauschalaussage möglich.

Vorgesetztenverhalten

Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen: Es zeigt sich, wer verantwortungsbewusst und werteorientiert denkt und handelt und wer nicht, wer die vielen Herausforderungen mit Empathie, Haltung und Geschick zu meistern weiß und wer damit überfordert ist.
Krankmeldungen werden stärker hinterfragt, Abmahnungen angedroht.

Arbeitsbedingungen

Nichts ist perfekt. Bugs und Störungen in den Arbeitsumgebungen kommen regelmäßig vor, werden aber stets nach bestem Vermögen behoben. Monitore sind teils veraltet (VGA- und DVI-Anschlüsse), Stühle defekt. Das ist nachhaltig und sparsam, gemessen z.B. an den Mietkosten der Büros aber unverständlich.
Hoher Grad an mobilem und flexiblem Arbeiten; d.h. jeder kann selbst Zeit und Ort wählen, wo ungestörtes oder gemeinschaftliches Arbeiten am ehesten möglich ist.

Kommunikation

Tadellos. Natürlich kann man nicht jedem Informationsbedürfnis gerecht werden, aber die notwendigen Informationen kommen bei den Mitarbeitern an.

Gleichberechtigung

Grundsätzlich werden alle Mitarbeiter gleich behandelt. Nach meinem Eindruck werden Frauen eher gefördert, um in attraktive Positionen zu gelangen. Über Diversität wird nach meiner Wahrnehmung nicht mehr gesprochen. Wertschätzung für Qualitäten und Fähigkeiten, die nicht unmittelbar zur Wirtschaftlichkeit beitragen, nehme ich nicht mehr wahr.

Interessante Aufgaben

Breites Spektrum an Technologien und Aufgaben. Für die Umsetzungsteams ändert sich bislang wenig. Individualentwicklung, Systemintegrationen oder innovative Erneuerungen finden weiterhin statt.
Aber Agility Master und Product Owner, quasi das Rückgrat der Teams, werden zunehmend aus ihrer Rolle gedrängt, wenn Teams zusammengelegt oder aufgelöst werden. Administrative Stellen und Unterstützerrollen stehen auf dem Prüfstand oder wurden bereits abgeschafft.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.