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DCON 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Zwischen Micromanagement und Inszenierung – Führungsverhalten mit wenig Substanz

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei DCON GmbH in Kaiserslautern gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Loungebereich
- Frisches Obst

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Die Teamleitung im Marketing agierte oft unklar, stark kontrollierend und gleichzeitig überinszeniert – Micromanagement war an der Tagesordnung.

-Private Themen der Teamleitung nahmen regelmäßig viel Raum ein und lenkten vom eigentlichen Arbeiten ab.

-Kritik oder Rückfragen an die Teamleitung wurden selten sachlich angenommen, sondern meist persönlich aufgefasst.

-Neue Kolleg:innen – auch Aushilfen – wurden bei Nachfragen teilweise ungeduldig oder genervt behandelt. Eine offene, unterstützende Teamkultur war kaum spürbar.

-In der Marketingabteilung fehlten grundlegende Strukturen – etwa eine klare Aufgabenverteilung, funktionierendes Reporting oder geeignete Grafikprogramme. Auch fehlte zwischen Social Media und Website eine klare inhaltliche und strategische Abstimmung. Möglicherweise lag das an der spürbar hohen Fluktuation im Marketing- und Sales-Bereich – die Teamleitung musste häufig auch im Sales aushelfen, was zulasten des Marketings ging. Für ein scheinbar etabliertes Unternehmen waren diese Lücken für mich dennoch überraschend.

Verbesserungsvorschläge

-Führungsrolle klarer wahrnehmen.
Eine Teamleitung sollte durch Klarheit, Verlässlichkeit und Souveränität führen – nicht durch Unsicherheit und Micromanagement.

-Privates besser vom Beruflichen trennen.
Wenn persönliche Themen regelmäßig in den Arbeitsalltag getragen werden, leidet nicht nur die Konzentration, sondern auch die Professionalität.

-Offener mit Kritik umgehen.
Rückmeldungen sollten sachlich angenommen werden. Kritik ist kein Angriff, sondern gehört zum Arbeitsalltag – gerade in einer Führungsposition.

-Fachliche Aufgaben begleiten, nicht abwälzen.
Wenn Mitarbeitende sich komplexe Themen wie ITIL aneignen sollen, braucht es Ansprechpartner und funktionierende interne Abläufe – kein Weiterverweisen von Schreibtisch zu Schreibtisch.

-Offboarding respektvoll und professionell gestalten.
Der Abschied verlief sehr abrupt und überstürzt – ohne Dank, ohne persönliches Wort, ohne jede Form von Wertschätzung. Stattdessen hieß es: „Ich habe ein Problem mit deinem Hund.“ und „Ich kann dir nicht die Hand geben, weil du deinen Hund dabei hast.“ Ein alternativer Termin wurde nicht angeboten – ich sollte innerhalb weniger Stunden ins Büro kommen. Eine Verabschiedung von Kolleg:innen war dadurch nicht möglich. Das hinterlässt keinen guten Eindruck.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung war oft angespannt. Private Themen der Teamleitung waren in Meetings und Calls nahezu immer präsent – auf Kosten von Fokus und Produktivität, auch bei ihr selbst. Eine Kollegin wirkte regelrecht erleichtert, wenn die Teamleitung nicht im Büro war.

Kommunikation

Kritik wurde kaum aufgenommen oder direkt persönlich genommen. Die Feedbackprozesse waren insgesamt ineffektiv: Redaktionelle Inhalte wurden mehrfach überarbeitet, weil sie von Anfang an nicht klar oder konsequent korrigiert wurden. Statt eindeutiger Rückmeldungen gab es mit jeder neuen Schleife andere, angebliche Fehler – ohne erkennbare Linie oder nachvollziehbare Begründung. Selbst die eigene Wortwahl der Teamleitung wurde später wieder revidiert. Klare, konsistente Kommunikation war so nicht möglich – und für Mitarbeitende auf Dauer stark demotivierend. Sachliches Feedback führte eher zu Distanz oder überkritischen Reaktionen als zu offenem Austausch.

Kollegenzusammenhalt

Das Verhältnis im Team war von Zurückhaltung geprägt. Selbst bei gemeinsamer Anwesenheit im Raum wurden Fragen schriftlich über MS Teams gestellt.

Work-Life-Balance

Für längere Arbeitstage – etwa im Rahmen von Events – fehlten klare Regelungen oder Absprachen. Homeoffice war grundsätzlich möglich. Allerdings variierte die Handhabung je nach Abteilung spürbar.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungskraft zeigte starkes Micromanagement – bei gleichzeitigem Anspruch, dass man eigenverantwortlich arbeiten soll. Dieser Widerspruch wirkte wenig vertrauensvoll. Auch persönlich wirkte sie oft überinszeniert und unauthentisch (z. B. extremes Lächeln, das im nächsten Moment plötzlich verschwunden war).

Auch in Pausen wurde häufig weiter über offene Themen gesprochen, was es schwer machte, kurz abzuschalten oder sich informell auszutauschen.

In einem Online-Meeting mit einem externen Lieferanten stand wieder ein privates Thema im Vordergrund. Die Teamleitung verließ mehrfach kommentarlos den Arbeitsplatz und kehrte später mit Tränen in den Augen zurück – ohne das Meeting zu unterbrechen oder zu erklären, was los war. Das wirkte auf alle Beteiligten eher unangenehm und unprofessionell.

Mit Kritik konnte sie schwer umgehen. Rückmeldungen führten selten zu echtem Austausch, sondern eher zu Abstand oder übermäßiger Korrektur. Es entstand der Eindruck, dass sie mit ständiger Detailkritik eigene Unsicherheiten überspielen wollte. Insgesamt war es nicht leicht, ihr Auftreten als souverän oder führungsstark wahrzunehmen.

Interessante Aufgaben

Es gab viele interessante Aufgaben, allerdings überwiegend als Zuarbeit für die Teamleitung.

Arbeitsbedingungen

Die Luftfeuchtigkeit im Büro war dauerhaft schlecht, was bei mir zu Augenproblemen führte.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nachhaltigkeit spielte bei den verwendeten Marketing- und Streuartikeln kaum eine Rolle. Materialien und Verpackungen wirkten weder umweltbewusst noch zeitgemäß. Eine grundlegende Überarbeitung in Richtung nachhaltigerer Lösungen wäre angebracht.

Karriere/Weiterbildung

Ich sollte mir im Rahmen meiner Aufgaben ITIL-Wissen aneignen. Da DCON mit Servity als „Accredited Tool Vendor Platinum“ für alle 19 ITIL 4 Practices zertifiziert ist, hätte ich erwartet, dass entsprechendes Wissen intern strukturiert vermittelt wird. Stattdessen wurde ich von Person zu Person geschickt, bis ich das benötigte Buch schließlich über Umwege bekam.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Gehalt/Benefits

Image

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Arbeitgeber-Kommentar

Christian KorteGeschäftsführer

Liebe ehemalige Kollegin,
Lieber ehemalige Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit für eine ausführliche Bewertung genommen hast. Es tut uns leid, dass deine Zeit bei uns von negativen Erfahrungen geprägt war. Wir bedauern, dass der kurze Zeitraum der Zusammenarbeit von dir so empfunden wurde. Trennungen, insbesondere nach kurzer Zeit, sind auch für uns nie leicht.

Bei DCON legen wir großen Wert auf Menschlichkeit, ein respektvolles Miteinander und offene, wertschätzende Kommunikation. Kritik und unterschiedliche Sichtweisen sind bei uns jederzeit willkommen, und wir möchten aus Rückmeldungen wie deiner lernen, um unsere Führungs- und Feedbackkultur weiter zu verbessern.

In deiner Bewertung sprichst du die Teamleitung im Marketing direkt an und schilderst verschiedene Vorwürfe. Unsere Marketing-Teamleiterin ist eine erfahrene und geschätzte Kollegin, die durch viele Stärken überzeugt. Deine Wahrnehmung ihres Führungsstils als unklar und kontrollierend werden wir im Team reflektieren, da Klarheit, Verlässlichkeit und Professionalität in der Führung für uns sehr wichtig sind. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass die von dir angesprochene emotionale Situation auf einen persönlichen Schicksalsschlag zurückzuführen war, den unsere Kollegin in diesem Moment erlitten hat. Wichtig dabei ist mir folgendes: auch Führungskräfte sind Menschen. Sie geben ihr Bestes und machen Fehler.

Zum Thema Raumklima: Wir stellen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Bedarf Luftbefeuchter zur Verfügung. Du hättest selbstverständlich auch einen benutzen können. Die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen liegt uns sehr am Herzen.

Besonders bedauere ich deinen Eindruck von deinem Abschied. Es tut mir aufrichtig leid, dass dein Offboarding abrupt und für dich nicht wertschätzend ablief. Das hätte nicht passieren dürfen, und ich entschuldige mich dafür. Eine respektvolle Verabschiedung ist uns wichtig, und wir werden sicherstellen, dass dies in Zukunft besser gelingt.

Abschließend möchte ich noch eines ansprechen: ich kann nachvollziehen, dass du enttäuscht und frustriert bist, dennoch finde ich es schade, dass deine Kritik so öffentlich im Internet und persönlich gegen eine einzelne Person gerichtet ist. Das entspricht nicht unserem Verständnis von einem fairen und sachlichen Miteinander. Die von dir erhobenen Vorwürfe sind drastisch formuliert und zeichnen aus unserer Sicht ein einseitiges Bild. Es gibt immer zwei Seiten jeder Geschichte, und wir hoffen, dass dies auch den Lesern deiner Bewertung bewusst ist. Persönliche Angriffe entsprechen nicht unseren Werten. Kritik sollte sachlich und konstruktiv geäußert werden.

Trotz allem danke ich dir für einige konstruktive Anregungen, die wir als Anlass für Verbesserungen nutzen. Für deinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir dir alles Gute. Solltest du das Gespräch persönlich suchen wollen, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Viele Grüße
Christian

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.