Es war mal schön...
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war mal gut. Seitdem das Management vor einem reichlichen halben Jahr komplett ausgetauscht wurde und das IT-Team durch vermeintliche betriebsbedingte Kündigungen sowie Kündigungen durch Mitarbeitern faktisch zerstört wurde, herrscht Verunsicherung und Unzufriedenheit.
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Die Firma als solche kennt kaum jemand.
Work-Life-Balance
Dauerhafter Druck, um von oben willkürlich festgelegte Fristen, welche vom Management nicht mit dem Team abgesprochen wurden, zu halten, ist deutlich spürbar. Dass Arbeit auch krank machen kann, haben einige Kollegen am eigenen Leib erfahren.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht vorhanden. Weiterbildungen gibt es nicht bzw müssen im Tagesgeschäft oder in der Freizeit nebenbei eigenständig erfolgen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war und ist gut. Durch die De-facto-Zerstörung der IT-Abteilung sind diejenigen Kollegen, die noch verblieben sind, noch enger zusammengerückt. Man redet offen und ehrlich miteinander und steht füreinander ein.
Vorgesetztenverhalten
Die Mitarbeiter sind in erster Linie Ressourcen, ein Interesse am Menschen ist nicht wirklich vorhanden. Wertschätzung, Empathie, soziale Kompetenz oder Kritikfähigkeit sind Fehlanzeige. Es wird zwar immer davon gesprochen, dass Kritik offen angesprochen werden soll, sie wird aber nicht angenommen, sondern abgewiegelt. Für Probleme, die man anspricht soll man doch bitte selber gleich eine Lösung mitbringen. Das ist nicht mein Verständnis von Führung, ebenso wenig wie die Anwesenheit des Managements in Entwickler-Meetings, welche das mangelnde Vertrauen durch Micromanagement unterstreicht.
Arbeitsbedingungen
Die sehr zentrale Lage des Büros in der Dresdner Altstadt ist ein großer Pluspunkt. Die Ausstattung der Arbeitsplätze ist ok.
Kommunikation
Entscheidungen werden entweder verspätet oder gar nicht kommuniziert, Feedback gibt es faktisch nicht, ganz zu schweigen von Wertschätzung. Essentielle Informationen bekommt man meist nur über den Buschfunk mit. Ist man bei einem Meeting, in dem weitreichende Dinge dann doch mal kommuniziert werden, krankheits- oder urlaubsbedingt nicht anwesend, muss man sich darauf verlassen, dass einen Kollegen darüber informieren.
Termine oder Fristen erfährt man beiläufig in einem Meeting.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im oberen Durchschnitt, wenn man es mit der Dresdner IT-Landschaft vergleicht. Es gibt zahlreiche Insentives, wie Zuschuss zum Jobticket oder Jobrad, Kita-Zuschuss, Cooperate Benefits etc.
Gleichberechtigung
Innerhalb des Teams absolut gegeben. Beim Management bekommt man, auch bedingt durch den Umgang mit anderen Frauen im Unternehmen, sehr stark den Eindruck, dass da ein Ego-Problem vorliegen könnte.
Interessante Aufgaben
DIe Aufgaben sind interessant und abwechslungsreich, auch wenn bedingt durch den Weggang essentieller Mitarbeiter Aufgaben, welche nicht im Rahmen der Qualifikation des Mitarbeiters liegen, nun durch diesen übernommen werden müssen.


