Intransparente Entscheidungsprozesse und Zwei-Klassen-Gesellschaft
Kommunikation
Man kann sich auf das Wort der Führungsebene nicht verlassen. Es herrscht eine Kultur der Unverbindlichkeit: Absprachen werden nur mündlich getroffen und bei Bedarf kurzerhand fallen gelassen. Wer auf schriftliche Bestätigungen drängt, stößt auf Widerstand. Diese ‚Politik der leeren Versprechungen‘ schadet dem Vertrauensverhältnis massiv und macht eine langfristige Planung unmöglich.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich massiv verschlechtert. Während früher flexible und mitarbeiterfreundliche Regelungen galten, herrscht nun ein starrer Präsenzzwang. Besonders für Kollegen mit sehr langen Anfahrtswegen ist dies eine enorme Belastungsprobe. Dass bewährte Freiheiten ohne Not gestrichen wurden, zeigt eine deutliche Rückwärtsgewandtheit des Unternehmens. Die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf wird hier dem Kontrollzwang geopfert.
Gleichberechtigung
Die Handhabung der Präsenzpflicht ist leider extrem willkürlich. Während ein Teil der Belegschaft strikt im Büro erscheinen muss und bei Abweichungen sofort mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen (Abmahnungen) gedroht wird, existieren für viele andere Mitarbeiter undurchsichtige Ausnahmeregelungen (von 1x pro Quartal bis zu komplettem Homeoffice).
Auf Nachfrage zu den Kriterien für diese Ausnahmen erhält man keine Antworten; stattdessen wird die Verantwortung lediglich an die nächsthöhere Führungsebene weitergereicht. Ein fairer, nachvollziehbarer Standard fehlt völlig. Wer Transparenz und Gleichbehandlung sucht, wird hier enttäuscht.

