Konflikte bleiben ungelöst, Kommunikation unklar
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich habe die Ausbildung in vielen Bereichen als sehr lehrreich und interessant erlebt. Besonders positiv war die Zusammenarbeit mit meiner Ausbilderin, die mich gut betreut und unterstützt hat. Die Aufgaben und Tätigkeiten waren abwechslungsreich und haben Spaß gemacht, sodass man viele unterschiedliche Einblicke gewinnen konnte. Auch die Arbeitszeiten waren flexibel gestaltbar, von Früh-, Mittel- bis Spätschichten war vieles möglich. Die Ausbildungsvergütung empfand ich als angemessen und fair. Zudem bestehen laut Informationen gute Karrieremöglichkeiten, etwa die Weiterentwicklung zum Handelsfachwirt oder in Richtung Marktleitung. Insgesamt habe ich die Ausbildung genutzt, um wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln und einen guten Einblick in die Arbeitsabläufe und Strukturen des Unternehmens zu erhalten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein zentraler Kritikpunkt ist die Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Versuche, Probleme mit bestimmten Kolleg:innen oder Konfliktsituationen über die Marktleitung zu klären, blieben oft erfolglos. Es wurde zwar signalisiert, dass Gespräche stattfinden und offene Ohren vorhanden sind, tatsächlich wurden jedoch nur selten Maßnahmen umgesetzt oder Veränderungen herbeigeführt. Außerdem kam es zu widersprüchlichen Informationen: Projektfortschritte oder erledigte Aufgaben wurden teilweise nicht anerkannt oder falsch kommuniziert. Insgesamt führte dies dazu, dass man sich in Konfliktsituationen oft nicht ernst genommen fühlte und die Kommunikation als unklar und wenig verlässlich
wahrgenommen wurde
Verbesserungsvorschläge
Um die Ausbildung und die Arbeitsatmosphäre zu verbessern, wäre es sinnvoll, den respektvollen Umgang gegenüber Auszubildenden stärker zu fördern. Fehler sollten konstruktiv besprochen werden, anstatt sie sofort abzuwerten oder auf die Auszubildenden zu übertragen. Ebenso wäre es wichtig, Krankheits- oder Notfallsituationen sensibel zu behandeln, sodass Auszubildende nicht mit zusätzlichem Druck oder abwertendem Verhalten konfrontiert werden.
Die zwischenmenschliche Stimmung innerhalb der Abteilungen könnte durch klarere Strukturen, einheitliche Vorgaben und offene Kommunikation verbessert werden. Lästereien und Ungleichbehandlungen unter Kolleg:innen sollten reduziert werden, um ein unterstützendes und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dabei könnte auch die Abteilungsleitung durch positives Vorbildverhalten die Arbeitsatmosphäre spürbar verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war sehr belastend und stark von der Laune einzelner Kolleg:innen sowie der Abteilungsleitung abhängig. Lästereien untereinander, Ungleichheiten und ständiger Druck prägten den Alltag. Kollegen verschwanden mehrmals stündlich zum Rauchen oder machten eigene Pausen, während Auszubildende schief angesehen wurden, wenn sie kurze Unterbrechungen hatten. Fehler einzelner Mitarbeiter:innen wurden häufig an Auszubildende weitergegeben. Krankheits- oder Notfallsituationen führten zu Ignoranz und abwertendem Verhalten, wodurch man sich sehr unwohl und unter Druck fühlte. Insgesamt war die Atmosphäre bedrückend, man fühlte sich kaum unterstützt, und die ständige Spannung war spürbar.
Karrierechancen
Die Karriereschancen werden als gut beschrieben: Es besteht die Möglichkeit, sich bis zum Handelsfachwirt oder sogar zur Marktleitung weiterzuentwickeln. Da ich die Ausbildung jedoch abgebrochen habe, kann ich die tatsächliche Umsetzung nicht beurteilen
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich flexibel und abwechslungsreich, von Früh-, Mittel- bis Spätschichten ist vieles möglich. Während meiner Zeit hatte ich jedoch nur Frühschichten, was bei Arztterminen etwas schwierig war, da immer ein Ersatz gefunden werden musste
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung ist angemessen und entspricht den Erwartungen, sodass hier grundsätzlich keine Beschwerden bestehen
Die Ausbilder
In meiner Abteilung war ich mit meiner Ausbilderin sehr zufrieden; durch die Erfahrungen mit anderen Ausbilder:innen zeigt sich jedoch ein abteilungsabhängiger Unterschied, sodass man genau weiß, an wen man sich bei Fragen wenden sollte und bei wem eher weniger
Spaßfaktor
Zu Beginn der Ausbildung war der Spaßfaktor hoch, jedoch nahm er im Laufe der Zeit ab, da die zwischenmenschliche Stimmung innerhalb und zwischen den Abteilungen teilweise negativ war. Konflikte, gegenseitiges Lästern und eine angespannte Atmosphäre führten dazu, dass man mitunter eher mit Bauchschmerzen zur Arbeit ging
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben und Tätigkeiten haben Spaß gemacht und waren abwechslungsreich, sodass man viele unterschiedliche Einblicke gewinnen konnte
Variation
Die Aufgaben waren teilweise abwechslungsreich, boten aber auch viele Wiederholungen, sodass sich Routine und Variation die Waage hielten
Respekt
Der respektvolle Umgang gegenüber Auszubildenden war sehr gering. Fehler wurden sofort kritisiert, Leistungen nicht anerkannt, und Krankheits- oder Notfallsituationen führten zu zusätzlichem Druck. Auch nach einer Abwesenheit wurde deutlich gezeigt, dass diese nicht geschätzt wird, teilweise durch Ignoranz oder abwertendes Verhalten. Zwischenmenschliche Konflikte und Lästereien verstärkten die angespannte Atmosphäre zusätzlich

