Arbeiten in der Sauna: 48 Grad unterm Glasdach und Druck von oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Gutes Gehalt: Für die Einzelhandelsbranche wird hier wirklich nicht schlecht bezahlt und das Geld kommt immer absolut pünktlich.
• Umgang im Team: Der Zusammenhalt im eigenen Markt ist (wenn man seine Pappenheimer kennt) völlig in Ordnung.
• Respekt vor Erfahrung: Ältere Mitarbeiter werden bei uns im Team voll geschätzt und gut behandelt.
• Sichere Aufgaben: Die Arbeit mit den Kunden ist abwechslungsreich und man hat einen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Absolut mangelhaft sind die Arbeitsbedingungen im Sommer: Bei bis zu 48 Grad unterm Glasdach bekommt man keine Luft, aber die gesetzlichen Hitzepausen werden totgeschwiegen. Zudem nerven die realitätsfernen Vorgaben der Regionalleitung und der Leads. Diese Leute kontrollieren nur den Aufbau, statt mal selbst anzupacken oder auf die Mitarbeiter zu hören. Auch der Austritt aus dem Tarifvertrag ist ein großer Minuspunkt.
Verbesserungsvorschläge
1. Klimatisierung oder Hitzeschutz unter den Glasdächern für den Sommer installieren – 48 Grad sind gesundheitsgefährdend.
2. Die vorgeschriebenen 10-minütigen Hitzepausen pro Stunde müssen offen kommuniziert und eingehalten werden.
3. Die Regionalleitung und die Leads sollten weniger von oben herab kontrollieren, sondern mehr auf die Erfahrung der Mitarbeiter vor Ort hören. Realitätsferne Vorgaben helfen im Markt nicht weiter.
4. Wieder zurück in den Tarifvertrag wechseln, um den Mitarbeitern langfristig faire und sichere Perspektiven zu bieten.
Arbeitsatmosphäre
„Mir fällt auf, dass die Zusammenarbeit stark von der Abteilung abhängt. Manche Teams verstehen sich gut, bei anderen gibt es leider oft Probleme bei der Kommunikation.“
Image
Das Image in der Öffentlichkeit ist eigentlich gut. Allerdings klaffen Schein und Sein hier ein Stück auseinander. Der gute Ruf wird vor allem von der harten Arbeit der Mitarbeiter im Markt getragen, während die Führungsebene dem eigenen Image intern oft nicht gerecht wird.
Work-Life-Balance
Ich persönlich bin zufrieden mit meinen Arbeitszeiten. Es kommt aber stark auf die Stelle an, da viele andere Kollegen extrem viele Überstunden machen müssen.
Karriere/Weiterbildung
Für Pflicht-Weiterbildungen wird gesorgt. Karrierewege sind durch die starre Kontrolle der Regionalleitung aber sowieso nicht sehr einladend. Wer einfach nur solide seine Arbeit machen möchte, wird hier in Ruhe gelassen.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist im Branchenvergleich absolut in Ordnung. Dass man sich jedoch aus der festen Tarifbindung verabschiedet hat, ist schade, da zukünftige Anpassungen damit vom guten Willen der Chefetage abhängen statt von festen Regeln.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Alltag wird auf die Umwelt geachtet. Der Müll wird ordentlich und konsequent getrennt. Das funktioniert im Markt gut.
Kollegenzusammenhalt
Im Großen und Ganzen ist der Zusammenhalt gut. Es gibt zwar auch unkollegiale Ausnahmen („falsche Fünfziger“), aber wenn man die Pappenheimer erst einmal kennt, kann man gut damit umgehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Absolut positiv. Ältere Mitarbeiter werden bei uns im Team geschätzt und respektiert. Da gibt es überhaupt keine Probleme.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Chefs im Markt ist okay, aber von oben kommt kein echtes Interesse. Die Regionalleitung und die „Leads“ fahren nur raus, um zu kontrollieren, ob alles perfekt aufgebaut ist. Dabei bringen sie Vorschläge, die vollkommen realitätsfremd sind. Diese Leute standen selbst noch nie im Markt und haben noch nie mit einem echten Kunden gesprochen. Die Chefetage sollte lieber selbst mal mit anpacken. Man sollte endlich auf die Erfahrung der Mitarbeiter vor Ort hören, statt uns nur von
Arbeitsbedingungen
Im Sommer herrschen unter dem Glasdach unerträgliche Zustände mit bis zu 48 Grad. Atemnot und Schwindel gehören zum Alltag, selbst die Kunden haben Mitleid mit uns. Dass kostenlose Getränke bereitstehen, hilft kaum, wenn die eigentlich zustehenden Hitzepausen von 10 Minuten pro Stunde von den Vorgesetzten bewusst verschwiegen und nicht öffentlich kommuniziert werden.
Kommunikation
Die Qualität der Kommunikation schwankt stark. Es gibt Phasen, in denen der Informationsfluss gut funktioniert, aber leider auch Phasen, in denen wichtige Informationen gar nicht oder zu spät weitergegeben werden.
Gleichberechtigung
In unserem Markt wird auf Gleichberechtigung geachtet. Herkunft, Alter oder Geschlecht spielen keine Rolle – im Team werden alle Kollegen absolut gleich behandelt und respektiert.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit im Markt und der Kontakt mit den Kunden wären eigentlich total interessant und abwechslungsreich. Leider wird einem der Spaß an den Aufgaben komplett genommen, weil man durch die starren Vorgaben von oben null eigenen Spielraum hat. Man darf kaum noch selbstständig denken oder entscheiden, sondern muss nur noch stumpf die realitätsfremden Vorgaben der Regionalleitung und der Leads abarbeiten.

