Unprofessionell und betriebsblind
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt Frühstück, die Ausstattung ist gut
Verbesserungsvorschläge
Es müssen kompetente und erfahrene Menschen an den wichtigen Schnittstellen sitzen, die nicht nur einen Blick für sich selbst, sondern auch für das Team und dessen Entwicklung besitzen. Hierbei geht es nicht um gemeinsame Parties und Späße, sondern vielmehr um zuverlässiges, sauberes und geordnetes Arbeiten, Qualitätssicherung, Hygiene, Inventur, rechtzeitiges Warten von Geräten und Bestellen von Arbeitsmaterial, professionelle Kommunikation und auch das Einhalten von Versprechungen wie Gehaltserhöhungen. Fordern und fördern guter und langjähriger Mitarbeiter, Pflege des Verhältnisses, Vertrauen schaffen. Das alles fehlt, deshalb herrscht leider Chaos und die Fluktuation ist hoch.
Arbeitsatmosphäre
Mitarbeitende sollen sich untereinander bespitzeln und werden sowohl in der Gruppe gelobt als auch gemaßregelt, Konkurrenzdenken deutlich erwünscht. Soziale Dynamiken und persönliches Image stehen über dem Wohl der Praxis und eines geregelten Ablaufs, Patienten bekommen alle Auseinandersetzungen direkt mit und werden ständig verschoben oder lange warten gelassen.
Image
Es wird derzeit viel Geld für Marketing ausgegeben, grundsätzlich gilt hier leider nur "mehr Schein als Sein". Sowohl unter PatientInnen als auch in anderen Kölner Praxen gilt diese Praxis als ausbeuterisch, die Gutachter sprechen von eine Überbehandlung. Die Qualität könnte aufgrund der Ausstattung hervorragend sein, hier kommt es aber sehr auf die unterschiedlichen Behandler an.
Work-Life-Balance
Ist was man daraus macht, möglich, aber es gibt auch keine Zeiterfassung für Überstunden für eventuelle Ausgleiche. Die Urlaubsplanung gestaltet sich schwierig, oft werden Anträge lange nicht bearbeitet und dann kurzfristig abgelehnt, teilweise auch aus nicht nachvollziehbaren Gründen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind immer ein Diskussionspunkt, da das Unternehmen angibt kein Budget dafür zu haben, was einen schon skeptisch machen sollte. Mit viel Diskussion springen dann aber ein paar günstigere Weiterbildungen heraus, wenn man lang genug da ist.
Kollegenzusammenhalt
Kollegiales Miteinander unter Ärzten und dem Praxisteam, geteiltes Leid ist halbes Leid.
Vorgesetztenverhalten
Kein ernsthaftes Feedback erwünscht. Jeder, der konstruktive Kritik äußert, wird selbst zum Problem für die Geschäftsführung und benachteiligt. Gerne werden Versprechungen zu Gehaltserhöhungen gemacht, die nicht eingehalten und immer weiter aufgeschoben werden.
Kommunikation
Unsachlich und unprofessionell, gerne auch über WhatsApp in anklagenden Sprachnachrichten. Anschreien samt Beleidigungen sind auch schon vorgekommen. Meetings sind zwar wöchentlich eingetragen, finden aber nur 1-2 Mal jährlich statt.
Gehalt/Benefits
Achtung bei den Arbeitsverträgen. Die erfolgsabhängigen Pauschalen/Abschläge sind nur Vorauszahlungen, denen hinterhergearbeitet werden muss. Bei nicht erreichen drohen Gehaltskürzungen. Das Grundgehalt ist festgelegt. Gehaltserhöhungen gibt es praktisch nicht, egal wie lange man im Unternehmen ist.
Gleichberechtigung
Wiedereinsteigerinnen werden benachteiligt, derzeit ist geplant wieder mehr Männer einzustellen, da Frauen als "schwierig" gelten.
Interessante Aufgaben
Fachlich ist die Praxis sehr gut aufgestellt, fast alle Behandlungen möglich. Die Arbeitsbelastung ist jedoch überdurchschnittlich, da von den Ärzten erwartet wird auch Rezeptions-, Abrechnungs- und Managementaufgaben neben der Behandlung zu übernehmen.