Im großen und ganzen doch eine eher ernüchternde Erfahrung. Mit Überraschungen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Großkonzern mit relativ vielen Freiheiten. Manchmal zu viel !
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wieso keine Weihnachtsfeier? Wertschätzung des einzelnen Arbeiters ist oft nicht gegeben.
Das neue Gehaltssystem (wird euch früh genug um die Ohren fliegen !)
Ungleiche Auslastung der Prüfer, wird als Problem des einzelnen dargestellt
Verbesserungsvorschläge
Weniger versprechen, was man nicht einhalten kann und vor allem möchte. Für den ein oder anderen ist das Gehaltssystem das tollste und auch die Freiheit dabei ist ein Alleinstellungsmerkmal. Aber die Arbeitsverteilung läuft intern leider kaum fair.
Arbeitsatmosphäre
Leider etwas angespannt, da alle auf Umsatz arbeiten und angewiesen sind. Die Ellenbogen werden sehr schnell ausgefahren und somit ist es meist jeder für sich.
Image
Großer Name und viele Standorte, nach außen hin sehr gut.
Work-Life-Balance
Ist okay, aber je besser diese ist, umso weniger verdient man (als ohnehin schon). Entweder man hockt in der Reserve oder ist Umsatzbringer. Dazwischen gibt es nicht viel.
Karriere/Weiterbildung
Wie bereits erwähnt, man hat nicht wirklich das Gefühl, gefördert zu werden. Oder dass ein Interesse an einer solchen Förderung besteht.
Gehalt/Benefits
Selbst das kleinste SV Büro kann hier witzigerweise mithalten. Das Grundgehalt ist ein Wermutstropfen im Jahr 2026. Ausgebildete Kaufmänner im Handel werden ungefähr gleich entlohnt. Für eine gewissenhafte und wichtige amtliche Entscheidungen ist das doch im Vergleich wenig. Entgeltumwandlung vom Brutto zwecks Altersvorsorge wird angeboten über einen externen Dienstleister. Betriebsinterne BU ist auch ein Pluspunkt.
Das mit Abstand größte Problem ist die neue Denkweise und das neue Gehaltssystem. Dieses zwingt den AN mehr zu leisten für das selbe Grundgehalt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Touren werden manchmal so absurd geplant, dass man eine Stunde zwischen zwei Werkstätten pendelt. Lässt sich nicht immer vermeiden, aber gerade am Anfang ist man als kleines Springerlein auf jeden Termin angewiesen und fährt extrem viel für wenig Umsatz.
Kollegenzusammenhalt
Wenigstens auf den ein oder anderen Kollegen freut man sich, die meisten sind nett. Leider merkt man durch den immensen Umsatzdruck, dass sich manche Kollegen eher um volle Hauptuntersuchungen kümmern und den unerfahrenen Kollegen die Umsatzschwachen Dienstleistungen wie Nachkontrollen abzudrücken.
Vorgesetztenverhalten
Jeder zweite Satz ist gelogen, beim Vorstellungsgespräch wird auch schön freundlich und hilfsbereit getan, nur um sich am Ende nicht einzusetzen. Wäre man von Anfang an ehrlicher gewesen, hätte man sich einigen Ärger ersparen können.
Arbeitsbedingungen
Prüfmittel und Bühnen sind am Ende ihrer Lebenszeit angekommen. In keinem der Standorte, in denen ich prüfe, wurde gefühlt die letzten 20 Jahre kaum Hand angelegt. Prüfbedingungen sind somit unnötig erschwert. Durch das fehlende Terminangebot an jedem zweiten Standort ist es eine Glückssache, jedem Kunden gerecht zu werden. Unnötige Spannungen durch ewige Wartezeiten sind aus meiner Sicht definitiv kontraproduktiv für die Prüfbedingungen.
Kommunikation
Findet untereinander oft statt, allerdings fehlerbehaftet und stellenweise unorganisiert. Vertretungen werden doppelt angefahren, das kommt komisch in der Werkstatt.
Interessante Aufgaben
Naja.
Solange man von sich selbst aus nicht bettelt, wird der einzelne MA nicht gefördert. Es geht stumpf um Umsatz und die Anzahl der Dienstleistungen.
Hin und wieder hat man ein besonderes Fahrzeug zu prüfen, aber große Abwechslung ist eher nicht vorhanden.

