Fehlende Struktur, klare Strategie und zukunftsorientierte Ausrichtung
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei der Deutschen Messe empfinde ich als sehr traditionell und teilweise deutlich veraltet. Viele Strukturen sind über Jahre gewachsen und werden stark von langjährig etablierten Kolleginnen und Kollegen geprägt. Dadurch fehlt mir häufig die Offenheit für neue Ideen, Veränderungen und moderne Arbeitsweisen.
Auch bei der strategischen Ausrichtung vieler Projekte fehlt mir ein klarer roter Faden. Ziele und Positionierung sind nicht immer eindeutig, und die Qualität des Projektmanagements entspricht aus meiner Sicht teilweise nicht dem Anspruch, den die Deutsche Messe nach außen vermitteln möchte.
Gerade für den Vertrieb ist das problematisch: Wenn ein Projekt organisatorisch oder inhaltlich nicht überzeugt, wird es schwierig, dieses beim Kunden glaubwürdig und erfolgreich zu verkaufen. Insgesamt wünsche ich mir deutlich mehr Dynamik, Professionalität, klare strategische Führung und die Bereitschaft, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen.
Vorgesetztenverhalten
Beim Vorgesetztenverhalten fehlt mir teilweise die Nähe zum operativen Geschäft. Ideen und Verbesserungsvorschläge werden nicht immer ernst genommen, gleichzeitig fehlt aus meiner Sicht der ausreichende Einblick in die tatsächlichen Probleme von Messekunden und Mitarbeitern. Häufig wird erwartet, dass man als „Einzelkämpfer“ Lösungen findet, obwohl dafür teilweise die notwendigen Strukturen und Rahmenbedingungen fehlen – beispielsweise durch ein unzureichendes Onboarding. Diese Diskrepanz wird aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt.
Kommunikation
Bei der Kommunikation fehlt mir häufig die notwendige Transparenz und frühzeitige Einbindung. Prozesse, Veränderungen und Entscheidungen werden teilweise erst kommuniziert, wenn die Entscheidungen bereits getroffen und kaum noch Möglichkeiten zur Einflussnahme bestehen. Dadurch entsteht häufig der Eindruck, dass Informationen zu spät weitergegeben werden und Mitarbeiter eher vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Gerade bei vertriebsrelevanten Themen erschwert das eine frühzeitige Vorbereitung und führt zu unnötigem Abstimmungsaufwand. Ich wünsche mir daher eine deutlich offenere, frühzeitigere und nachvollziehbarere Kommunikation.