Toxisches Arbeitsumfeld, inkompetente Führung, gute Bezahlung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teamklima
Arbeitsatmosphäre
Veraltete Strukturen, Mobbing im Team, es gab quasi einen „Wettkampf“ wer mehr Überstunden macht (die schon gar nicht mehr gestempelt wurden, weil wir illegal viele Überstunden schieben mussten).
Image
Kommt sehr drauf an - es gibt Leute, die hassen die Messe (und machen während der Arbeitszeit alles mögliche, nur nicht Arbeiten) und es gibt engagierte Mitarbeiter, die diesen Arbeitsplatz lieben.
Work-Life-Balance
Vor der Messe ist logischerweise viel zu tun, aber dafür gab es dazwischen auch Zeiten in denen man seine Zeit abgesessen hat. Vertraglich gibt es 60% homeoffice, jedoch hat das Team starken Druck auf mich ausgeübt (bis hin zur Drohung einer Kündigung), als ich diese Homeoffice-Zeiten nutzen wollte. Über eine Kollegin von mir (ebenfalls befristete Assistenzstelle) wurde hintenrum gelästert, weil sie von der vertraglichen HO-Regelung Gebrauch gemacht hat. Ich habe nach der Drohung der Kündigung (nach 6 Monaten bei der Messe) einen Auflösungsvertrag vorgeschlagen, weil ich die Nase voll hatte.
Karriere/Weiterbildung
Karriere kann ich nicht bewerten, da ich nur so kurz war. Persönliche Weiterentwicklung ist definitiv auf der Strecke geblieben aufgrund von fehlendem Feedback vonseiten meiner Führungskraft Zudem wären die Feedbackpunkte seinerseits easy zu lösen gewesen. Z.B. Zutat Führungskraft „Ich fühlte mich unter Druck gesetzt, wenn du mich gefragt hast, ob es noch Arbeit für dich gibt“ - gerne wäre ich früher nach Hause gegangen, als die Arbeit fertig war - als ambitionierte, junge Mitarbeiterin wollte ich jedoch meine Arbeitskraft anbieten.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist top!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab ein paar Projekte für Nachhaltigkeit - meiner Meinung nach sicherlich auch für‘s Marketing, aber es ist was in Bewegung!
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen, die lange in der Abteilung sind, halten zusammen. Es wurde jedoch eine langjährige Kollegin subtil gemobbt (meine Wahrnehmung) und neue Kollegen (Assistenten wie ich) wurden klein gehalten bzw. sollten sich in Gesprächen zurückhalten. Wortlaut einer Kollegin: „Da du neu bist, solltest du vielleicht bei Diskussionen erstmal nichts sagen“ - wenn es um eine Diskussion ging, die mich ebenfalls betraf - unsere illegalen Überstunden und ob wir die beim Betriebsrat anfragen oder nicht
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich ebenfalls nicht viel zu sagen, aber da langjährige Kollegen schwer kündbar sind, hatten wir viele ältere Kollegen im Team. Diese Altersgruppe wurde durch Umsteukturierungen aus ihrer ursprünglichen Tätigkeit „rausgeschmissen“ und bei uns „geparkt“, was logischerweise zu einer gewissen Unzufriedenheit ihrerseits führte. Sie waren sich jedoch ihres Privilegs der quasi-Unkündbarkeit bewusst und haben daher eher unmotiviert gearbeitet. Das war ein weiterer Grund, der zu Frustation meiner Vorgesetzten und zu einem schlechten Teamklima beitrug.
Vorgesetztenverhalten
Bei Konflikten im Team wird nicht adäquat reagiert. Meine Projektleiterin wollte, dass ich jeden Tag ins Büro komme, unabhängig von den vertraglich festgelegten Bedingungen. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass ich ein Recht auf Homeoffice habe. Grundsätzlich gab es mit dieser Kollegin schon einen Konflikt, da unser Abteilungsleiter meinen 6-monatigen Vertrag verlängert hatte und sie dabei übergangen wurde (sie war die Projektleiterin der kommenden Messe und damit meine nächste Ansprechpartnerin). Ihrer Meinung nach hätte es ein Auswahlverfahren für die Stelle geben müssen, der Abteilungsleiter und HR haben mich aber einfach behalten wollen. Als nun der Home-Offixe-Konflikt aufkam, hielt er es für die beste Lösung, das schwächste Glied (mich, die gerade 6 Monate im Unternehmen gearbeitet hat), zu kündigen bzw. damit zu drohen. Der Betriebsrat hat jedoch eine gute Arbeit geleistet, war auf meiner Seite und hat much verteidigt. Das war der Moment wo ich trotz guter Bezahlung nicht mehr bei der Messe arbeiten wollte und den Auflösungsvertrag angeboten habe.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass mein direkter Vorgesetzter (Projektleiter) noch nicht genug Führungserfahrung hatte.
Arbeitsbedingungen
Alles gut!
Kommunikation
Meine Führungskraft hat mir nie Feedback gegeben bis zum Ende meiner Tätigkeit (hatte einen befristeten Vertrag für 9 Monate). Ich hätte gerne monatliches Feedback erhalten, um tatsächlich die Zusammenarbeit für beide Seiten zufriedenstellender zu gestalten und eine Möglichkeit zu haben, mich zu verbessern
Gleichberechtigung
Zu dem Thema kann ich nicht viel sagen aufgrund meiner kurzen Zeit bei der Messe. Dass die Führung seinerzeit männlich und weiblich war, sehe ich als ein positives Zeichen. Daher 4 Sterne.
Interessante Aufgaben
Während der Messe war es schon spannend, die internationalen Delegationen zu begleiten - vorher saßen wir monstelang an Datenbankaktualisierungen.